Und plötzlich war die Sea Wind weg! – 7. Tag

2.3 Do. Diesmal war die Nacht nicht so entspannt wie die letzten Nächte, zuerst musste ich aufpassen, dass ich für die Sea Wind nicht zu schnell wurde und ihr wegpresche. Also Code Zero rein und weiter nur mit dem Großsegel, was immer noch schnell genug war. In der Nacht machten uns mehrere Squalls zu schaffen, einmal beschleunigte die Que Mas kurzzeitig sogar auf über 8 kn. Immer musste ich aufpassen, dass ich der Sea Wind nicht zu nah kam oder zu weit von Ihr entferne, schließlich war ich froh als der neue Tag anbrach. Der Wind war inzwischen auf unter 8 kn abgeflauten ich musste den Motor zur Hilfe nehmen, damit der Autopilot noch mit genug Ruderwirkung steuern konnte.. Gegen 11 Uhr meldete sich der Schwede Lars über Funk um mir zu sagen, dass ihr Spinnaker repariert sei und Sie ihn jetzt bei dem leichten Wind wieder hochziehen werden. Wir nähern uns nur langsam, mit einem Schnitt von 3,5 kn, unserem Ziel. Wir haben nicht viel Wind aber dafür schönstes Wetter. Nachmittags habe ich mich mal für 2 Stündchen auf’s Ohr gelegt, als ich wieder wach wurde war plötzlich die Sea Wind nicht mehr zu sehen, zum Glück konnte ich Sie noch über AIS orten, Sie waren fast 5 Seemeilen vor mir. Jetzt musste ich Gas geben, damit ich die Sea Wind noch einholen konnte. Mit Groß und Code Zero beschleunigte ich die Que Mas auf knapp 8 Knoten und innerhalb von 2 Stunden war ich wieder bis auf 2 Seemeilen an der Sea Wind dran. Mann muss aufpassen, das geht schnell erst kann man das andere Boot nicht mehr sehen und dann verschwindet nach einiger Zeit auch das AIS-Signal und ganz plötzlich weiß man nicht mehr in welcher Richtung man das andere Segelboot suchen soll. Im Moment fahren wir wie Zwillinge schön parallel gen Westen.

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