Reparaturen & Walewatching 🐋 in Ushuaia

10.3 Do. Ich hatte mir zum ersten Mal selbst Geld über Western Union von meiner Visakarte nach Ushuaia transferiert und holte an diesem Morgen das Geld bei Carrefour ab. Kurz vor Ladeneröffnung stellte ich mich in die Warteschlange und hatte Glück, dass ich ziemlich vorne in der Schlange vor dem WU-Schalter stand. So war ich wieder früh zurück im Club Nautico, weil schönes Wetter war und die Wäsche bei Sonne gut trocknet, schmiss ich die Waschmaschine an und half Res zwei platte Fender mit meinem Tauchkompressor aufzublasen. Da schönster Sonnenschein war, gab es um die Mittagszeit, wie schon so oft, am Steg ein Churrasco für die Marineros und Gastlieger. Weil mir es magentechnisch immer noch nicht so gut ging, zog ich mich nach einiger Zeit auf die Que Mas zurück. Kurz vor 18 Uhr kam Res vorbei, er wollte auf dem Steg für die Marineros einen Caipirinha mixen. Mit der Zeit kamen immer mehr Leute weil Kyra ein Abschiedschurrasco für ihre Freunde machte, Sie fährt Morgen mit einem Schiff in die Antarktis. Mir reichte es mit Churrasco und ich ging um 20 Uhr zu Bett.
11.3 Fr. Nach dem Frühstück blieb ich bis 16 Uhr auf der Que Mas, mit Res hatte ich abgemacht um 16 Uhr ins Städtchen zu gehen, ich wollte mir einen Hoodie, worauf ich schon längere Zeit scharf war, als Andenken an Ushuaia kaufen, außerdem brauchte ich noch eine zusätzliche Jeans. Nach meinen Einkäufen tranken wir etwas im Restaurant „Tante Zara”. Danach wollten wir ins „El Mercado” etwas essen, auf dem Weg dorthin trafen wir Jakob mit seiner Paula, die Beiden hatten wir zuletzt vor 6 Wochen kurz vor ihrer Fahrt in die Antarktis getroffen. Sie waren seit einer Woche von ihrem Antartikabenteuer zurück, spontan beschlossen wir zusammen im Restaurant Mercado essen zu gehen, doch als wir dort ankamen war das Restaurant geschlossen und wir mussten uns eine Alternative einfallen lassen. Wir beschlossen in das Restaurant, wo wir so oft mit Katrin und Hans waren, zu gehen. Das Essen mit Paula und Jakob war sehr unterhaltsam weil die Beiden viel von ihrem Antartikabenteuer zu erzählen hatten. Vor dem Club Nautico verabschiedeten wir uns von Ihnen und schauten zum Ausklang des Tages noch den Spielfilm „Zwei auf der Flucht”.
12.3 Sa. Bei dem letzen Mal Wäsche waschen ist mir aufgefallen, dass die Wäschetrommel in der Maschine sich gelockert hatte, deshalb schraubte ich an diesem Tag die Waschmaschine auseinander um die Ursache dafür zu finden. Als alles auseinander geschraubt war, musste ich feststellen, dass die Waschtrommelbefestigung, welche ich schon in „Angra die Res” habe schweißen lassen, mehrmals gebrochen war und eine neue Waschtrommelwelle eingebaut werden musste. In weiser Voraussicht hatte ich mir die Waschtrommelwelle als Ersatzteil aus Deutschland mitgebracht und konnte Diese jetzt einbauen. Abends hatte Res den Schweizer Renee und mich zum Spaghettiessen mit Fleischsauce auf die Mon Bijou eingeladen, wie immer hatte Res so gut gekocht, dass Renee den Koch mit Lob überschüttete. Nach dem Abendessen gingen Renee und Res noch auf Kneipentour während ich mich in mein Schlafgemach zurückzog.
13.3 So. Morgens hatte ich den Rest der Waschmaschine zusammengeschraubt und eingebaut, Draußen windete es so stark und das Wetter war so schlecht, dass ich es mir im Boot schön gemütlich machte. Nach einem Nachmittagsschläfchen nahm ich eine Dusche und ging mit Res um 19 Uhr auswärts essen.
14.3 Mo. In den letzten Tage hatte ich morgens Probleme mit dem Toilettengang, doch an diesem Morgen klappte es endlich wieder, doch anscheinend hatte ich damit meine elektrische Toilette überlastet und Sie bekam ihrerseits eine Verstopfung. Na jedenfalls entstand bei der Reinigung des Toilettenabfluss eine Riesensauerei im Bad, die💩 schwamm überall rum, das brauche ich auch nicht jeden Morgen! Zum Glück hatte ich schon gefrühstückt, sonst wäre mir der Appetit darauf vergangen. Nach der Toilettenaktion knöpfte ich mir mein Bimini vor, eigentlich wollte ich es ja reparieren lassen, aber Marion die hiesige Segelmacherin hatte dafür keine Zeit, also selbst ist der Mann. Die Reparatur dauerte seine Zeit, für mein Mittagessen legte ich eine kleine Pause ein und am Nachmittag war es dann geschafft, das Bimini war geflickt. Nach Tee und Magdalenas gab es zum Abend noch aufgewärmte Pizza und einen Film.
15.3 Di. Die ganze Nacht durch hatte es geregnet, richtiges Sauwetter, heute wollte ich mit Res zusammen in AFASyN Jakob treffen weil er bald mit dem Charterschiff, wo er angeheuert hatte, Ushuaia verlässt und wir Ihn so bald nicht wiedersehen. Wir radelten am späten Vormittag in die andere Marina und holten Jakob von seinem Schiff ab. und gingen dann zu Fuss in die Stadt zum Lokal „Tante Zara” um ein verspätetes Frühstück einzunehmen. Danach brachten wir Jakob wieder zurück nach AFASyN und radelten zurück zu unserem Club Nautico. Meine elektrische Toilette machte seit der Verstopfung so komische Geräusche, das hörte sich nicht gesund an und prompt an diesem Nachmittag gab Sie ihren Geist auf und funktionierte nicht mehr. Na da habe ich ja Morgen wieder was zu tun. Am Abend wollten wir eigentlich mit Jakob zusammen noch im „Parilla es Estancia” was essen gehen, doch Jakob musste wegen ankommender Gäste auf seinem Charterschiff bleiben und so musste Res nur mit mir vorlieb nehmen. Vor dem Abendessen kaufte ich mir in Ushuaia noch eine wärmende Thermounterhose damit ich demnächst in den patagonischen Kanälen nicht so friere. Zum Abendessen gab es ein 500 Gramm Steack das meinen Magen so füllte, dass ich mir noch einen Kräuterlikör mit Res in der Kneipe „Santos Cerveza” genehmigte. So gegen 22 Uhr ging es ab in die Koje.
16.3 Mi. Bevor ich mit der Reparatur meiner elektrischen Toilette begann, machte ich mir erstmal ein ordentliches Frühstück mit Schinken und Spiegeleiern. Die Entscheidung eine elektrische Toilette und eine konventionelle handbetriebene Toilette auf dem Kat zu haben, war eine gute Idee. So konnte ich für meine morgendliche Sitzung die intakte manuelle Toilette benutzen und danach mit der Reparatur der kaputten elektrischen Toilette beginnen. Nachdem ich die Toilette auseinander geschraubt hatte, war klar, dass der Antriebsriemen vom Elektromotor zum Zerhacker gerissen war und ersetzt werden musste. Zum Glück hatte ich noch einen Zahnriemen als Ersatz da. Um die Mittagszeit herum war die „Jabsko Lite Flush” wieder zusammen geschraubt und funktionstüchtig. Das Wetter war immer noch mies und weil es regnete, blieb ich am Nachmittag auf meiner Que Mas. Für den Abend hatte ich eine Einladung zum Churrasco in der Marina AFASyN, Marion, eine französische Seglerin, hatte 3 Wochen lang mitgeholfen einen havarierten Trimaran wieder fit zu bekommen und schmiss jetzt für das komplette Reparaturteam eine kleine Party. Weil hauptsächlich französisch und spanisch gesprochen wurde, war ich froh, dass Marion, Jakob und ein netter Franzose sich mit mir in englisch unterhielten. Kurz vor Mitternacht verabschiedete ich mich und radelte zur Nachtruhe in den Club Nautico.
17.3 Do. So langsam aber sicher musste ich mal die Osmosefilter von meinem Wassermacher tauschen, damit ich in den patagonischen Kanälen, wo man kein Wasser nachtanken kann, mein eigenes Wasser produzieren kann. Die Osmosefilter befinden sich in zwei Hochdruckröhren die wiederum in der Bilge verbaut sind, Zum austauschen der Osmosefilter musste ich erstmal die Hochdruckröhren ausbauen. Das gestaltete sich schwierig weil die Schraubverbindungen der Hochdruckschläuche ziemlich festgerostet waren. Nach einer Stunde gelang es mir endlich die erste Hochdruckröhre zu demontieren. Weil inzwischen mein Magen knurrte, wärmte ich mir Mittags eine Pizza auf. Gegen 11 Uhr war ich mit Res verabredet, wir wollten in der Stadt eine Ausflugsfahrt zur Pinguininsel Isla Martillo für den kommenden Samstag buchen. In dem Büro war eine nette Ukrainerin mit der wir uns lange, vor allem über die schreckliche Lage in der Ukraine, unterhielten, Sie gab uns 20% Rabatt und wir bekamen auch noch einen Gutschein über 2 Tassen Kakao die wir in einem Kaffee in Ushuaia einlösen konnten. Natürlich lösten wir direkt den Gutschein ein und schlenderten nach dem warmen Kakao gemütlich zu unserem Club Nautico. Res hatte an diesem Tag ein gemeinsames Abendessen mit Gabriel und seiner jungen Freundin Hanna auf der Mon Bijou geplant. Gabriel hatte Res nämlich Tags zuvor geholfen seinen Gasherd wieder in Gang zu bringen, als Dank hatte er Gabriel zum Essen eingeladen. Wir hatten einen schönen Abend, zum Glück hatte ich durch meine peripheren Spanischkenntnisse ab und zu auch etwas verstanden.
18.3 Fr. Nach dem Frühstück demontierte ich weiter die Hochdruckröhren von meinem Wassermacher, das war keine schöne Arbeit, weil durch das Salzwasser alles verrostet und versifft war und man die Schraubverbindungen der Hochdruckschläuche nur mit Mühe lösen konnte. Es musste alles auseinander genommen und gereinigt werden, da war ich erstmal bis Nachmittags mit beschäftigt. Ich hatte Res gebeten, mit mir um 15 Uhr zur Ferreteria „El Martillo” zu fahren, dort hatte ich zehn 20L-Kanister bestellt und wollte schauen ob Diese inzwischen angekommen waren. Doch leider waren Sie nicht da und würden auch nicht kommen weil die Firma welche die Kanister herstellt Lieferschwierigkeiten hätte. Auf der Rückfahrt zum Club Nautico kehrten wir noch in einen Pub ein und ich ertränkte meinen Frust mit einem Bier. Diesmal gab es mal wieder ein Abendessen auf der Que Mas, ich kochte Spaghetti und Res brachte den Rest seiner Fleischnudelsoße mit, die er vor einigen Tagen kreiert hatte, vorher gab es wie immer unser brasilianisches Nationalgetränk. Nach dem Essen schauten wir zum eingewöhnen noch einen lustigen Film über Senioren in einem Altersheim (Die Spätzünder).
19.3 Sa. Wir hatten ja für den heutigen Samstag eine vierstündige Motorkatamaranfahrt zur Pinguininsel „Isla Martilla” gebucht und wir hatten Glück es war ein wetterbedingter Traumtag, kein Wind, kein Wölkchen und die Sonne ging hinter den Bergen von Ushuaiai am Horizont auf. Res musste mit mir früh los, weil es um 9 Uhr schon los ging. Nicht weit von Ushuaia liegen im Beagle-Kanal die Inselgruppe „Islas Bridges”, die unbewohnten Inseln und Inselchen beheimaten eine ganze Anzahl verschiedener Vogelarten und auch Seelöwen leben auf Ihnen. An einer solchen Insel machten wir einen Halt damit die Passagiere ihre Fotos machen konnten. Der nächste Stop war dann an dem berühmten „Faro Les Eclaireurs” der auf einer kleinen Insel 8 sm vor der Hafeneinfahrt von Ushuaia steht. Die Fahrt ging dann weiter an dem chilenischen Ort Puerto Williams vorbei bis zur Isla Martillo, auf der Insel waren hunderte Comorane und einige Pinguinarten. Nachdem jeder Passagier genug Fotos geschossen hatte, ging es weiter zum Puerto Haberton, wo wir schon exakt vor 3 Monaten bei unserer Ankunft im Beagle-Kanal eine Nacht geankert hatten. Hier wurden die Passagiere ausgeladen die noch das Museum in Puerto Haberton besuchen wollten und danach mit dem Bus über Land nach Hause fahren. Zum Glück hatten wir diese Option nicht gebucht, sonst hätten wir den schönsten Teil unserer Ausflugstour verpasst. Als wir uns nämlich von Puerto Haberton auf die Rückfahrt nach Ushuaiai machten, stoppte nach kurzer Zeit der Motorkat, denn der Kapitän hatte Wale im Beagle-Kanal gesichtet, was für ein Naturschauspiel, die Wale katapultierten sich aus dem Wasser und klatschten mit Getöse wieder auf das Wasser zurück. Das war ein toller Abschluß unseres gelungenen Ausflugs. Zurück auf der Que Mas legte ich mich am Nachmittag für 2 Stunden auf’s Ohr und ging Abends mit Res im Restaurant „Tante Zara” was essen.
20.3 So. Omen est Nomen, auch am heutigen Sonntag verwöhnt uns das Wetter mit 15 Grad und Sonnenschein, das muss ich direkt ausnutzen um draußen einige Arbeiten zu erledigen. Zuerst kontrollierte ich die Motorfunktionen von dem Generator und beiden Außenborder, zu meinem Erstaunen sprangen alle ohne Murren an. Jetzt kontrollierte ich die Ölstände vom Backborddiesel des Kat, auch alles Bestens. Zu Mittag gab es Spaghetti Pesto und weiter ging zur Decksreinigung mit dem Hochdruckreiniger, zum Schluß kärcherte ich noch den Sumpf der Steuerbordbilge, wo der Wassermacher außer Wasser noch so einigen Dreck produziert hatte. Ehe ich mich versah war es 18 Uhr und Res fragte mich wann wir den essen gehen könnten. Schnell nahm ich eine Dusche und ging danach mit Res und Sick, der auch mit seinem Schiff in unserer Marina liegt im Club 1210 etwas essen. Hier endet erstmal mein Bericht der letzten 10 Tage in Ushuaia, hoffentlich muss ich nicht noch viel länger von hier berichten und Tommi kommt bald mit dem Ersatzteil für die Mon Bijou!!!

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