- Gladstone Kohleverladung
- Sundowner in den Narrows
- Chris mit Sandflyschutz
- Die Narrows von oben
Am Freitagmorgen um 7:15 Uhr verließen wir die Lady Musgrave Lagoon und setzten kurz nach der Riffausfahrt die Segel. Eigentlich wollten wir ja zu einem 46 sm entfernten Ankerplatz auf dem Festland segeln, weil es bis zur Hafenstadt Gladstone bei unserer normalen Reisegeschwindigkeit zu weit gewesen wäre um noch bei Tageslicht dort anzukommen. Doch mit dem Code Zero und dem Großsegel ging auf einmal so die Lucy ab, dass ich nach der Hälfte der Strecke mich dazu entschloss bis zur Gladstone Marina durchzufahren , kurz vor der Einfahrt in den Tonnenstrich von Gladstone informierte ich über VHF 13 Gladstone VTS, dass wir in den 24 sm langen Tonnenstrich von Port Gladstone einfahren werden, während wir auf dem Tonnenstrich mit Motor und Genua entlang fuhren, mussten wir bei der Begegnung mit einem Frachtschiff kurzfristig außerhalb des Tonnenstrichs fahren um es passieren zu lassen. Da wir in Gladstone einen ruhigen Liegeplatz haben wollten, telefonierte ich mit der Marina Gladstone und fragte ob Sie noch eine Mooringboje zum anlegen für meinen Katamaran hätten. Glücklicherweise war von den 3 verfügbaren Bojen noch eine unbesetzt und so konnten wir die Que Mas in der Marina Gladstone kurz vor der Dunkelheit nach 68 sm an der Boje festmachen, immerhin hatte die Que Mas einen Tagesdurchschnitt von 6,8 sm in der Stunde hingelegt, Chapeau! Da wir Morgen die schwierige Passage durch die flache Gezeitenwasserstraße Narrows, die zwischen der Küste bei Gladstone und der Insel Curtis Island liegt, in Angriff nehmen wollten, machte ich mich am Abend schon mal kundig wie und wann man am morgigen Tag über die Narrows kommt. Das flache Gebiet konnte man beim berühmten Cattle Crossing nur beim Höchststand der Flut überqueren. Da das absolute Hochwasser am morgigen Samstag erst gegen 18 Uhr war, war unsere ideale Startzeit von der Gladstone Marina um 13:30 Uhr. Wir hatten also noch den ganzen Vormittag um in Gladstone einkaufen zu gehen. Wir kauften am Samstagmorgen noch Lebensmittel im Supermarkt, tranken ein Käffchen in der Nähe der Marina, verräumten die Lebensmittel im Boot und machten uns so langsam zur Abfahrt über die Narrows bereit. Punkt 13:30 Uhr ging es von der Marina die Wasserstraße hoch zu den Narrows, da wir genau bei Hochwasser in die Narrows einfahren mussten, achtete ich haarklein auf unsere Geschwindigkeit. Exakt um 16 Uhr fuhren wir bei Black Swan Island in das flachste Gebiet der Narrows ein, hier wartete auch schon ein anderer Katamaran der sich, als wir ihn passierten hinter uns hängte. Damit wir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel hatten, fuhr ich genau auf dem empfohlenen eingezeichneten Weg in der Karte. Chris gab mir dabei laufend die Tiefe unter dem Kiel durch, hochkonzentriert navigierte ich die Que Mas über die flachste Stelle, dem berühmt berüchtigten Cattle Crossing, genau an dieser Stelle stieg plötzlich die Logge aus und konnte sich erst wieder bei einer Tiefe von über 2 Meter einfangen, nach etwa einer Stunde hatten wir den flachsten Teil der Narrows hinter uns und konnten, weil es auch bald dunkel wurde, entspannt ein Ankerplätzchen zwischen den Mangroven in einem Seitenkanal des Hauptwasserweges suchen. Kurz vor sechs Uhr in der Dämmerung ließen wir den Anker im Flußlauf auf 7 Meter fallen. Geschafft, zur Belohnung kochte ich Chris und mir ein köstliches Spaghetti Pesto an Parmesan. Die Nacht in dem Mangrovenflußlauf war komplett ruhig und idyllisch, als ich am nächsten Morgen schöne Aufnahmen mit meiner Drohne machen wollte, überfielen mich an Deck hunderte von Sandfliegen, damit ich nicht komplett zerstochen wurde musste ich die Drohne nach zwei Fotos sofort wieder landen und mich schleunigst in die Que Mas zurückziehen. Der Ankerplatz hätte wunderschön sein können, wenn nur nicht diese penetranten Sandfliegen da gewesen wären.



