Der erste Fisch ist im Kescher – 3. Tag

21.1 Sa. Die Abendwache von Frank verlief ganz schön spannend, da wir den Code Zero gesetzt hatten, gab ich Fränki die Order mich spätestens bei 20 Knoten wahren Wind zu wecken, da die Böen immer bis knapp unter 20 Knoten gingen, war Frank oft kurz davor mich zu wecken, doch durch die hohe Rumpfgeschwindigkeit wurde ich von selber wach und war mit Fränki einer Meinung über die Nacht den Code Zero einzurollen, damit wir keinen nächtlichen Stress bekamen, falls der Wind noch mehr zulegte. Diesmal klappte das einrollen des Code Zero einwandfrei, weil ich die Furlingleine über die Elektrowinsch legte und so mit ordentlich Karacho das Leichtwindsegel aufrollen konnte. Aber wie Murphys Law eben so ist, nahm in der Nacht die Windstärke ab und nicht zu :-(. Egal, so konnten wir wenigstens beruhigt durch die Nacht segeln. Während Fränki am Morgen noch im Reich der Träume verweilte, widmete ich mich einem Problem, was mich schon lange nervte, der Wasserhahn in der Pantry lockerte sich immer mehr und wackelte inzwischen wie ein Lämmerschwanz, der Grund dafür war der total verrostete Festsetzring, da musste ich mir unbedingt was einfallen lassen. Inzwischen war mein Bruder wach geworden und ich konnte mit Ihm zusammen frühstücken. Nach dem Frühstück ging Brüderchen seinem liebsten Hobby nach, Fische angeln! Ich bastelte gerade aus einer großen und einer kleinen Unterlegscheibe einen neuen Festsetzring für den Wasserhahn, als Frank plötzlich schrie „Ich hab ein Fisch an der Angel”, schnell holte ich den Kescher und schwupp hatten wir einen stattlichen Bonito im Kescher :-)). Natürlich musste der stolze Angler mit seinem Fang fotografiert werden, bevor er persönlich den Fisch fachgerecht filetierte. Mittlerweile war es 15 Uhr geworden und wir hatten Beide unser Tageswerk vollbracht und konnten uns jetzt wieder darum kümmern die Que Mas auf den richtigen Kurs zu bringen, damit wir nicht in eine Flautenzone fahren. Dank PredictWind konnten wir genau sehen, dass es besser ist, einen nördlichen Kurs zu segeln als direkt nach Westen zu navigieren, wo uns eine Flautenregion erwartet hätte und wir tagelang mit den Motoren unterwegs gewesen wären. Zum Abendessen, gab es oh Wunder, Reis mit frisch gebratenem Fisch, hmmm lecker! Nach dem Essen ging mein Bruder, er hatte ja einen sehr erfolgreichen Tag, zufrieden in die Pofe und ich machte mich bereit für die heutige Abendwache.

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