Caleta Parry – Puerto Eden

24.5. Di. Jetzt waren es nur noch 34 sm bis nach Puerto Eden und wir hatten einen Traumtag erwischt. Nach dem schlechten Wetter des gestrigen Tages hatten wir garnicht damit gerechnet, um so besser! Um 10 Uhr ging es los, von der Isla Mason steuerten wir aus dem Kanal Wide in den Paso Piloto Pardo, durch das schöne Wetter konnte ich dort tolle Fotos von den frisch beschneiten Bergen machen. Im Paso del India, der uns direkt nach Puerto Eden führte, musste ich noch einem entgegenkommendem Frachtschiff ausweichen, jetzt war es nicht mehr weit, nach einem traumhaften Törn erreichten wir um 16 Uhr die Bucht von Puerto Eden. Endlich, wir freuten uns riesig, dass wir etwa die Hälfte unserer Fahrt durch die patagonischen Kanäle geschafft hatten und stießen mit der allerletzten Dose Ankerbier auf unsere erfolgreiche Ankunft in Puerto Eden an. Doch lange konnten wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, weil wir uns hier neu verpflegen und vor allem, unsere Tanks mit frischem Diesel auffüllen mussten. In Ushuaia waren wir am Ende der Welt, aber hier bist Du im wahrsten Sinne des Wortes am Arsch der Welt. Deshalb gibt es hier auch kein Restaurant und keinen Supermarkt, sondern nur ein paar kleine Minimarkets und ein einsames Hostel. Wir hatten aber gehört, dass man in dem Hostel auch essen könnte. So fuhren wir am Abend zu dem Hostel rüber um die Lage zu sondieren. Vor dem Hostel standen in der Kälte einige Männer und grillten ein Codero am Spieß. In dem Hostel selber, wurden wir von den Besitzern Patricia und Andre herzlich begrüßt. Da wir in Puerto Williams, wegen des defekten Geldautomaten kein Geld abheben konnten, fragten wir, ob wir erstmal auf Pump essen könnten. Andre bot uns an, wenn wir auf sein Konto Geld überweisen könnten, hätte er die Möglichkeit uns das Geld in bar auszuzahlen. Natürlich erklärte er sich bereit uns ein Essen zu machen. Wir bekamen ein richtiges Menü mit einer Suppe als Vorspeise, Codero mit Kartoffelsalat zum Hauptgang und als Nachspeise einen Obstsalat, dazu gab es noch Rotwein aus dem Karton. Das Ganze kostete allerdings auch soviel wie in einem guten Restaurant. Zufrieden und gut gesättigt fuhren wir in der Dunkelheit mit dem Dingi zurück auf unseren Ankerplatz um den ersten Tag in Puerto Eden zu übernachten.

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