Melbourne – Die Stadt der Superlative

Am Donnerstagmorgen machte ich mich auf die bis jetzt längste Fahrstrecke nach Melbourne auf. Von dem Caravanplatz musste ich erstmal einige Zeit auf Landstraßen fahren bevor ich wieder auf der A1 war. Danach kam ich zügig voran und musste unterwegs nur eine Tankpause einlegen. Ich hatte mir über die App Wiki Camps einen Caravanpark in Melbourne ganz in der Nähe des Stadtzentrums ausgesucht und auch schon für 2 Tage vorgebucht. Doch als ich nach der sechsstündigen Fahrt an der Adresse ankam, landete ich in einem abgelegenem Wohngebiet und konnte den Caravanpark selbst nach verzweifelter Suche einfach nicht finden. Nachdem ich mehrere Locals gefragt hatte, ob hier in der Nähe ein Campingplatz wäre, stellte sich heraus, dass mein gesuchter Caravanplatz in Darwin ganz im Norden von Australien, also über 1700 km entfernt lag. Wiki Camps hatte diesen Platz völlig falsch in ihrer App platziert. Doch ich hatte Glück, im BIG 4 Melbourne Holiday Park, nur 15 km von der City entfernt, hatten Sie für 40 € pro Tag noch ein Plätzchen für mich, nicht gerade ein Schnäppchen. Na ja egal, ich war ja froh noch einen Platz bekommen zu haben, jedenfalls fuhr ich am nächsten Morgen, wir hatten Freitag den 13. März, die 15 km zur Stadtcity. Nach eineinhalb Stunden stand ich mitten in Melbourne und wusste vor lauter Menschengewimmel nicht wo ich hier mit dem Sightseeing anfangen sollte. Da fiel mir mein Freund Tommy aus Neuseeland ein, der total von dieser Stadt begeistert und schon oft in Melbourne war. Nachdem ich Ihn an der Strippe hatte, delegierte er mich erstmal zur Nationalbibliothek von Victoria, ein absolutes beeindruckendes Gebäude, sowohl von außen als auch von innen. Danach ging ich in das Melbourne Central, einem riesigen Einkaufszentrum mit 276 Geschäften, so groß hatte ich noch nie zuvor ein Einkaufszentrum gesehen. Das architektonische Highlight dieses Komplexes der Superlative, war eine riesige Glaskuppel in dem den alten Munitionstower von 1889 integriert hatte. Dieses Einkaufszentrum im Herzen von Melbourne ist ein zentraler Treffpunkt und einer der meist frequentierten Orte Melbournes. Das alte Bahnhofsgebäude an der Flindersstreet war die nächste Sehenswürdigkeit die ich ansteuerte, von dort aus schlenderte ich weiter zu dem riesigen Sportkomplex „Melbourne Park” der unmittelbar am Yarra River gelegen ist, ein weiteres Superlativ, dass weltweit durch die Australien Open bekannt geworden ist. Vom Melbourne Park, ging es entlang des Yarra Rivers zur Soutbank Promenade die am Ufer des Yarra Rivers Restaurants, Bars, Straßenkünstler und den Blick auf die Skyline von Melbourne bietet. Auf der Southbank Promenade gönnte ich mir zur Entspannung von meiner Sightseeingtour ein kühles Blondes 🍺. Da wir inzwischen schon späten Nachmittag hatten und ich bei Tageslicht noch den Caravanplatz erreichen wollte, schwang ich mich auf mein Rad und radelte zurück, um 19 Uhr kam ich dort an und freute mich auf mein Bett. Als ich im Jahr 2016 mit dem Hockeyteam Masters 60 in Newcastle bei einem Turnier in Newcastle war, hatte ich mir Stiefel von Rossi gekauft, womit ich so zufrieden war, dass ich diese mir noch einmal kaufen wollte. Genau das machte ich am nächsten Morgen und wurde in einer Einkaufsmall im Stadtteil Essendon fündig. Danach wurde der Van in Citynähe geparkt und es ging mit dem Rad noch einmal ins Citycenter von Melbourne. Vom Lokal Ponyfish Island, was mitten unter einer Brücke im Yarra River platziert ist machte ich noch sehenswerte Aufnahmen von Melbournes Skyline. Und aß noch in einem Thairestaurant auf der Swanson Streetzu Mittag bevor ich über den Carlton Gardens zum Camper mit dem Rad fuhr und die 80 km weiter bis nach Geelong durchstartete von wo aus mich und den Campervan am morgigen Sonntag den 15. März die Fähre nach Tasmanien bringt. Aber vorher musste ich hier erstmal einen Campingplatz für die Übernachtung finden und konnte mir auf dem Geelong Showground einen Stehplatz sichern. Bevor es am Sonntag auf die Fähre ging, besuchte ich in Gellon noch das Geschichtsmuseum der australischen Wollindustrie, wo man alles vom Schaf bis zur Fertigung der Wolle erkunden konnte, sogar eine riesig alte Teppichwebmaschine mit Lochkarten war zu sehen. Nach dem Museumsbesuch wurde es Zeit zum Fährterminal zu fahren und mich vom Festland Australiens zu verabschieden. Auf geht’s nach Tasmanien!

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