12.+13.Tag Ankunft in der Whangarei Marina

Am Dienstagmorgen des 14. November fuhren wir gegen 19 Uhr in das Fahrwasser nach Whangarei ein, da wir Gegenströmung hatten kamen wir mit dem einen Motor nur mit 3 kn voran. Da wir bei der Ankunft in Neuseeland zuerst den Custom und die Biosecurity in der Marsden Cove Marina hinter uns bringen mussten, bevor wir in die Whangarei Marine im Herzen von Whangarei, wo ich einen Liegeplatz gebucht hatte, fahren konnten, funkte ich die Marsden Cove Marina an um zu fragen ob wir an den Quarantänesteg in der Marina fahren dürfen. Ich sollte erst mal vor der Marina ankern. Nach einer Wartezeit von etwa 30 Minuten wurden wir dann in die Marina über Funk herein geordert. Da ich nur einen Motor zum navigieren hatte, bat ich die Marina mir mit einem Dingi beim anlegen an den Q-Steg zu helfen. Das Anlegen und die anschließenden Formalitäten mit dem Custom und der Biosecurity klappte wunderbar, nur beim wieder heraus fahren war das Chaos perfekt. Der Marinero mit dem Dingi gab sich alle Mühe die Que Mas in die richtige Richtung zu bugsieren, doch starker Seitenwind machte uns einen Strich durch die Rechnung, der Kat wurde vom Wind quer durch die Marina getrieben, mit Ach und Krach konnte ich durch kräftige Motorschübe so gerade einen Crash mit den in der Marina liegenden Schiffen verhindern, als ich schon nicht mehr daran glaubte, dass wir heile aus dieser Situation heraus kommen, schaffte der Marinero mit dem Dingi doch noch den Kat in die richtige Richtung zu drücken und so konnten wir doch noch ohne einen Crash die Marina heraus fahren. Mittlerweile hatten wir Niedrigwasser und ich musste höllisch aufpassen, dass ich die Que Mas nicht auf Grund setzte, nach einigem herum irren in dem großen Hafenbecken von Whangarei, entschlossen wir uns gezwungenermaßen vor der Marsden Cove Marina wieder zu ankern. Dort verbrachten wir auch die kommende Nacht und fuhren am nächsten Tag früh um acht Uhr den Fluß bei Hochwasser hinauf bis zur Whangarei Marina. Kurz vor der Whangarei Marina mussten wir noch eine Hebebrücke passieren und das bereitete mir ganz schön Kopfschmerzen, weil ich mit dem einem Motor vor der Brücke schlecht aufstoppen und unmöglich wieder anfahren konnte. Deshalb versuchte ich schon den Brückenwärter 500 Meter vor der Brücke meine Situation zu erklären und bat darum, die Brücke für mich direkt zu öffnen, langsam näherte ich mich der Brücke und hoffte darauf, dass Sie sich öffnet und tatsächlich öffnete der Brückenwärter als ich etwa 50 Meter vor der Brücke war für mich die Brücke. Puhh, das hatte schon mal gut funktioniert, jetzt musste ich nur noch heile in der Marina Whangarei anlegen, ich bat über Funk wieder um Dinghyassistance, als wir in die Marina einfuhren standen schon am Steg einige Leute bereit um unsere Festmacher anzunehmen, ganz langsam lies ich die Que Mas in die Lücke an den Steg gleiten, 2 Meter vom Steg entfernt konnten wir die Festmacherleinen rüber werfen und wurden mit den Leinen an den Steg heran gezogen. Wir hatten es geschafft mit einem Motor unfallfrei von Tonga bis Neuseeland in die Marina Whangarei zu kommen 👍🏼👍🏼👍🏼! Hier wird jetzt die Que Mas erstmal einige Monate für diverse Reparaturen liegen bleiben.

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