6868 NM von Valdivia bis Lüttenglehn

6868 nautische Meilen hören sich garnicht soviel an, doch wenn man bedenkt, dass eine nautische Meile circa 1,85 Kilometer ist, sind das immerhin schon 12719 Kilometer und das auch noch Luftlinie, das ist doch schon eine ordentliche Strecke. Wieso ich jetzt gerade darauf komme? Ganz einfach, Raul, der Chef dieser Marina hatte die Idee, dass seine Gäste sich an einem Richtungswegweiser mit einem selbstgebastelten Wegweiserpfeil verewigen können, eine super Idee und natürlich war ich direkt mit Feuer und Flamme dabei, das Ergebnis seht Ihr auf dem Hauptfoto von diesem Artikel!
Mensch, wie die Zeit vergeht, ruckzuck sind schon wieder 5 Tage in der Marina Roaring Fourties vorbei, hier bei unserem letzten Stop bevor wir dem südamerikanischen Kontinent adieu sagen, hatten wir noch einige Dinge zu tun. Da hier in der Marina eine gute Waschmaschine steht, hat Fränki erst einmal einen Großwaschtag eingelegt. Wir sind übrigens im Moment die einzigen Liegeplatzkandidaten in der Marina Roaring Foarties weswegen sich Raul, der Besitzer der Marina, sich toll um uns kümmert. Am zweiten Tag sind wir Mittags schon auf seiner Terrasse zum Barbecue eingeladen, es gab Grillwurst und ein tolles Stück Fleisch🥩. Fränki leistete nach dem leckeren Barbecue Raul noch etwas Gesellschaft, während ich auf der Que Mas die kleinen Campinggasflaschen mit frischem Gas auffüllte, damit wir genug Reservegasflaschen für’s Kochen hatten. Weil es am nächsten Morgen ziemlich windstill war, ergab sich die Gelegenheit, dass mich Fränki den Mast hochzog, damit ich die normale Ankerlichtglühbirne in eine energiesparende LED-Leuchte auswechseln konnte. Die alte Glühbirne verbrauchte in der Nacht auf einem Ankerplatz einfach viel zu viel Strom und saugte ordentlich die Batterie leer, das hat hoffentlich jetzt ein Ende. Mittlerweile hatten wir Sonntag und nach dem Austausch des Glühbirne, bestellten wir uns einen Uber, um uns ein wenig in Valdivia umzuschauen. An der Flusspromenade „Muelle Schuster” war, wohl auch wegen Sonntag, richtig viel los. Es gab einen großen Fischmarkt und die Ausflugsschiffe luden die Passagiere zu einer Flusskreuzfahrt in der Flusslandschaft von Valdivia ein. An der Muelle Schuster liegt ein altes U-Boot, dass als Museum genutzt wird und ein großer Pendelleuchtturm mit einem foucaultischem Pendel, mit dem man die Erddrehung nachweist, steht zentral auf dem Pier. Von der Muelle Schuster wanderten wir über die Pedro de Valdivia-Brücke auf die Insel Tejla wo wir durch den botanischen Garten der Universidad Austral de Chile spazierten. Nach unserem Ausflug in die chilenische Pflanzenwelt ging es zurück zum Plaza de la Republica, von wo aus uns ein Uber zurück zur Marina brachte.
Da wir am Dienstag in Richtung Fernandez aufbrechen wollten, mussten wir Montags noch ordentlich was erledigen. Am Montagmorgen fuhr ich mit Raul zur Tankstelle um zur Sicherheit alle meine Reservekanister mit Diesel aufzufüllen, danach fuhr uns Raul in die Stadt, wo ich mit Fränki den nötigen Großeinkauf bei Jumbo machte, schließlich war Valdivia die letzte Destination wo wir uns noch gut und günstig mit Lebensmittel versorgen konnten. Am Abend luden wir Raul, den hilfsbereiten Besitzer der Marina, noch zum Spaghettiessen ein. Morgen werden wir uns wohl endgültig von der Immigrationsbehörde und der Armada de Chile abmelden und das chilenische Festland verlassen um in unser Abenteuer Südsee zu starten.

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