Von Coffs Harbour bis nach Newcastle

Am Mittwoch starteten wir um 11 Uhr zu unserem nächsten Nachttörn zur 170 sm entfernten Stephens Bay. Da wir den Wind und die Wellen genau von achtern hatten, kamen wir trotz des 30 kn blasendes Windes bequem und zügig voran. Nach 27 Stunden Fahrt machten wir bei der Stephens Bay in der kleinen ruhigen Bucht mit dem Namen Fame Cove die Que Mas an einer öffentlichen Mooringboje fest. Hier war es so friedlich und ruhig, dass Jo ein ungewöhnliches Geräusch auf der Que Mas hörte, es war das Kühlschrankaggregat. Zum Abendessen gab es zur Abwechslung mal wieder Speckpfannekuchen mit Gewürzgurken aus dem Glas. Von der kleinen Bucht ging ein schmaler Flusslauf ins Landesinnere, den wir am nächsten Morgen bei Hochwasser mit dem Dinghy befahren konnten. Mein Tender rauschte nur so den Flusslauf hoch bis der Aussenborder plötzlich auf einen Felsen knallte und unsere schnelle Fahrt abrupt bremste. Glücklicherweise ist dem Propeller nichts passiert und wir konnten mit intaktem Außenborder den Fluß langsam zurück fahren. Nach diesem Ausflug machte ich noch einige Drohnenfotos von der traumhaften Bucht. Damit wir näher an der Ausfahrt von der Stephens Bay waren, verlegten wir am nächsten Tag die Que Mas in die Shoal Bay. Dort gab es nur eine öffentlich Mooringboje wo man 24 Stunden anlegen durfte, doch als wir dort ankamen lag schon ein Katamaran an der Boje, wir hatten aber Glück der Kat lag wohl schon über 24 Stunden an der Boje und wurde just in dem Moment als wir kamen kontrolliert und musste sofort die öffentliche Boje verlassen. Nachdem wir an der Boje festgemacht hatten, fuhren Jo und ich an Land um eine Wanderung auf den Tomaree Mountain, von wo wir eine tolle Aussicht auf die Bucht und der Umgebung hatten. Um unseren Flüssigkeitshaushalt nach der Wanderung auszugleichen belohnten wir uns im Shoal Bay Country Club mit einem kühlen Kaltgetränk 🍻. Nach einer ruhigen Nacht an der public mooring starteten wir um 8 Uhr zu unserem Törn nach Newcastle, hier konnten wir die meiste Zeit am Wind segeln. Bevor die Que Mas in das Hafengebiet von Newcastle einfahren konnte, musste ich meinen Kat eine Stunde vorher beim Hafenmeister über Funk anmelden, vor mir fuhr noch der Tanker J.Mare in die Hafeneinfahrt, weshalb ich die Order bekam erst nach diesem Tanker in den Hafen von Newcastle einzufahren, die Einfahrt war wegen der Wellen etwas unruhig aber im Hafen selbst war das Wasser wieder ganz flach. So konnten wir trotz der defekten Kupplung des Steuerbordmotors, zwar mit kleinen Schwierigkeiten, aber relativ sicher auf unseren vorreservierten Liegeplatz in der Honeysuckle Marina anlegen. Dieser Liegeplatz war speziell, weil er direkt an der Promenade von Newcastle lag und wir praktisch mitten in der City von Newcastle waren. Direkt vor unserem Liegeplatz lag die Kneipe „Wharf 350” auf dessen Terrasse wir direkt unser Anlegerbierchen verköstigen konnten, echt praktisch! Während Jo am Nachmittag ein bisschen die City erkundete, schnappte ich mir mein Klapprad und radelte zu der 6 km entfernten Hockeyanlage, wo ich ja schonmal 2016 in Newcastle eine Hockeyweltmeisterschaft mit meinen Masters Ü60 gespielt hatte. Die Anlage war inzwischen komplett modernisiert worden und fast nicht mehr wiederzuerkennen. Als ich am Abend zurück kam, hatte Jo für uns schon einen leckeren Salat kreiert. Am Sonntag den 23. November war es dann soweit, ich war um ein Jahr mehr gealtert, es war mein 71ter Geburtstag 🎂. An diesem Tag machten Jo und ich einen gemeinsamen Ausflug zum Breakwater Newcastle, dies war der erste Wellenbrecher Australiens, der 1818 unter Leitung des Gouverneur Lachlan Macquarie zum Schutz der Hafeneinfahrt von Newcastle gebaut und im Jahr 1846 fertiggestellt wurde. Am Abend lud ich Jo zu meinem Geburtstag in das Âpé Chilean Nikkei Restaurant ein. Am Montagmorgen radelte ich zu einem Nautikshop weil uns ein Pelikanhaken kaputt gegangen war und ich einen Neuen besorgen wollte. Doch Pustekuchen einen Pelikanhaken hatte der Laden nicht, also ganz umsonst die 14 km geradelt. Am Nachmittag tranken wir mal wieder in unserem Stammlokal „Wharf 350” eine gepflegte Kaltschale und am Abend kamen Natti und Andy vorbei, die gut mit meinem Bruder befreundet sind. Nachdem wir mit Ihnen eine Katamaranführung gemacht hatten sind wir zusammen in ein Thailändisches Restaurant gegangen in dem wir sehr gut gegessen hatten. Nach dem vorzüglichen thailändischem Essen begleiteten wir die Beiden noch bis zu Nattis E-Auto, in dem wir die neueste Technik bestaunen konnten. Am nächsten Tag stockten wir unsere Lebnsmittel ein wenig mit einem Einkauf bei Aldi auf und schauten uns danach das Museum von Newcastle an, in dem die Geschichte von der Stadt gut gezeigt wurde. Nach dem Frühstück am Mittwoch marschierten wir einmal quer durch die City bis zu dem ANZAC Memorial Walk, dieser 450 Meter lange Gedenkweg führt an der Küste vorbei und wurde im Jahre 2015 zum 100 jährigen Gedenken an die ANZAC-Landung auf Gallipoli und den Anfängen der Stahlindustrie von Newcastle eröffnet. Auf dem Rückweg durch die City schauten wir noch in zwei Geschenkläden vorbei um für unsere Lieben einige Mitbringsel zu finden. Nach soviel wandern und einkaufen, relaxten wir an der Hafeneinfahrt von Newcastle auf der Barterrasse vom „Queens Wharf Hotel”. An unserem letzten Abend in Newcastle besuchten uns nochmals Natti und Andrew, diesmal mit ihrer aufgeweckten Tochter Hannah. Zufälligerweise war Gila eine deutsche Freundin der Familie in der Nähe die auch noch bei uns vorbei auf dem Kat vorbei schaute. Bevor wir alle zusammen zu dem Honeysuckle Hotel Restaurant gingen, zeigte ich Gila noch schnell den Innenbereich und die Austattung der Que Mas. Nach einem nicht so gutem Essen, dafür aber einer lebhaften Unterhaltung verabschiedeten wir uns von der Familie und ihrer Freundin Gila. Da wir ja am nächsten Tag von Newcastle aufbrechen wollten verzogen wir uns schnell zum schlafen in unsere Kabinen.

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