Törn Darwin – Lombok 7. Tag

Jetzt ist die Woche voll, sieben Tage sind wir unterwegs und haben nicht viel Wind gespürt aber dafür ordentlich Diesel verheizt. Wie ich ja schon geschrieben habe, hatte der Steuerbordmotor uns plötzlich im Stich gelassen, ich vermutete, das mal wieder die Dieselzufuhr über den Vorfilter verstopft war. Bevor ich die Verstopfung beseitigen konnte, wollte ich auf jeden Fall warten bis Chris nach seiner Hundswache von seinen tiefen Träumen erwacht, weil ich doch die Gefahr sah, dass ich hinten am offenen Heck ins Wasser fallen könnte, während Chris von seiner Marija träumt und meinen unfreiwilligen Freischwimmer nicht mitbekommt. Gegen 10 Uhr kam Chris aus seiner Koje und nachdem er gefrühstückt hatte, ging es der verstopften Dieselzuleitung an den Kragen. Genau wie ich vermutet hatte waren mal wieder alle Zu- und Ableitungen am Dieselvorfilter total verstopft und der Filter selbst auch total verdreckt. Nach unserer einstündigen Reinigungsaktion schnurrte der Steuerbordmotor wieder wie ein zufriedenes Kätzchen. Jetzt konnte die Motorerei erneut mit beiden Motoren abwechselnd weitergehen. Ab und zu versuchten wir zwar mal ab 10 Knoten Wind den Code Zero rauszuziehen aber so richtig segeln konnte man damit nicht. Gestern hatte ich noch ein Update für mein Starlink auf Private Maritime gemacht, weil man seit einiger Zeit bei den normalen Roamingtarifen sich nur noch 30 Tage im Ausland aufhalten darf ansonsten wird Starlink einfach abgeschaltet. Jetzt wurde das ganze etwas teurer und kostete pro GB im Ocean Mode (Offshore) 6 amerikanische Dollar, nicht gerade ein Schnäppchen. Da wir ja auf hoher See sind, muss das Internet nur für das Nötigste genutzt werden.

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