- Friedhof in Niutahi
- Südseetraum
- 1400 Horsepower
- Ausfahrt Südpass
Nach meinem Ankermanöver hinter der Südeinfahrt von Apataki, kontrollierte ich hier direkt den Internetempfang, weil dieser sehr gut war, informierte ich zuallererst meine Schwester über mein erfolgreiches Ankommen im Apataki-Atoll und legte ich mich danach erstmal auf’s Ohr. Erst am Nachmittag erwachte ich wieder aus meinem Koma, um zu sehen ob der Anker guten Halt gefunden hatte, tauchte ich die mit Fendern präparierte Ankerkette ab, so ganz schafften meine Fender nicht die Ankerkette anzuheben, die Kette hatte sich trotz der Fender schon an einem kleinen Felsen verhakt und der Anker hatte sich halb unter einen Felsen geschoben, hoffentlich bekomme ich deswegen keine Probleme beim Anker lichten. Nach meiner Tauchaktion verfasste ich bis zum Abend den Bericht über meinen Törn von Fakarava nach Apataki. Nach dem Abendessen gab es für mich vor dem Schlafen noch einen Film. Nach der Nacht war mir klar, warum hier kein Segelboot ankert, durch den starken Passatwind bauen sich hier auf dem Ankerplatz ganz schöne Wellen auf und schütteln den Kat ganz schön durch. Für den morgigen Vormittag hatte ich mir vorgenommen mit meinem Dinghy die knappe Seemeile zu dem Dorf Niuhati zu fahren, es gelang mir mit dem 15 PS Außenborder, trotz der hohen Wellenberge trocken dort anzukommen. Bei der Post wollte ich mir neue Nachladekarten für’s Internet besorgen, doch das Postoffice hatte geschlossen und sah ziemlich verlassen aus. Eine nette ältere Einheimische versuchte mir in französisch zu erklären, dass die Poststelle jetzt im Rathaus sei. Also schlenderte ich durch das kleine Niuthia Village bis ich das Rathaus gefunden hatte und bekam dort tatsächlich die Nachladekarte. Bei der weiteren Erkundung des Dorfes kam ich auch am Friedhof vorbei und wunderte mich darüber warum manche Gräber überdacht waren und andere nicht, vielleicht soll das Dach dem Toten in der heißen Südseesonne Schatten spenden?! Vom Friedhof wanderte ich weiter und wollte vom Dorf aus ein Foto von der Que Mas im Atoll machen, doch der Kat lag so weit weg, dass man ihn auf dem Foto erstmal finden musste. Im Minimarket versuchte ich noch vergeblich ein Baguette zu bekommen, auch Bananen waren nicht zu ergattern. Damit war meine Erkundungstour von Niuthia Village beendet, bei der Rückfahrt tanzte und sprang das Dinghy so heftig durch die Wellenberge, dass es sich fast überschlagen hätte, zum Glück kam ich aber nur ein wenig durchnässt zum Kat zurück. Das reichte, heute werde ich wohl zum 80 sm entfernten Rangiroa-Atoll aufbrechen.



