Ein Traum wird wahr – Tasmanien

Gegen 16:30 Uhr am Sonntag war ich am Fährterminal von der „Spirit of Tasmania” und checkte ein. Bei der Biosecuritykontrolle wurden meine Bananen und Äpfel entdeckt, ich konnte mich entscheiden ob ich das Obst wegschmeißen wollte oder noch auf der Fähre essen wollte. Ich entschied mich für’s Letztere. Auf der Fähre hatte ich für die Nacht einen Schlafsessel, mit meiner Shorts hatte ich in der Nacht schon ein bisschen gefrorenen konnte nur wenig die Augen zumachen. Stattdessen habe ich über Reiseinformationen aus dem Internet meine 3 wöchige Reise durch Tasmanien zusammengestellt. Um kurz vor 6 Uhr legten wir schon in Devenport an und wenig später rollten die Räder des Campers über tasmanischen Boden. Weil ich die letzten Nächte in dem Camper immer gefroren hatte, wollte ich mir unbedingt vor der Rundreise durch Tasmanien in Devenport noch einen guten Schlafsack bei dem Campingausrüster Kadhmandu besorgen. Dort beriet mich eine nette junge Dame, die mir dann auch noch den Schlafsack durch vertippen im Kreditkartenlesegerät anstatt für 200 $ für 99 Bugs verkauft hatte. Gegen Mittag fuhr ich von Devenport zum 35 km östlich gelegenen Narawntapu Nationalpark, wo ich in dem Park für 16 $ mit dem Camper übernachten konnte. Ich kaufte mir direkt einen Holidaypass der für alle Nationalparks in Tassiefür 8 Wochen gültig war. Noch am gleichen Tag machte ich hier den Bird Hyde walk zur Springlawn Lagoon wo man viele verschieden Vogelarten beobachten konnte, von dort aus ging der Trail weiter zum 3 km entfernten Archer Knob von dem man einen tollen Rundblick über das Landesinnere und die Tasmansee hat, über denn Loop wandert man durch sumpfiges Gebiet auf der Rückseite der Springlawn Lagoon zurück zum Visitorcenter, das ich nach einer dreistündigen Wanderung wieder erreichte. Bevor es Dunkel wurde hatte ich noch ein wenig Zeit zum Bakers Beach zu radeln. Nach einer ausgiebigen Nationalparkdusche und einem tollen kuscheligem Schlaf in meiner neuen Penntüte, musste ich am nächsten Morgen in Richtung dem Nationalpark von Cradle Mountain aufbrechen, wollte aber vorher noch einen kurzen Stopp in Sheffield einbauen, um dort Bananen, Äpfel und Duschshampoo zu besorgen. Da die Übernachtungspreise für Camper im Cradle Mountain Nationalpark unverschämt hoch waren, suchte ich mir 35 km vor dem Cradle Mountain Nationalpark einen günstigeren Campingplatz im Growie Park aus. Hier traf ich mal wieder sympathische Campernachbarn die mir direkt einen Tipp für einen Trail gaben, den ich noch an diesem Nachmittag bis Abends in Angriff nahm. Es war der steile 3,5 km Trail zum Mount Claude Summit, den ich mit 260 Höhenmetern in gut 2 Stunden bewältigte. Nach der Rückkehr von dem anstrengenden Trail genoss ich noch einen entspannten Sundowner mit meinen Campingnachbarn Rita und Paul deren Heimatstadt das australische Perth ist. Leider schlief ich mal wieder schlecht und wachte mitten in der Nacht auf um den Rest der Nacht sinnvoll zu verbringen schrieb ich den Bericht über meine Erlebnisse in Melbourne. Um neun Uhr ging es dann zum 35 km entfernten Cradle Mountain Nationalpark. Dieser Nationalpark war schon sehr stark von Touristen frequentiert, man konnte nur mit bezahlten Shuttle Bussen in den Park hinein fahren um die verschiedenen Tracks zu wandern. Ich begann mit dem Dove Lake Circuit, der eine Runde um den Dove Lake ging, nachdem ich fast eine komplette Runde um den See gewandert war, ging ein sehr steiler Weg zum Marions Lookout hoch von dem man einen tollen Blick über den Nationalpark hatte. Von hier aus spazierte ich wieder herunter vorbei am Crater- Lake und Falls kurz vor der Shuttle Bus Haltestelle Ronny Creek hatte ich direkt doppeltes Glück, erst konnte ich ganz nah einen Wombat beobachten und unmittelbar danach noch einen kleinen Ameisenigel (Echidna)👍🏼. Mit dem Shuttle erreichte ich gegen 15:30 Uhr meinem Campervan mit dem ich dann wieder zurück zum Growie Park fuhr. Hier quatschte ich noch ein bisschen über dies und das mit Rita, Paul und Max, einem Deutschen aus München, der inzwischen auch auf dem Caravanplatz angekommen war. Bis zum Sundowner saßen wir zusammen, doch dann musste ich nach der anstrengenden Wander- und Kletterei endlich eine frische Dusche 🚿, boahh tat das gut!! Es fühlte sich schon anders an, sich frisch gewaschen in dem Schlafsack einzukuscheln. Nach einem erholsamen Schlaf war ich bereit für meine nächste 3 stündige Fahrt bis nach Strahan, das an der Westküste Tasmanien liegt, dabei musste ich feststellen, dass hier viele Tiere auf der Straße ihr Leben lassen müssen 👎🏼. Mitten auf der Fahrstrecke nach Strahan, wo ich sicherheitshalber einen kurzen Tankstop einlegen wollte, doch daraus entwickelte sich ein eineinhalb ständiger Aufenthalt weil Tullah an dem schönen Lake Rosebery lag, wo mann schön spazieren konnte. Nach einem Cappuccino und einem einstündigen Uferspaziergang an dem See, setzte ich die Fahrt fort und landete auf einem günstigen Campingplatz (15$ pro Tag) direkt neben dem Golfclub von Strahan. Da es von hier aus nicht weit bis zur Uferpromenade von Strähn war, schnappte ich mir das Rad und schaute mich schonmal ein wenig im Örtchen um. Für die nächsten zwei Tage habe ich hier schon die Wilderness West Coast Railway Tour, die Gordon River Cruise Tour und das Theaterstück „The ship was never was” gebucht. Mal sehen wie das so wird?!

Veröffentlicht unter Unkategorisiert | Schreib einen Kommentar