Caleta Olla – Caleta Alakush

17.4. So. Heute hatten wir 38 Seemeilen vor der Brust, weil wir eigentlich in den elf Seemeilen langen Arm bis zu dem kalbenden Gletscher Seno Garibaldi wollten, doch es kam anders. Aber zuerst mal alles der Reihe nach. Morgens um 8 Uhr holten wir noch in der Dämmerung unsere Anker hoch und fuhren den nordöstlichen Arm des Beagle-Kanal hoch, nach kurzer Zeit nahm der Wind aus westlicher Richtung merklich zu und frischte in Böen teilweise bis 40 Knoten auf, um weiter gute Fahrt zu machen, setzten wir bei beiden Schiffen die Genuas auf „Handtuchgröße”. Nach etwa 2 Stunden war der Spuk vorbei und wir konnten gemütlich weiter motoren. Als wir an die Einfahrt zum Seno Garibaldi kamen, trieben uns die abgebrochenen Eisstücke des kalbenden Gletschers entgegen, außerdem bekamen wir bis zu 30 Knoten Wind auf die Nase. Nachdem wir 2 Seemeilen mit zweieinhalb bis drei Knoten Fahrt vorwärts kamen, funkte mich Tommi an, ob wir uns das weiter antun oder besser umkehren sollten. Ich schlug ihm vor umzukehren und dann doch besser zu unserer Alternativbucht Caleta Alakush auf der Isla Chair zu fahren. Bei der Fahrt zur Isla Chair musste ich aufpassen, dass ich nicht auf einen schwimmenden Eisbrocken des kalbenden Gletschers fuhr, so ein Eisklotz hätte in meinem „Yoghurtbecher” direkt ein riesiges Loch gerissen. Um 14:45 Uhr kamen wir bei der Caleta Alakush an und nach einer zweistündigen Festmachaktion, worauf ich jetzt nicht näher eingehen möchte, lagen wir endlich sicher in der Bucht, ohne meine schweizer Freunde wäre das alles für mich fast unmöglich gewesen!

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