Es geht Stück für Stück voran

Schon wieder ist eine Woche vorbei gerauscht und so peu à peu kommen wir mit unseren Arbeiten an der Que Mas weiter. Eigentlich wollten wir am Anfang der Woche mit der Montage des Großsegels anfangen, doch daraus wurde wegen des verregnetem Montag nichts. Stattdessen entschieden wir uns nach Sydney zu fahren, wo Chris ein Date hatte und ich beim Apple Store die schlappe Batterie meines iPad austauschen lassen wollte, doch da die Accubatterie meines iPad’s noch eine Kapazität von 80 % hatte und Apple erst ein Austausch bei der Kapazität von 79 % vornimmt, musste ich ohne einen frischen Accu wieder abtrotten. Inzwischen haben wir mit der Montage des Großsegels angefangen, da es total windstill für die Arbeiten an dem Großsegel sein muss, konnten wir das Großsegel nicht komplett fertig bekommen und müssen auf eine Wetterphase mit einer Flaute warten. Es gab aber noch genügend andere Dinge an der Que Mas zu tun. Die Propeller der Saildrives mussten unter Wasser von Chris gereinigt werden und der neu gekaufte Vulcan-Anker mit einem gebogenen Ankerwirbel von Osculati an die Ankerkette angebracht werden. Außerdem musste an der Ankerwinsch eine neue Erregerspule für den Kettenzähler eingebaut werden. Gemeinsam montierten wir das Biminigestell über dem Steuerstand, welches ich anschließend mit der ausgebesserten Persenning überspannte. Leider wurden die Außenarbeiten an dem Katamaran ständig durch stärkere Regengüsse unterbrochen, sodass wir in dieser Zeit nur mit den Arbeiten im Schiff weitermachen konnten. Damit das Navigationssystem von Raymarine wieder einwandfrei funktionierte, musste der alte GPS Positionsgeber gegen einen aktuellen GPS-Geber ausgetauscht werden. Als wir den neuen Geber im Navigationssystem testen wollten, funktionierte der GPS-Geber nicht und auf der Karte des Multifunktionsdisplays wurde keine Schiffsposition angezeigt. Nach einigem probieren und umstecken der Anschlüsse am Seetalk-Bus des Raymarinesystems, stellte sich heraus, dass der neue GPS-Geber nicht an die gleiche Steckverbindung des alten GPS-Gebers am Seatalk-Bus angeschlossen werden durfte. Nach dem umstecken in die richtige Steckverbindung funktionierte das Navigationssystem wieder einwandfrei. Da das Display an dem Multifunktionsdisplay am Navigationstisch Blindflecken bekam und dadurch einige Stellen nicht mehr gut abzulesen waren, hatte ich mir das gleiche Gerät in Deutschland günstig geschossen und tauschte es jetzt aus. Beim Probelauf des neu eingebauten Multifunktionsdisplays konnte man zwar eine exakte Schiffsposition bekommen, doch die AIS-Funktion funktionierte nicht mehr, zuerst vermutete ich eine falsche Einstellung des Plotters und versuchte die AIS-Kartenebene über das Systemmenü zu aktivieren, doch als ich alle Einstellmöglichkeiten im Systemmenü ausgeschöpft hatte und noch immer keine AIS-Symbole zu sehen waren, wußte ich erstmal keinen Rat mehr. Doch dann fiel mir ein, dass ich vor einigen Jahren ein ähnliches Problem hatte und der Grund ein nicht aktualisiertes System war, vielleicht lief ja auf dem gebraucht erworbenen Multifunktionsdisplay auch noch eine alte Systemversion. Tatsächlich war genau das der Grund für das AIS-Problem, nach dem Update auf die aktuellste Version lief wieder alles wie geschmiert und ich konnte einen schwierigen Punkt von meiner to Do Liste abhaken. Doch es gab noch genug weitere Punkte die ich zusammen mit Chris abarbeiten muss. Am Wochenende hatten wir zur Abwechslung mal netten Damenbesuch von Doreen, einer Freundin von Christian, wir hatten viel Spaß zusammen auf der Que Mas, als wir Doreen am Abend wieder mit dem Dinghy zurück zum Bus bringen wollten, riss ausgerechnet die Anreißleine des kleinen Außenboardmotors, zum Glück waren im OC-Tender gute Ruder verstaut, so konnte Chris uns über den Teich nach Church Point rudern und Doreen, zwar eine halbe Stunde verspätet, noch zum Bus bringen. Bei der Ruderfahrt zurück zur Que Mas wurden wir leider vom Regen wieder etwas durchnässt. Montags bin ich mit Chris in die Innenstadt von Sydney gefahren, wo wir die Segelfreunde Brigitte und Hans-Jörg getroffen hatten um mit Ihnen das Festival „Vivid Sydney” mit Lichtinstallationen, Drohnenshow und Musik am Abend in Sydney zu erleben. Am heutigen Mittwoch hatte ich für mein beantragtes australisches Visitorvisa eine medizinische Untersuchung und wie immer bei ärztlichen Untersuchungungen stieg mein Blutdruck mal wieder auf einen systolischen Blutdruckwert von über 200, was direkt Alarm bei den Ärzten auslöste. Mir wurde empfohlen mich auf jeden Fall wegen meines hohen Blutdrucks ärztlich untersuchen zu lassen. Jetzt muss man mal abwarten ob die australische Einwanderungsbehörde mein Visa in den nächsten Wochen genehmigt. Ob das geklappt hat, werdet ihr dann in einem meiner nächsten Berichte erfahren.

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