- Lochbillard in der Marina
- Die Schnellfähre nach Bali
- Sonnenaufgang auf Asahan
- Selfie auf der Que Mas
Direkt am nächsten Tag nach dem Abflug von Chris zu seiner in Fidschi auf Ihn wartenden Crew, ging es für mich rasant weiter. Bei der Segelei von Brisbane bis Darwin haben Chris und ich, wie Ihr ja bestimmt in meinen vorigen Berichten schon gelesen habt?!?, den Rollgenaker und den leichten Code Zero geschrottet. Da ich in Erfahrung gebracht hatte, dass die es in ganz Indonesien nur eine Segelmacherin gibt, die vernünftig Leichtwindsegel reparieren kann, in Bali ist, blieb mir nichts anderes übrig als die beiden gerissenen Segel einzupacken und mit der Schnellfähre von Gili Gede nach Bali rüber zu fahren. Um ein Uhr am Mittag wurde ich von einem Marinero zum Fähranleger im Norden der Insel gebracht und gegen 14 Uhr startete die Schnellfähre nach Bali. Bei der Überfahrt kreuzte die Fähre super knapp vor einem Frachtschiff durch, das ging aber auch nur, weil so ein Fährmaster genau weiß, ob die Geschwindigkeit seiner Schnellfähre das schaffen kann. Der Fähranleger der Schnellfähre war glücklicherweise in der Nähe der Segelmacherei. Miss Juli, die Segelmacherin, holte mich sogar persönlich am Fährterminal ab, nachdem ich Ihr die kaputten Segel gezeigt und wir einen Festpreis für die Reparatur ausgemacht hatten, organisierte Sie mir in der Nähe ein Hotel und fuhr danach mit mir auf ihrem Motorroller zu einem typisch balinesischen Streetfoodmarkt, wo wir Beide ein Nasi Goreng aßen. Danach fuhr Juli noch mit mir zu der Bar ihrer besten Freundin und brachte mich gegen 10:30 Uhr ins Hotel zurück, was für ein Erlebnis! Am nächsten Morgen fuhr die Schnellfähre schon um 8 Uhr morgens zurück nach Gili Gede, auf der Schnellfähre kam ich mit zwei Schweizern aus St. Gallen ins Gespräch, gegen 10 Uhr war ich schon wieder am Fähranleger von Gili Gede angekommen, wo schon ein Bootstaxi auf mich wartete um mich zur Lombok Marina zu bringen. Den Tag verbrachte ich mit der Reinigung des Decks und am Abend spielte ich mit den Locals im Marinarestaurant noch einige Runden Lochbillard. Donnerstagmorgen packte ich mir um 6 Uhr mein Rad und umrundete einmal die Insel Gidi Gede, was bei der Holperstrecke gar nicht so einfach war, nach zwei Stunden radeln und schieben hatte ich die 11 km rund um Gili Gede geschafft. Nach der Radtour wollte ich eigentlich weiter das Deck mit dem Hochdruckreiniger säubern, doch daraus wurde erstmal nichts weil der Strom in der Marina ausgefallen war. Erst gegen Mittag war wieder der Strom da und ich konnte endlich das Deck fertig reinigen. Da ich am nächsten Tag von der Marina ablegen wollte, bezahlte ich am Freitagmorgen im Marinabüro die angefallenen Gebühren und legte gegen 14 Uhr von dem Marinapier ab um zu dem drei Seemeilen entfernten Ankerplatz bei der Insel Asahan zu ankern. Als ich dort ankam viel mir auf das alle Boote an einer Mooring lagen, da es aber schwer für mich alleine ist, eine Mooringboje zu fangen und mich daran zu befestigen, versuchte ich auf 20 Meter Tiefe mit 50 Meter Kettenlänge zu ankern. Doch bei einer Windstärke von 60 Knoten hielt der Anker nicht und der Katamaran driftete gefährlich auf ein Riff zu, so musste ich den Anker wieder aufnehmen und versuchte dort mein Glück. Auch hier waren alle Boote an einer Mooringboje fest, der einzige freie Platz zum Ankern war 30 Meter tief, no Chance dort zu ankern. Glücklicherweise kam Hardi, ein Local, mit seinem Dinghy vorbei um mir mitzuteilen, dass hier alle Mooringbojen besetzt seien, in meiner Not bat ich ihn mir bei dem anlegen in einem anderen Bojenfeld zu helfen. Da das andere Bojenfeld seine direkte Konkurrenz war, wollte er nicht helfen, doch als ich ihm Geld für seine Hilfe anbot, kam er auf meinen Katamaran und half mir die Que Mas an einer Mooringboje festzumachen. Bevor er zu seiner Insel Asahan zurück fuhr, gab ich ihm noch 100000 Rupiah (etwa 4 Euro) und verabredete mich mit Ihm später auf ein Bier. Kurz vor Sonnenuntergang ging es mit dem Dinghy rüber zur Insel Asahan wo ich Hardi zum Bier und einer Pizza einlud, stolz zeigte Hardi mir sein frisch erworbenes Häuschen auf der Insel Asahan. Gegen 20 Uhr bedankte ich mich nochmal bei Hardi und fuhr zurück zur Que Mas. Am nächsten Morgen war ich mit dem schweizer Pärchen, welches ich auf der Schnellfähre von Bali nach Gili Gede kennengelernt hatte, auf der Insel Asahan verabredet. Zufälligerweise hatten Sie genau auf dieser Insel ein Hotel gebucht und so konnten wir uns hier nochmal treffen. Morgens früh joggte ich um die halbe Insel Asahan bis zu ihrem Hotel Bleu Mathis wo wir um 9 Uhr gemeinsam frühstückten. Nach dem Frühstück brachte ich die Beiden mit dem Dinghy zur Que Mas, wo Sie sich interessiert alles ansahen was mein Kat zu bieten hatte. Nach der Besichtigung ging es dann mit Taucherbrille und Schnorchel zum vorgelagerten Riff von Asahan, wo wir so einige bunte Fische und vor allem leuchtend blaue Seesterne bewundern konnten. Leider waren die Korallen des Riffs von der ganzen Amateurschnorchlern schon stark zerstört worden, eine Schande!! Nach unserem Schnorchelausflug luden mich Ann Kathrin und Thomas in der Eco Lodge noch zum Mittagessen ein. Vielen Dank dafür 🤗. Danach hieß es sich zu verabschieden, vielleicht sieht man sich ja in der Schweiz mal wieder?! Zurück am Kat, kamen mit ihrem Dinghy ein Seglerpärchen vorbei, dass mir von der Marine Lombok die Information ausrichten sollte, dass ich meine Clearence Papiere unbedingt noch abholen sollte. Deshalb bin ich am nächsten Morgen extra nochmal zurück zur Marina um die wichtigen Papiere bei der Agentin Dira abzuholen. Danach machte ich mich auf den Weg zur 30 sm entfernten Medana Marina wo ich so gegen 16 Uhr den Anker in 12 Meter tiefes Wasser absenkte.



