- Geschafft! Top Mt. Amos
- Kajak-Tour mit Valentina
- Blick von Devils Corner
- Roter Fels in „Bay of Fires”
Von dem Caravanpark in Swansae brach ich am Sonntagmorgen, es war der 29. März, nach Frecynet auf und wollte um 11 Uhr auf meinen zuvor reservierten Stellplatz im BIG 4 Iluka Holidaypark, doch die Dame an der Rezeption wies mich darauf hin, dass man erst ab 12 Uhr einchecken könnte. Also genehmigte ich mir erstmal einen Cappuccino mit einem frischen Croissant um die Zeit bis Zwölf zu überbrücken. Punkt Zwölf checkte ich dann ein, stellte den Camper ab und schwang mich auf’s Rad um zum Frecynet Nationalpark Visitorcenter zu kommen. Das Visitorcenter und alle Walks des Nationalparks waren von dem Caravanplatz sehr gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Es gab sogar einen sehr guten Track, der sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer geeignet war und bis zum Carpark führte, von wo man über den Wineglassbay Track zum Lookout über viele Treppenstufen steigen konnte, aber dazu später mehr. Ich nahm mir zuerst mal den steilen Klettertrail zum Mount Amos vor, der es tatsächlich in sich hatte! Das war bis dato der schwierigste Trekking Pfad den ich gegangen bin, immerhin Grade 4, es fing alles harmlos an, doch dann musste man über rutschigen Felsgranit den Gipfel vom Mount Amos erklimmen. Mein tatsächliches Problem begann beim Abstieg, weil meine Schuhe keine griffsicheren Sohlen haben, rutschte ich auf dem glatten Granitfelsen immer wieder ab und musste höllisch aufpassen, dass ich mir nicht die Knochen brach oder Schlimmeres passierte. Als ich nach drei Stunden wieder heile unten ankam, war ich echt happy, da erst 17 Uhr am Nachmittag war, hatte ich mir so gedacht, noch mal eben mit dem Rad den Wineglass Bay Circuit zum Lookout abzuradeln, aber das war ein großer Irrtum, denn zu dem Lookout ging es steil und viele Stufen hoch, anfangs hatte ich das Rad noch die Stufen herauf getragen, doch als die Treppen kein Ende nahmen, hatte ich das Rad einfach abgestellt und bin zu Fuß bis zum Lookout aufgestiegen. Danach musste ich das Rad die ganzen Stufen wieder heruntertragen und anschließend noch die 6 km bis zum Caravanpark strampeln. Nach diesem anstrengenden Tag wollte ich nur noch in meine Pofe. Weil ich so kaputt war, hatte ich mich vor dem schlafengehen nicht mehr geduscht und fühlte mich verschwitzt wie ich war in der Penntüte so unwohl, dass ich mitten in der Nacht aufwachte und um drei Uhr noch duschen ging. Am Morgen wollte ich zur Sleepy Bay und dem Cape Tourville Lighthouse, natürlich wieder mit dem Drahtesel. wenn ich gewusst hätte wie steil die Straße zum Cape Tourville Lighthouse ist, hätte ich höchstwahrscheinlich den Van bevorzugt, die Straße stieg teilweise so stark an, dass ich bei einigen Passagen absteigen und schieben musste. Da ich um 16 Uhr eine Kajaktour in der Coles Bay gebucht hatte, befürchtete ich nicht mehr rechtzeitig für die Kajaktour zurück zu sein, doch zurück konnte ich die Cape Tourville Road meistens hinunter fahren und war schneller als gedacht und rechtzeitig an der Coles Bay, wo Valentina, die heute die Kajaktruppe betreute, mit den anderen Teilnehmern schon auf mich warteten. Da ich alleine war, durfte ich zusammen mit Valentina, übrigens eine Chilenin, im Doppelkajak paddeln. Zwischendurch gingen wir in der Honeymoon Bay an den Strand und bekamen von Valentina Kaffee und Kekse seviert. Auf dem Rückweg stoppten wir nochmal mitten in der Coles Bay und genossen den Sundowner. Nach der Tour half ich Valentina noch eben dabei die Kajaks auf den Kajaktrailer zu laden, bevor ich mich von Ihr verabschiedete und zum Campervanstellplatz zurück fuhr. Im Camper stellte ich mir für fünf Uhr früh den Wecker, weil im Ersten das Länderspiel Deutschland gegen Ghana sehen wollte. Nach dem Spiel füllte ich Trinkwasser im Van nach und verließ gegen 9 Uhr den Iluka Holidaypark. Mein nächstes Ziel war Friendly Beaches und danach das Weingut Devils Corner, wo ich bei schönstem Sommerwetter auf der Terrasse die tolle Aussicht mit einem halben Dutzend Austern und einem Chardonnay genoss. Nach diesem gelungenem Tagesbeginn fuhr ich über Bicheno zur Bay of Fires, man könnte denken die Bezeichnung Bay of Fires käme von dem orangefarbenen Flechtenbewuchs auf den dortigen Granitfelsen, doch weit gefehlt, der Name entstand 1773 als der britische Kapitän Tobias Furneaux entlang der Küste die vielen Feuer von den Aboriginal sah. Da ich für die Übernachtung in dem hiesigen Caravanpark keinen Stellplatz mehr vorbuchen konnte, fuhr ich von der Bay of Fires zu dem Freecamping „Swimcart Beach Road Camping Ground” und fand für den Van einen schönen Abstellplatz unter Bäumen. Die morgige Übernachtung ist dann aber auf dem Tasman Holidaypark vorreserviert.



