Zurück in Pittwater mit neuer Crew

Schon um 7:20 Uhr landete die Maschine aus Neuseeland in Sydney, mit Zug und Bus fuhr ich vom Flughafen bis kurz vor Pittwater wo mich mein neues Crewmitglied Chris an der Bushaltestelle „Mona Vale” in Empfang nahm. Gemeinsam fuhren wir dann weiter nach Churchpoint, von wo aus uns der Shuttleservice meines Mooringsvermieters in die Elvina Bay auf die Que Mas übersetzte. So, jetzt konnte es los gehen, zuerst musste aber die Que Mas für ihre nächsten Abenteuer von uns wieder segelfertig gemacht werden. Als Erstes packten wir unsere Koffer aus und Chris richtete sich in seiner Kabine ein. Danach kauften wir schonmal für die nächsten Tage Lebensmittel ein und Abends kochte Chris uns ein wohlschmeckendes Wok-Gericht. Beim anschließenden Abwasch ging uns dann leider das Brauchwasser aus, beide 300 Liter Wassertanks waren bis auf den letzten Tropfen leer, der Grund für unser Wasserknappheit war ein defekter Wassermacher der unbedingt repariert werden musste. Nach Essen und Abwasch dauerte es nicht lange bis wir in unsere Kojen verschwanden. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde nicht lange gefackelt und wir fingen direkt mit den Arbeiten an, todesmutig stürzte sich Chris mit seinem neuen Wetsuite ins Wasser um nach dem Wassereinlass des Wassermachers zu sehen und die Propeller von der Austernzucht zu säubern. Währenddessen zeichnete ich die Pläne für die Dinghypolster an den Davits. Nach Mittag versuchten wir der Ursache des defekten Wassermachers auf die Spur zu kommen, nach langem hin und her kamen wir endlich dem Fehler auf die Spur, es war ein defekter Schalter der durch Korrosion an seinen Schaltkontakten einen Spannungsabfall von 8 Volt verursachte und so der Ansaugpumpe des Wassermachers nicht mehr die benötigten 12 Volt für die einwandfreie Funktion zur Verfügung stellte. Nach der Behebung diesen Fehlers, produzierte der Wassermacher am Ende des Tages dann doch noch ein bisschen Wasser in die Tanks. Doch so ganz zufrieden war ich mit der Literzahl die der Wassermacher in der Stunde erzeugte noch nicht, da müssen wir Morgen noch einmal ran. Am Mittwoch gingen am Vormittag erstmal einige Stunden für den Einkauf von Schrauben und Arbeitsmaterial in Mona Vale drauf, bevor wir uns Nachmittags nochmals mit dem Wassermacher beschäftigen konnten. Nach dem Tausch der Vorfilter für das angesaugte Salzwasser und dem Einbau einer neuen Hochdruckpumpe funktionierte der Wassermacher endlich einwandfrei und spülte wieder fast 80 Liter Frischwasser in einer Stunde in die Tanks. Den Donnerstag waren wir um 10 Uhr in Newport mit dem Polsterer verabredet um die Aufpolsterung für den Dinghyschutz an den Davits zu besprechen, schnell stellte sich heraus, dass die Anfertigung dieser Davitspolster mein Budget bei weitem übersteigt und ich mir eine andere Lösung für den Schutz des OC-Tenders mir einfallen lassen muss. Von dem Polsterer fuhren wir mit dem Bus weiter nach Dee Why, wo wir in einem Waschsalon unser dreckige Wäsche waschen ließen und gleichzeitig eine gute Freundin von Chris trafen. Zusammen mit Andrea gingen wir in ein französischen Café und später zeigte uns Andrea noch den Strand von Dee Why, bevor Sie sich von uns verabschiedete. Nachdem wir unsere gesäuberte Wäsche von dem Waschsalon abgeholt hatten, besorgten wir uns auf dem Rückweg nach Newport schnell noch Schrauben und einige Lebensmittel. Auf dem Rückweg von Newport zur Elvina Bay machten wir noch einen Halt bei befreundeten Seglern die ihren Katamaran „Maria Noa” in Pittwater zum Verkauf stehen hatten. Bevor es dunkel wurde, machten wir uns bei strömenden Regen auf zur Elvina Bay wo wir klatschnass wie die begossenen Pudel die Que Mas erreichten und uns erstmal trockenlegen mussten. Chris zauberte uns dann noch ein schnelles Abendmahl. Nach dem Essen war ich so müde, dass ich nach dem abspülen des Geschirrs zügig in meiner Kabine verschwand. Am nächsten Tag ging es mit den Arbeiten am Boot weiter, Chris schnitzte kleine Fenderbretter für die Polsterung des Dinghys an den Davits zurecht und polierte den Edelstahl des Biminigestells. Ich versuchte einen DC-DC Wandler für den Starlinkrouter zu installieren, doch leider kam bei dem Router nicht genügend Power an um richtig zu funktionieren. Ich hatte nicht bedacht dass bei einer langen Zuleitung mit zu kleinem Querschnitt der Kabel, der Leistungsverlust zu hoch wird um den 5 Ampere Gleichstromwandler die nötige Power zur Verfügung zu stellen. Ich musste also schauen wo man die 12 Volt in der Nähe des Gleichstromwandlers anzapfen konnte, um mit einem kurzen Kabel den Leistungsverlust zu minimieren, an den dicken Plus-und Minuskabel welches zur Ankerwinsch führt, wurde ich fündig. Weil mir für die korrekte Installation noch Kabelschuhe und ein Sicherungshalter fehlten, musste ich die endgültige Installation des Gleichstromwandlers auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Mittlerweile hatten wir schon wieder Wochenende, den kompletten Samstagmorgen verbrachten wir mit dem Austausch einiger Lazybagleinen und fingen mit der Montage des Lazybags an dem Großbaum an. Mittags fuhr ich mit Chris mit dem Bus nach Mona Vale um noch einige Dinge zu besorgen. Am frühen Nachmittag ging es mit der Lazybagmontage und der Schmierung des Lümmelbeschlags (Gelenk zwischen Mast und Baum) weiter. Diesmal gab es zum Abendessen leckere Würstchen mit Nudeln und Blumenkohlgemüse. Wir hatten am Lazybag noch einige Stellen gefunden die nachgenäht werden mussten, während am Sonntag Christian mit akribischen Näharbeiten den Lazybag weiter perfektionierte, kümmerte ich mich um die endgültige Installation des DC-DC Wandlers für den Starlinkrouter und kümmerte mich danach um die Mikrowelle die plötzlich ihren Geist aufgegeben hatte, es sah so aus, als wäre auf der Steuerplatine der Mikrowelle ein Integrierter Schaltkreis mit einem Widerstand abgeraucht,diese beiden defekten Teile musste ich auslösen und neu besorgen. Man gönnt sich ja sonst nichts!

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