Lady Musgrave die Vogelinsel

Das Wetter sah am Dienstagmorgen für eine Abfahrt durch die Hervey Bay in Richtung Bundaberg sehr gut aus, vor allem hatten wir um 7 Uhr in der Great Sandy Straits Marina fast keinen Wind und ich konnte deshalb ohne Probleme die Que Mas aus der Liegeplatzbox manövrieren. Nach der Ausfahrt von der Marina passierten wir an Backbord den langen Jetty von Daman Point, fuhren aus der Great Sandy Straits und setzten kurz nach der Einfahrt in die riesige Hervey Bay die Segel. Durch das vorliegende Fraser Island waren wir vor stärkerem Schwell geschützt, um 15 Uhr erreichten wir die Einfahrt in den Burnett River und ankerten gegen 16 Uhr im Fluß bei Bundaberg. Da Chris aus nostalgischen Gründen, er war vor 3 Jahren schon mal hier, dem verschlafenen Örtchen Burnett Heads einen Besuch abstatten wollte, gingen wir mit dem Dinghy an Land und und begegneten bei der Wanderung über die Landstraßen nach Burnett Heads mehreren Kängurus. In Burnett Heads angekommen, erinnerte sich Chris an ein gutes Restaurant, wo wir lecker zu Abend aßen. Damit wir nicht die lange Fußstrecke im Dunkeln zurück laufen mussten, ging es mit einem Uber zurück zum Boot. Am nächsten Tag mussten wir wieder mal früh starten, schließlich lagen zwischen uns und unserem nächsten Ziel Lady Musgrave Island über 60 sm. Leider war dieser Törn anders als wir uns das vorgestellt hatten. Nach der Ausfahrt aus dem Burnett River, hatten wir bei dem Kurs auf Lady Musgrave so eine Kreuzsee, dass wir nach kurzer Zeit das gesetzte Großsegel wieder in den Lazybag verschwinden ließen, weil der Baum bei den großen Wellen nur noch hin und her schlug. Ohne das Großsegel ging es jetzt mit der ausgestellten Genua und der zusätzlichen Hilfe des Steuerbordmotor weiter. Die Segelei zur Lady Musgrave Lagoon war kein Geschenk, wir wurden zusammen mit der Que Mas ordentlich durchgeschüttelt, nach 50 sm konnte man die die kleine Koralleninsel am Horizont schon ausmachen, die übrigens zusammen mit der Insel Lady Eliott zum südlichsten Teil des Great Barrier Reef gehört. Gegen 16:15 Uhr passierten wir die enge Riffpassage der Lady Musgrave Lagoon und machten den Katamaran direkt vor der Koralleninsel an eine öffentliche Boje fest. Hier bei Lady Musgrave wehte uns der Wind ganz schön um die Ohren aber zum Glück spürten wir von den hohen Wellen innerhalb des Riffs wenig. Da ab der Küste über Fraser Island die Gefahr bestand im Magen eines Krokodils zu landen, packten wir am nächsten Morgen die Gelegenheit beim Schopfe um hier in der Lady Musgrave Lagoon, das Unterwasserschiff von den restlichen Muscheln, die Chris noch nicht abkratzen konnte, zu säubern. Mit meiner Tauchausrüstung konnte ich in aller Ruhe die beiden Kiele und Ruder der Que Mas unter Wasser reinigen, bis zum Mittag war das Unterwasserschiff wieder so glatt wie ein Kinderpopo. Nach dieser Reinigungsaktion füllte ich mit dem Tauchkompressor meine beiden Tauchflaschen für die nächsten Tauchgänge wieder auf, bevor ich zusammen mit Chris am Nachmittag mit dem Dinghy an der Lady Musgrave Insel anlandete. Hier auf der bewaldeten Insel wimmelte es nur so von Seevögeln, neben dem Weißkopf Noodi, der Rußseeschwalbe und dem Keilschwanz-Sturmtaucher, gab es noch die Riffreiher, verschiedene Uferschnepfenarten und und und… das reinste Paradies für einen Ornithologen. Nach der Erkundung der 0,275 Quadratkilometer kleinen Insel fuhren wir kurz vor der Dämmerung gegen Wind und Welle mit dem OC-Tender zurück zum Kat. Für Freitag war dann die Weiterfahrt zurück zur Küste geplant.

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