- Winds oF Zenahdt Festival
Einen Tag waren wir noch an der Nordspitze und zufälligerweise wurde auf Thursday Island das traditionelle Fest des Windwechsels von Süd nach Nord gefeiert, wo wir natürlich mit feiern durften. Am Samstag den 19. September holten wir schnell noch in einem Minimarket ein paar Bananen bevor wir um 12 Uhr zu dem mehrere Tage Törn nach Darwin aufbrachen. Die Wettervorhersagen prognostizierten guten Wind über 20 Knoten, womit wir gut vorwärts kamen, nur die Sache hatte einen Haken, die ungemütlichen Kreuzwellen, die uns schon am ersten Tag so richtig durchschüttelten. Trotz der Rappelei machten wir uns ein leckeres Abendessen, Chris kreierte eine klassische Hamburgervariation und ich probierte zum ersten Mal die Airfryerfunktion meiner neu in Australien gekauften Microwelle aus und machte Pommes Frites dazu. Nach dem deliziösen Abendessen teilten wir uns die Nachtwachen ein, ich zuerst, die Hundewache für Chris und am frühen Morgen wieder ich. Nach meiner Abendwache löste mich Chris um 23 Uhr ab, doch kurz nachdem ich eingeschlafen war wurde ich von einem wilden Geschauckel der Que Mas geweckt, was war passiert? Chris hatte in seiner Hundwache versehentlich zu schnell auf einen Navigationarlarm auf einen Knopf des Plotters gedrückt, der die Que Mas um 180 Grad in den Wind gestellt hatte, kein Wunder, dass ich davon geweckt wurde. Gemeinsam versuchten wir mit beiden Motoren die Que Mas wieder auf Kurs zu bringen. Als wir wieder auf Kurs und alles im Lot war, haute ich mich wieder in meine Koje und versuchte so gut es ging wieder ein wenig Schlaf zu finden, damit ich Chris um vier Uhr am Morgen ablösen konnte. Meine Morgenwache verlief trotz einiger AIS Signale von Frachtschiffen relativ entspannt, weil diese weit genug entfernt waren. Am Sonntag flaute der Wind etwas ab und die Wellen hatten ein wenig Nachsicht mit uns indem Sie uns nicht mehr so wild hin und her schmissen. Unser 24 Stunden Etmal konnte sich mit 170 sm sehen lassen und war exakt die halbe Strecke bis zu unserem nächsten Stop der Trafalgar Bay. Doch mit dem Etmal das sollte nicht so bleiben, im Laufe des Tages hatte der Wind überhaupt keine Lust mehr, als er am Nachmittag unter 10 Knoten fiel, hatte ich die Nase voll und startete einen Motor damit wir einigermaßen vorwärts kamen. Zum Abendessen kochte ich uns mein Leibgericht, ja was wohl, lacht nicht! 🤣 Spaghetti Pesto 🙄. Die ganze folgende Nacht lief ein Motor zum anschieben der Que Mas mit, auch am nächsten Vormittag war nicht genug Wind zum segeln, erst 60 sm vor unserem Zwischenziel Trafalgar Bay wurde der natürliche Antrieb besser. Wir holten den leichten Code Zero aus dem Segelschapp und zogen ihn mit dem Spifall auf, mit dem Hauptsegel und dem Code Zero machten wir jetzt über 5 Knoten Geschwindigkeit und konnten ohne Motor weiter segeln. Gegen 14 Uhr erreichten wir das Cape Wessel, trotz gehörigen Abstand zu dem Kap bekam die Que Mas ordentliche Gegenströmung und höhere Wellen mit, erst als wir das Cape Wessel passiert hatten wurde es ruhiger, jetzt war es nur noch eine Stunde bis zur Trafalgar Bay. Da in der Karte nicht alle Riffs und Bommies verzeichnet waren, fuhr ich langsam in die Bucht und ankerte mit gehörigem Sicherheitsabstand auf 5 Meter Tiefe. Geschafft, der erste Segelabschnitt nach Darwin war gemacht. Hier in der Trafalgar Bay lagen war glattes Wasser und kaum Wind zu spüren, so konnten wir uns in einer ruhigen Nacht von unserem ersten Törnabschnitt gut erholen und am nächsten Morgen den zweiten Teil über 400 sm in Angriff nehmen.




