2.Tag – Riesensquall und Gischtdusche

Zu Beginn des zweiten Tages unseres Törns nach Neuseeland waren wir noch 130 sm vom Minerva Riff entfernt, eigentlich wollten wir ja das Minerva Riff ansteuern, da aber dort unsere Ankunftszeit mitten in der Nacht gewesen wäre und ich nicht in der Nacht durch die Riffeinfahrt fahren wollte, änderten wir unsere Pläne. Da über PredictWind das Wetter in der kommenden Woche ganz gut ausschaute, entschieden wir uns direkt nach Neuseeland durch zu segeln und das Minerva Riff auszulassen. Mit raumen Wind von 20 bis teilweise 27kn surfte die Que Mas die drei Meter hohen Wellen ab und machte dabei zum Teil über 9 kn Fahrt. Nach unserem Abendessen, es gab Bratkartoffel mit Spiegelei und Salat, bereiteten wir uns auf die Nachtwache vor. Diesmal hatte ich die erste Wache von 20 bis 24 Uhr. Es waren ja sowieso schon Windböen bis 28 kn, doch es kam an diesem Abend noch schlimmer, ein riesiger Squall erwischte die Que Mas mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 38 kn. Wir wurden diesen lästigen Regensquall nicht los, er begleitete uns bis nach Mitternacht. Zwischendurch kam der Kat vom Kurs ab, bei dem Versuch Ihn wieder auf den rechten Kurs zu bringen bekam ich am Steuerstand eine volle Gichtfontäne ab und war klatschnass. Weil ich stark fror, legte ich mich erstmal trocken bevor ich die Que Mas mit dem Autopiloten wieder auf den richtigen Kurs brachte. Diesmal stellte ich aber die Windfahnensteuerung ein, damit es nicht wieder eine plötzliche Kursabweichung gab. In dieser Nacht machten wir soviel Speed, dass der bisherige Tagesetmalrekord von 183 sm mit einem Tagesetmal von 190 sm gebrochen wurde.

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