La Cocaracha, la Cocaracha – 9. Tag

4.3 Sa. Während meiner Nachtwache konnte ich zwischendurch gut schlafen, es war alles ruhig und der Wind war mau. Bei dem allmorgendlichen Funkgespräch mit der Sea Wind hatte ich Susan an der Muschel. Sie erzählte mir ganz aufgeregt, dass ihr in der Nacht plötzlich eine Kakerlake🪳über den Fuß gelaufen war und Sie einen kleinen Hysterieanfall bekommen hatte. Da keine passende Schwimmweste für die Kakerlake an Bord war, hat Lars die Kakerlake einfach so in den Pazifik ausgesetzt 😱. Susan hofft jetzt, dass es sich um einen Einzelfall handelt und Sie nicht aus Versehen noch auf den Familienanhang tritt 😁. Wir haben uns entschieden wegen dem starkem Wind aus dem Norden, Pitcairn links liegen zu lassen und direkt die Gambierinseln anzusteuern, da finden wir wenigstens trotz dem starken nördlichen Wind, einen ruhigeren und vor allem sicheren Ankerplatz, weil die Inseln von einem vorgelagertem Riff geschützt sind. Da es ab Morgen mit dem stärkeren Wind so langsam los geht, habe ich schon mal in das Großsegel das 2. Reff eingebunden, sicher ist sicher! Bei dem 1. Reff ist mir ja sowieso die Reffrolle am Segel abgerissen, das werde ich wohl erst in Tahiti reparieren lassen können. Am Nachmittag ruft mich über Funk auf Kanal 16 Susan nochmal an, Sie wollte mir mitteilen, dass wir seit der Abfahrt von der Osterinsel 1000 Seemeilen zurückgelegt haben und das doch wirklich ein Grund zum feiern wäre, ich öffnete direkt am Funkmikro 🎙️ ein Bier 🍺 und stieß mit einem lauten „Skol” 🍻 mit den Beiden auf unsere 1000 sm an. 1000 Seemeilen in acht Tagen und sechs Stunden, das sind in der Stunde 5,1 Seemeilen, ich rechne bei der Reiseplanung immer mit einer Geschwindigkeit von 5 Seemeilen in der Stunde, scheint wohl zu stimmen!

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