Zurück in Santiago de Chile

Am 17. November ging es endlich los, mein Freund Billy brachte mich netterweise mit meinen 3 dicken Koffern und der großen Stufe für meinen Kat zum Düsseldorfer Flughafen, wo ich mich gegen 10 Uhr mit meinem Bruder Fränki verabredet hatte. Das einchecken unserer Koffer und die Abgabe der großen Stufe als Sperrgepäck funktionierte problemlos. Bei der Sicherheitskontrolle wurde der Laptop von meinem Bruder besonders gecheckt, anscheinend gefiel dem Sicherheitsdienst irgendetwas an dem Laptop nicht, nachdem von der Polizei mit Frank‘s Pass einen Personenabfrage gemacht wurde, durften wir endlich weiter. Am Gate mussten wir dann feststellen, dass unser Flug nach Madrid über eine Stunde Verspätung hatte, zum Glück hatte ich einen langen Aufenthalt in Madrid bis zu unserem Anschlußflug nach Santiago de Chile gebucht, so konnten wir ganz entspannt zum anderen Terminal wechseln, dort noch in aller Ruhe was essen, bevor unser Nachtflug nach Santiago los ging. Es dauerte fast 13 Stunden bis der Flieger morgens um 10 Uhr in Santiago landete. Als wenn der lange Flug in der Sardinenbüchse nicht schon gereicht hätte, mussten wir uns auch noch vor der Passkontrolle durch ein nicht endendes Bänderlabyrinth schlängeln, bevor wir den Einreisestempel in unsere Pässe gehämmert bekamen. Jetzt war ich wie ein Flitzebogen gespannt ob die Koffer mit den vielen Ersatzteilen für die Que Mas auf dem Gepäckband ankommen würde. Nachdem nach und nach alle unsere Koffer auf dem Gepäckband eingetrudelt waren, holten wir noch beim Sperrgepäck die große Stufe ab. Doch bevor wir glückselig mit unserem kompletten Gepäck den Flughafen verlassen konnten, wurden wir in den Zollbereich umgeleitet, so ein Mist! Nachdem ich nach kurzer Diskussion die Zollbeamtin, die mein Gepäck kontrollierte, davon überzeugt hatte, dass die ganzen Teile für mein Boot in Transit waren, ließ Sie uns mitsamt dem Gepäck passieren. Puhhh, Glück gehabt! Mit einem Mietwagen, in dem wir so gerade unser Gepäck bekamen, ging die Fahrt ins Zentrum von Santiago wo wir nahe am Plaza de Armaz nach einer Reisezeit von 28 Stunden im Hotel Panamericana unterkamen. Hier erholten wir uns erstmal bis zum nächsten Tag von unseren Reisestrapazen.
Den Samstag und den Sonntag nutzten wir um uns die Sehenswürdigkeiten von Santiago anzuschauen. Zuerst waren wir natürlich auf dem um die Ecke liegenden „Plaza de Armaz“ wo wir dem bunten Treiben der einheimischen Bevölkerung zusehen konnten. Danach ging es zu dem nahe am Zentrum gelegenen parkähnlich angelegten Inselberg „Cerro Santa Lucia“, von dort oben konnte man den Blick über die Häuser von Santiago schweifen lassen. Nun fuhren wir mit dem viel zu teuren Touristenbus, er bekam von uns nur einen Stern, zu dem höchsten Gebäude Südamerikas, dem „Gran Torre“. Mit dem Aufzug ließen wir uns die 61 Stockwerke auf die Aussichtsplattform „Sky Costanera“ katapultieren, wo wir den kompletten Rundblick über die riesige Stadt genießen konnten. Am Sonntagmorgen schaute ich mir zusammen mit meinem Bruder eine Militärparade mit Musikorchester auf dem „Plaza de la Constitution“ an, bevor wir weiter zu dem beliebten Touristenziel „Cerro San Cristobal“ im Stadtteil Bellavista fuhren. Mit einer Standseilbahn ließen wir uns im Schneckentempo auf den langgestreckten Hügel ziehen, um uns in dem sonntäglichen Touristengetümmel, auf dem 880 m hohen Gipfel, die 22 Meter Statue der heiligen Maria zu bestaunen. Auf der anderen Seite des Hügels konnten wir dann mit einer Kabinenseilbahn wieder herunter gondeln. Von einem Uberfahrer ließen wir uns von dort zum „Plaza de Armaz“ karren, um nach den vielen Sehenswürdigkeiten unser verdientes Feierabendbier zu trinken. Am morgigen Montag werden wir uns dann wohl um die dringend benötigte Ankerkette für die Que Mas kümmern. Mal sehen ob wir eine 100 Meter lange verzinkte Ankerkette bekommen können?!

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