Über Dargaville zurück nach Auckland

Nach einer entspannten Nacht auf der Que Mas wollten wir von Whangarei nach Dargaville aufbrechen, versorgten uns aber vorher noch im PAK’nSAVE mit den nötigen Lebensmitteln. Wir hatten eigentlich die Idee heute irgendwo Golf zu spielen und hatten uns in der Nähe von Dargaville den Northern Waiora Golf Club ausgesucht, als wir dort gegen Mittag ankamen, war im Clubgebäude weit und breit kein Mensch zu sehen, wir mussten außerdem feststellen, dass der Platz am Wochenende nur für Mitglieder bespielbar war. Also war der nix mit unserer geplanten Golfrunde, alternativ fuhren wir 30 km nördlich von Dargaville zu den Kai Iwi Lakes, die ich ja schon kannte und vor zwei Wochen mit dem Rad den Taharoa Lake umrundet hatte. Dort war es beim letzten Mal proppenvoll gewesen, da Wochenende war, sah es diesmal nicht viel besser aus, der lange Strand am See war auch wieder gut besucht, wir schauten uns das bunte Treiben eine zeitlang an und entschieden uns über Dargaville weiter in Richtung Süden nach unserem nächsten Ziel Port Albert zu fahren, einem am Ufer des Kaipara Harbours schön gelegenen Freecampingplatz auf dem ich auch schon im Januar übernachtet hatte. Gegen 17 Uhr hatten wir die Grünanlage von Port Albert erreicht und konnten den Camper auf einer Rasenfläche abstellen, nachdem wir unser Equipment aufgestellt hatten machten wir es uns an dem Klapptisch mit einem Bier gemütlich. Kurze Zeit später kamen zwei junge Frauen mit ihrem Campervan an, und fragte uns ob man sich mit seinem Camper so einfach auf den Rasen stellen dürfte, das sei eigentlich nicht erlaubt, man sollte normalerweise in der vom Council vorgeschriebenen Zone bleiben. Sicherheitshalber fragte ich meine neuseeländischen Campernachbarn ob das kampieren auf der Rasenfläche okay sei, die meinten es wäre kein Problem das hätten Sie schon immer so gemacht. Also kein Problem, doch den beiden Frauen schien das zu riskant und so quetschten Sie ihren Van noch so gerade zwischen die anderen Campingfahrzeuge in die erlaubte Zone. Es stellte sich heraus, dass die beiden Frauen aus Deutschland waren und Beide Julia hießen. Wir luden Sie nach unserem Abendessen zu einem Getränk bei uns ein und hatten gemeinsam einen lustigen deutschen Abend. Den nächsten Tag räumten wir gemütlich unseren ganzen aufgebauten Kram zusammen und brachen langsam auf, um15 km hinter Port Albert, zum vom Reiseführer empfohlenen Wanderweg zum Mount Auckland, doch auch hier wurden wir enttäuscht, die Zufahrtsstraße dorthin war durch ein Gatter versperrt. Also war das nix mit der Wanderung auf den Mount Aukland und wir fuhren direkt bis nach Helensville, dort angekommen, wollte Res unbedingt sein 11 Uhr Bier zu sich nehmen, nach langem suchen fanden wir ein indisches Restaurant wo man wenigstens Flaschenbier bekam. Nachdem Res nicht mehr unterhopft war, überlegte ich was wir noch unternehmen konnten, Mir viel plötzlich siedend heiß ein, dass ich hier ganz in der Nähe in dem Brauhaus Hallertau war und das eigentlich genau das Richtige für meinen Freund Res sein müsste. Also nix wie hin, da ja Sonntag war, war der Laden gut gefüllt, doch wir Beide bekamen noch einen schönen Tisch. Res war total begeistert, dass man hier verschiedene Biersorten vergustieren konnte und wählte vier verschiedene Biersorten zum probieren aus, dazu gab es für Res überbackene Chilichicken und ich nahm einen im Pizzaofen gebackenen Camembert. Da Res endlich mal wieder eine vernünftige Dusche brauchte, entschieden wir uns für die kommende Übernachtung auf einen Campingplatz mit Gebühren zu gehen. Direkt am Piha Beach lag der „Piha Domain Motor Camp”, der sehr gut ausgestattet war und auf dem wir unter einem Baum einen sehr schönen Stellplatz auf Rasen bekamen. Zum Abendessen kochte uns Res Curryhuhn mit Ananas auf Reis, er machte eine so große Portion, dass ich sicherlich noch zweimal davon essen kann. Jetzt war es soweit, am nächsten Tag musste ich mich von Res verabschieden, doch vorher machten wir noch einen Strandspaziergang am Piha Beach und eine Wanderung durch den Cornwallpark. Hier kletterten wir auf den 182 Meter flachen Vulkangipfel One Tree Hill, von dem wir eine tolle Aussicht auf Auckland und seine Umgebung hatten. Weil Res seinen Flug nach Sidney am nächsten Tag um 7:45 Uhr hatte, wollten wir ihn in einem nahe am Flughafen gelegenen Hotel unterbringen, da diese Hotels entweder belegt oder zu teuer waren, fand ich in der App booking.com  ein dreieinhalb Kilometer entferntes Hotel mit Shuttle zum Airport und fuhr Res dort hin, der Abschied fiel uns Beiden schwer, bis hoffentlich bald Res!

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