Bahia Edwards — Caleta Mechuque

29.6. Mi. Die letzte Nacht hatte ich unruhig geschlafen, weil ich ständig an die Eidgenossen mit ihrem gestrandeten Boot denken musste, als ich in der Nacht um 4 Uhr erwachte, stand ich direkt auf und schaute ob Res und Tommi es in der Nacht geschafft hatten ihre Mon Bijou aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Sie hatten es geschafft, die Mon Bijou schwamm jetzt friedlich festgemacht und wieder in senkrechter Lage an einer Fischerboje. Beruhigt legte ich mich nochmal ins Bett und versuchte einzuschlafen, doch ich war jetzt wach und stand kurze Zeit später auf. Während meines Frühstück bemerkte ich ein ruckeln im Kat, jetzt hatte plötzlich auch die Que Mas Grundberührung und setzte langsam auf. Um das zu verhindern zog ich den Kat mit Hilfe der Ankerkette, die ich etwa 10 Meter einzog, in einen tieferen Bereich, sodass sie mehr als eine Handbreit Wasser unter ihren Kielen hatte. Kurz vor 10 Uhr fragte mich Tommi über Funk ob ich zum Anker aufnehmen bereit wäre, schon zehn Minuten danach ließen wir die Bahia Edwards hinter uns liegen und machten uns auf die 30 sm zur Caleta Mechuque. Wie im Slalom motorten wir zuerst zwischen der Insel Taclan und der Inselgruppe De Sertores, um kurz danach das nächste „Slalomtor” zwischen der Inselgruppe De Sertores und der Insel Chulin zu durchfahren. Nachdem wir den „Inselslalom” hinter uns gelassen hatten konnten wir direkt, ohne weitere Hindernisse, auf die noch 20 sm entfernte Isla Mechuque zuhalten. Mitten auf dieser Strecke reduzierte sich unsere Geschwindigkeit für etwa zwei Stunden auf vier Knoten, weil der Gegenwind bis zu 20 Knoten auffrischte. Am Nachmittag erreichten wir die Insel und um 15:30 Uhr ließen unsere Schiffe ihre Eisen in der Caleta Mechuque fallen. Da gestern Abend, wie Ihr ja alle hoffentlich in meinem Blog gelesen habt, „Die schönste Stunde des Tages” und damit die Geburtstagsfeier von Res ausgefallen war, gab es anstatt dem Ankerbier, heute den Caipirinha. Anschließend kochten wir uns noch die Spaghetti, die wir eigentlich schon gestern verputzen wollten. Fast immer wenn es Abendessen auf der Que Mas gab, gab es danach einen Filmabend, auch heute schauten wir wieder einen Film mit der Schauspielerin Iris Berben in der Hauptrolle, man muss schon sagen, diese Frau sieht für über 60 Jahre noch sehr attraktiv aus. Nach dem Film brachte ich die Schweizer Delegation zurück auf ihre Mon Bijou, Tommi wollte mich noch zu einem letzten Absacker einladen, auf den ich aber dankend verzichtete und stattdessen zu meiner Que Mas zurück fuhr.

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