Reparaturwoche in Whangarei

Seit dem 22.11. bin ich mal wieder Alleinunterhalter und kann mich um die vielen Reparaturbaustellen der Que Mas kümmern. Die erste Aktion war die Reparatur des Hahnepots, den es ja bei der Ankerei auf Raoul Island in Einzelteile zerlegt hatte außerdem musste ich eine neue Kupplung für den defekten Saildrive bestellen. Da bei der Herstellung des Hahnepots mehrere Augspleiße gemacht werden mussten und ich schon lange keinen Augspleiß mehr gemacht hatte, musste ich erstmal wieder üben, wie man so einen Augspleiß in eine Leine einflechtet. Mit der Herstellung des Hahnepots war ich daher den ganzen Tag beschäftigt. Am nächsten Tag, ich hatte an dem Tag Geburtstag, war ich hauptsächlich damit beschäftigt mich für die Glückwünsche zu meinem Geburtstag zu bedanken. Den Tag nach meinem Geburtstag hatte ich dann Zeit die nächste größere Baustelle auf der Que Mas in Angriff zu nehmen. Zum Batterie laden und für die Bereitstellung von 220V Wechselstrom hatte ich eine Kombination aus Batterielader und Wechselrichter in einem Gerät. Vor einiger Zeit war bei diesem Gerät die Einheit zum laden der Batterie ausgefallen und nach einiger Zeit funktionierte der Wechselrichter für 220 Volt auch nicht mehr, es musste also ein neues Ladegerät mit Inverter her. Bei der Firma „Lusty & Bundell” wurde ich fündig und bekam genau den Batterielader den ich wollte. Das neue Ladegerät war etwas stärker ausgelegt als das Alte und war deshalb größer. Es war schwieriger als ich dachte, den größeren Kasten an der gleichen Stelle einzubauen wo das alte kleinere Gerät montiert war, nach vieler Abmontiererei und Trickserei gelang es mir so gerade das neue Gerät in die enge Lücke einzubauen. Die Arbeit hatte sich aber gelohnt, jetzt konnten die Batterien wieder über das normale Stromnetz geladen werden und die 220 Volt Anschlüsse funktionierten auch wieder einwandfrei. Nachdem die Baustelle sich erledigt hatte, musste ich den Lazybag, der einige Löcher und Risse hatte, abbauen und zum Segelmacher zum reparieren bringen. Durch die ganze Arbeiterei vergingen die Tage wie im Flug und wir hatten inzwischen den 28. November, an diesem Tag hatte die Marina eine kleine Informationsveranstaltung im Aqua Restaurant im Hundertwassermuseum für die neu angekommenen Segler organisiert, um 17 Uhr ging es los, es wurden kleine Häppchen gereicht und man konnte sich mit seiner Eintrittskarte ein Getränk geben lassen. Während der Veranstaltung wurden von dem Chef der Marina die einzelnen Firmen für die verschiedenen Dienstleistungen vorgestellt. Es gab auch noch eine Aufführung von einer Maorigruppe die den Haka und einheimische Tänze aufführten. Hier traf man auch wieder auf Segelfreunde, die man auf seiner Tour durch den Südpazifik kennengelernt hatte. So gegen 20 Uhr gingen die meisten Teilnehmer und die Veranstaltung löste sich so langsam auf. Vor einiger Zeit hatte ich mal in der Sitzecke im Cockpit mit der Schleifhexe ein Metallteil zurecht geflext, was sich als Riesenfehler herausgestellt hatte. Die ganzen kleinen Eisenspäne hatten sich im gesamten hinteren Bereich des Kats verteilt und unzählige kleine Rostflecken auf dem Deck hinterlassen. Die ganze Zeit hatte ich mich davor gedrückt die Rostflecken zu entfernen und das hintere Deck zu reinigen, doch jetzt musste das endlich mal gemacht werden. Mit Oxalsäure und dem Hochdruckreiniger ging es den kleinen Rostflecken, die sich wie viele Sommersprossen auf dem hinteren Deck verteilt hatten, an den Kragen. Die Arbeit war mühsam, weil ich zuerst die Rostflecken mit der Oxalsäure bestreichen musste. Es brauchte einige Zeit bis die Oxalsäure die Rostablagerungen aufgelöst hatte, erst danach konnte man mit dem Hochdruckreiniger das Deck abspritzen. Stück für Stück arbeitete ich mich vor, zwei Tage brauchte ich dafür, aber danach strahlte das Deck wieder reinweiß. So, jetzt muss ich langsam mal meine Koffer packen in einer Woche ist der Abflug nach Hause.

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