Von Whangarei bis Cape Reinga

Endlich, meine Campervanreise beginnt! 🤗 Nach dem Start in Whangarei fuhr ich ziemlich schnell von der Hauptstraße SH1 in eine Nebenstraße, die nach einigen Kilometern entlang der Küstenlinie verläuft. Mein erster Halt war an der Helena Bay, eine weitläufige Bucht an der ich direkt meine Drohne aufsteigen ließ und die Bucht vom Meer aus fotografierte. Weiter ging es die Küste entlang in Richtung der Halbinsel Russel, in Russel angekommen, fing es tierisch an zu schütten. Da ich letztes Jahr schon mal Russel besucht hatte, setzte ich mich mit dem Campervan in Richtung Fähre in Bewegung, doch es regnete so heftig, dass in kürzester Zeit die Scheiben des Campervan von innen so stark beschlugen, das ich anhalten musste um die Fenster von innen trocken zu wischen, doch das hatte nicht viel Zweck, die Scheiben beschlugen direkt wieder. Zum Glück waren es nur noch 4 km bis zum Fähranleger, was ich dann gerade noch so schaffte. Mit der Fähre in Opua angekommen ging es weiter in Richtung Pahia, wo der Sitz der Firma meines frisch bestellten OC Tenders war, wenn ich schon mal in der Nähe war, musste ich natürlich dort vorbei schauen. Als ich dort um kurz vor 16 Uhr ankam, waren schon alle Mitarbeiter der Firma in Feierabend, nur Russel, der Chef vom Ganzen, bereitete ein Oberdeck für einen OC-Tender vor. Wir kamen auf Anhieb gut miteinander klar, er zeigte mir den kompletten Produktionsprozess eines OC-Tenders, alles handmade. Jetzt war mir auch klar wie der hohe Preis zustande kommt, bei der ganzen Arbeit. So ganz nebenbei fragte ich Russel ob er einen guten Camperpark in der Nähe wüsste. Prompt schlug er mir vor, dass ich auf dem Parkplatz seiner Firma übernachten könnte, es wären auch ein Waschraum mit Toilette und Dusche vorhanden. Was will man mehr, dankend nahm ich sein Angebot an und so verbrachte ich die erste Nacht im Campervan auf dem Gelände der Firma OC-Tender. Am nächsten Morgen kamen schon die ersten Mitarbeiter von Oc-Tender um 6:30 Uhr zur Arbeit. Bevor ich vom Gelände von OC-Tender fuhr, wartete ich natürlich auf den Chef, um mich von Russel zu verabschieden und für alles zu bedanken. Mein nächstes Ziel war Kerikeri, hier wurden um 1821 bis 1835 die ersten Steingebäude von Missionaren errichtet, heute zählen diese zu den ältesten Gebäuden von Neuseeland. Dazu zählen das Missionarsgebäude, das Kemp Haus und mit dem Stone Store sogar das älteste Steinhaus. Außerdem wurde in Kerikeri im 19 Jahrhundert die St. James Kirche errichtet, also ein geschichtsträchtiger Ort. Von der Vergangenheit ging es nun in die Gegenwart, hier in Kerikeri kaufte ich mir im Baumarkt einen soliden Klapptisch für den Campervan. Nachdem ich den Klapptisch hinter dem Fahrersitz gut verstaut hatte, ging es wieder an die Küste zur Matauri Bay und dem Rainbow Warrior Denkmal, das an den Untergang des Greenpeaceschiffs am 10.07.1985 erinnert. Mittlerweile hatten wir schon wieder 16 Uhr, so langsam musste ich mir Gedanken um die nächste Übenachtungsmöglichkeit machen. In meinem Reisführer wurde mir der Wohnmobilstellplatz Mangonui Lions Park empfohlen der von der Matauri Bay noch ca. 20 km entfernt war und direkt an der Doubtless Bay lag. Hier traf ich das deutsche Pärchen Johanna und Timo, die eine 6 wöchige Neusselandreise mit einem Mietcamper machten, davor hatten Sie schon jeweils eine sechswöchige Camperreise durchThailand und Australien hinter sich gebracht, nicht schlecht die Jugend von heute! Nach einer relativ ruhigen Nacht, nur ein Hahn krähte mich am Morgen wach, fuhr ich zum frühstücken in das idyllische Örtchen Mangonui, nach einem Café Macciato und einem Croissant, machte ich mich dann auf den Weg zum Cape Karikari, eigentlich wollte ich ja zum Cape fahren, doch 3 km vor dem Cape musste ich wegen einer Privatstraße dorthin stoppen und fuhr dafür über eine Schotterstraße in die naheliegende Matai Bay, da die Mittagssonne schön warm vom Himmel schien, stürzte ich mich vom Strand der Matai Bay in die Wellen des Pazifik. Nach dieser Erfrischung machte ich mich mit meinem gelben Gefährt auf den Weg über die Aupouri Halbinsel zum 120 km entfernten Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands. Die gut ausgebaute Straße führt durch eine grüne hügelige Landschaft wo rechts und links Kühe und Schafe auf den Wiesen weiden. Nach anderthalb Stunden habe ich das nördliche Ende von Neuseeland erreicht, hier konnte man auf einem großen Parkplatz sein Auto abstellen. Vom Parkplatz ging dann noch ein schöner Fußweg runter zum Cape Reinga, hier an der Nordspitze treffen die tasmanische See und der Pazifik aufeinander. Die Maori nennen diesen mystischen Ort „Te Rerenga Wairua” was übersetzt „Absprungplatz der Seelen” bedeutet.

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