Törn Darwin – Lombok 3. Tag

Ja von wegen vielleicht kommt Wind, den kompletten Donnerstag liefen immer abwechselnd die Motoren. Das einzig Positive an dieser Windstille ist das fast spiegelglatte Meer. Mitten auf der Timorsee tuckerten wir so vor uns hin. Das Einzige wo man ein bisschen aufpassen musste waren in der Nacht die Fischer, die meisten kein AIS haben und nur durch ihr Licht zu erkennen sind. In der Timor See führte unser Kurs genau über die Sahul Banks, in der es unzählige Untiefen gibt, bei schwierigem Wetter können hier die Wellen schnell unangenehm werden, doch da es sehr ruhig ist und die Que Mas einen geringen Tiefgang hat, war für uns die Überfahrt über die Sahul Banks kein Problem. Zum Abendessen kochte Chris wieder mal einer seiner Delikatessen, diesmal gab es gebratene Kochbananen auf Tomatensauce, einem Hauch von Crème fraîche und Reis. Wenn das so weitergeht werde ich hier auf dem Törn noch richtig fett ;-). Mittlerweile liegen inzwischen zwischen Darwin und uns über 300 sm, aber bis wir die ersten Inseln Indonesiens erreichen haben wir noch gut 200 sm vor der Brust. Und noch immer ist weit und breit kein Wind zu sehen, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag begegnete uns nur ein einzelnes, gut beleuchtetes Fischerboot. Bei meiner morgendlichen Wache war es dann soweit, ein Hauch eines Windzugs machte sich bemerkbar, als der Wind dann endlich die 10 kn-Marke übersprang, setzte ich das Groß und den Code Zero, so konnten wir wenigstens ein bisschen Motorsegeln. Allmählich näherten wir uns der südlichsten Insel Indonesiens, Roti Island die wir allerdings wegen Wind und Strömung weiter südlich auf dem Weg nach Lombok umfahren werden.

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