Tilba, Bermagui, Narooma & Merimbula

Von dem Caravanpark in Moruya hatte ich mir überlegt als Nächstes den 42 km entfernten Mill Bay Boardwalk bei Narooma anzusteuern. Hier konnte man von einem 350 Meter langen Steg Fische und Stingrays beobachten aber das Beste war der 10 km lange Narooma-Dalmeny Rail Trail, der von diesem Ausgangspunkt entlang der Küste einmal über das Küstenörtchen Kianga bis nach Dalmeny führt und in der anderen Richtung über den Mill Boardwalk bis zur Narooma Wharf geht. Ich hatte jedenfalls eine tolle 20 km lange Fahrradtour über diesen Trail mit phantastischen Aussichtspunkten über die Tasmanische See. Nach diesem Aktiverlebnis kaufte ich mir im Supermarkt in Narooma noch Bananen und Himbeeren, trank mir noch ein Käffchen bevor es weiter ins Tilda Valley ging wo ich hier zuallererst das Tilda Valley Wynery & Ale House anfuhr, um mir am Nachmittag ein dezentes Glas Rosé 🍷 zu Gemüte zu führen. Leider war ich in dem Weingut der einzige Gast in dem schönen Tal. Jetzt wollte ich von hier aus noch nach Tilba Tilba, denn ich hatte gehört, dass dies ein malerisches historisches Dorf mit gut erhaltenen viktorianischen Holzbauten in denen sich viele kleine Läden befanden. Da ich ja nicht für das shoppen geschaffen bin, schaute ich mich in dem Ort nur kurz um und steuerte danach meinen nächsten vorreservierten Holidaypark am Wallaga Lake an. Bei der Anmeldung stellte sich heraus, dass die Dame in der Rezeption mit dem Namen Rita der deutschen Sprache mächtig war, weil Sie eine Deutsche war die allerdings schon 35 Jahre in Australien lebte. Sie hatte mir so einen schönen idyllischen Platz direkt vor dem See zugewiesen, dass ich mich dazu entschloss direkt noch einen Tag länger auf diesem Campingplatz zu bleiben. Am Freitagmorgen schnappte ich mir mal wieder mein Rad, fuhr an den vom Campingplatz gegenüberliegendem Strand zu den Felsformationen die eines Kamels und dem vorderen Teil eines Pferdes mit viel Phantasie ähneln sollten. Über einen Feldweg der durch buschige Landschaft führte ging es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf der kleinen Rundtour begegnete ich einer kompletten Kängurufamilie und einigen Wallabys. Wieder am Campervan angekommen, frühstückte ich erstmal ein Müsli mit einem schwarzen Tee und legte mich am Mittag für ein Stündchen auf’s Ohr. Um 13:30 Uhr brach ich zu meiner zweiten Erkundungstour an diesem Tag auf. Diesmal wollte ich von dem Holidaypark die 8 km bis nach Bermagui radeln. Laut Karte sollte es einen Trail durch einen Busch bis zur Tilba Road und dann parallel zur Wallaga Lake Road bis zu dem Küstenort Bermagui geben, rein theoretisch! Praktisch war es so, dass ich erstmal durch dichtes Unterholz einen verwurzelten Pfad bis zur Tilba Road überwinden musste, um danach festzustellen, dass der letzte Teil der Tilba Road am Strand abgerutscht und unbefahrbar war und ich deswegen das Rad fast einen Kilometer über den Strand schieben musste bis ich endlich wieder auf der Straße fahren konnte, der Rest verlief dann ohne Probleme. In Bermagui angekommen, hatte ich das Glück das genau wie in jedem Jahr um die Zeit im März eine Skulpturausstellung auf einer großen Wiese stattfand, wo man sich diese Skulpturen anschauen und wenn man wollte sogar kaufen konnte. Nach ausführlicher Ansicht aller Ausstellungsobjekte, machte ich mich wieder auf den Heimweg an den Wallagasee, diesmal aber über die Wallaga Lake Road!! Im Camperpark ansässigen Camel Rock Brewhouse genehmigte ich mir eine Portion Onion Rings mit einer kühlen Kaltschale bevor ich mich in meinem Campervan so langsam aber sicher für den Abend einrichtete. Am nächsten Morgen kurz vor 10 Uhr, wir hatten inzwischen schon Samstag, war das nächste Ziel das Städtchen Bega, hier wollte ich eigentlich die bekannte Käsefabrik und das Pionieers Museum besuchen, doch Beide hatten Samstags geschlossen, weshalb es dort zum verweilen nur für eine Tasse Capuccino reichte und die Weiterfahrt zur Wharf nach Tathra von mir fortgesetzt wurde. Da es Samstag um die Mittagszeit war, vertrieben sich sehr viele Hobbyangler an der Wharf mit fischen ihre Zeit und er ein oder andere holte sogar schonmal einen beachtlichen Fang aus dem Wasser. Unmittelbar an der Wharf von Tathra gibt es den 300 Meter kurzen Wharf to Wharf Walk an dem sich mehrere Aussichtsplattformen befanden, von denen man einen guten Ausblick auf die weitgestreckte Bucht von Tahtra hatte. Auch war dort ein Memorial Garden wo sich viele Gedenktafeln befanden, die an die verstorbenen Menschen aus dieser Region erinnerten. Über den Sapphire Coast Drive erreichten mein Camper und ich kurze Zeit später den Ort Merimbula, wo ich über den Merimbula Boardwalk auf einen 2,5 km langen Holzsteg entlang der Lagune bei einer Wanderung die vielen Austernbänke sehen und kreischenden Gelbhaubenkakadus mir anhören konnte. Für die nächste Übernachtung hatte ich mir eine Campingmöglichkeit auf einer Farm ausgesucht und gebucht, damit ich dort nicht zu früh ankam, genehmigte ich mir noch im South Coast Tap House & Ale Trail ein kleines Glas Rotwein bevor ich kurz vor 18 Uhr zu dem Hipcamp „Milligandi Station” fuhr. Hier fand ich erst meinen vorgebuchten Platz nicht, erst als ich ein junges Camperpärchen fragte, fand ich den Stromanschlusskasten um meinen Camper mit Strom zu versorgen, leider war meine Verlängerungsschnur zu kurz, doch Emily die junge Frau von dem Camperpärchen gab mir direkt ein längeres Stromkabel, damit ich meinen Campervan unter Strom setzen konnte. Emily war sehr extrovertiert und so entwickelte sich ein längeres Gespräch mit Ihr. Die Beiden kamen aus Melbourne und Sie hatten sich für eine Open End Tour einen tollen Campervan von Mercedes zugelegt, da Sie mir sehr sympathisch waren und wir uns noch ein wenig gegenseitige Tipps geben wollten, blieb ich noch einen Tag länger auf dem Hipcamp. Bis nachts um ein Uhr hatte ich mir noch ein Auswärtsspiel von Fortuna Düsseldorf gegen Nürnberg auf dem Tablet angesehen, bevor ich in das Reich der Träume entschweifte. Trotz des späten einschlafen wurde ich am Sonntagmorgen kurz nach sechs Uhr wieder wach, so was nennt man senile Bettflucht 😳! Da das Wetter nicht besonders einladend war und es regnete, wr das genau der richtige Zeitpunkt um an meinem nächsten Blog zu schreiben, den ich jetzt gerade fertig geschrieben habe.

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