Mona Kunstmuseum und Bruny Island

Als ich den letzten Eintrag gegen Mittag online gestellt hatte und der Regen sich verzogen hatte, musste ich nochmal raus aus der Kiste (Campervan) an die frische Luft. Dafür war die 8 km Fahrt mit dem Rad von Glenorchy in die Innenstadt von Hobart genau das Richtige. Für den nächsten Tag war dann ein Megaprogramm angesagt, den kompletten Vormittag verbrachte ich im Mount Field Nationalpark auf dem Three Falls Track, hier konnte man bei einem schönen Spaziergang durch einen traumhaften Regenwald hintereinander drei Wasserfälle und auch noch in einem Bereich des Regenwaldes riesige Bäume bestaunen. Die lange Anfahrt von 55 km hatte sich also doch gelohnt. Jetzt musste ich aber diese 55 km zurück nach Hobart fahren weil mein nächster Programmpunkt das Tasmanian Museum und Art Gallery war, hier konnte man die Natur- und Kulturgeschichte Tasmaniens als physische Zeugnisse bestaunen. Besonders interessant war, dass es einen tasmanischen Tiger gab, der leider ausgerottet worden ist und nur noch ausgestopft zu sehen war. 😢 Nach soviel Kulturellem kaufte ich mir in der Einkaufspassage ein paar Einlegesohlen für meine Wanderschuhe und noch einige Lebensmittel, bevor es am heutigen Tag zu dem letzten Programmpunkt, dem Mount Wellington raufging. Der Mount Wellington erhebt sich 1270 m über die Hauptstadt Tasmaniens und bietet einen sagenhaften Weitblick über den südlichen Teils Tasmaniens. Von hier aus konnte man gut die Halbinsel Port Arthur und die Insel Bruny Island, das übrigens morgen mein Ziel sein wird, überblicken. Nach diesem traumhaften Ausblick endete der Tag und die Planung für den Nächsten lief schon wieder auf Hochtouren. Als Erstes ging es am nächsten Morgen ins über die Grenzen Tasmaniens hinaus, bekannte Mona Kunstmuseum, hier wird in einem sehr ausgefallenem architektonischen Gebäude über mehrere Tiefgeschosse moderne und zeitgenössische Kunst von dem Privatsammler David Walsh ausgestellt. Die Architektur und wie die Kunst offeriert wurde war sehr beeindruckend, jedoch konnte man über einige Ausstellungsstücke geteilter Meinung sein. Nach zwei Stunden Museum hatte ich genug gesehen und konnte nun weiter zum Fähranleger nach Kettering fahren um nach Bruny Island überzusetzen. So gegen 15 Uhr schlug ich auf dem Nordteil der Insel auf und machte mich direkt zu der Käserei und Brauerei Bruny Island Cheese & Beer auf, wo ich mir einen Käse kaufte und ein Biertasting mit vier kleinen Kaltschalen gönnte. Schon von Hobart aus hatte ich hier auf Empfehlung von Emily und Rich (siehe diesen Bericht) ein Hipcamp auf dem Südteil der Insel direkt an der Adventure Bay vorgebucht, wo es nun weiter hin ging. Hier wollte ich eigentlich nur eine Nacht bleiben, doch der Stellplatz für meinen Van war so schön, dass ich noch einen Tag länger dort blieb. Dieses Hipcamp war ein Privatgrundstück mit einem Teich und ähnlich einem Park angelegtem Garten. Ich stand dort ganz allein mit meinem Camper auf einer großen gepflegten Grasfläche. Nach der ersten kälteren Nacht, ohne die Penntüte hätte ich ganz schön gefroren, machte ich mich auf zu dem nur 4 km entfernten Bruny Nationalpark und wanderte dort den mittelschweren Fluted Cape Walk, von den 270 m hohen Jurassic dolerite Klippen hatte man einen spektakulären Ausblick. Auf der Rückfahrt mit dem Rad hatte ich das Glück ein seltenes weißes Wallaby vor die Linse zu bekommen. Am Nachmittag schwang ich mich dann vom Fahrrad ins Auto und düste zum Cape Bruny Lighthouse, erbaut 1836 und damit nach dem 1818 erbauten Macquarie Lighthouse in Sydney, der zweitälteste Leuchtturm Australiens. Von dem Leuchtturm am Cape Bruny fuhr ich schnurstracks zum südlichsten Strand von Bruny Island dem Cloudy Beach um diesen auch noch zu sehen. Mit nicht mehr viel Sprit erreichte ich gerade noch so vor Feierabend die Tankstelle an der Adventure Bay, bevor es zurück auf den idyllischen Stellplatz von Kathrin und Alex, mit denen ich mich gut verstanden hatte, ging, Am letzten Tag auf Bruny Island besuchte ich noch das Bligh Museum und fuhr am Aussichtspunkt the Neck vorbei, wo die Aussicht an diesem regnerischen Tag zu wünschen übrig ließ, danach ging es mit der Fähre von Kettering wieder auf’s tasmanische Festland zurück. Nach der Versorgung von einigen Lebensmitteln in Hobart und einer gepflegten Scout-Kaltschale (dunkles Bier) in Hobart, gab es eine zweistündige Fahrt bis nach Swansea, wo ich auf der Fahrt zum Frecynet Nationalpark im Swansea Holiday Park einen Zwischenübernachtung einlegte.

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