Brenzlige Sandbänke & Magnetic 🧲 Island

Damit wir für den Platz von dem öffentlichen Anlegersteg in Bowen nicht abkassiert wurden, legten wir schon früh ab und waren vor sieben Uhr schon unterwegs zum nächsten Zwischenstopp, eigentlich wollten wir ja nur bis zum 40 sm entfernten Ankerplatz in der Shark Bay, doch dann lief es mit dem über 20 Knoten achterlichen Wind und dem Code Zero so gut, dass wir die 40 Seemeilen schon nach 6 Stunden hinter uns hatten, da es bis zur nächsten Ankermöglichkeit noch 35 sm waren, segelten wir weiter in der Hoffnung den Ankerplatz am Cape Bowling Green noch so gerade bei Tageslicht zu erreichen. Teilweise reitete die Que Mas die Wellen zwischen 9 bis 10 Knoten ab, etwa sieben Seemeilen vor dem Cape Bowling Green liegen gefährliche Sandbänke die sich laufend verändern können. Ich hatte die Gefahr der Sandbänke bei den zwei Meter hohen Wellen ein wenig unterschätzt, als die Que Mas nahe der Küste von den quer einschlagenden Wellen immer mehr hin und her schaukelte, wechselte ich lieber den Kurs und entfernte mich von der Küste in tiefere Gewässer, erst als der Tiefenmesser 23 Meter anzeigte, wurde das Geschaukel weniger. Gerade noch rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang erreichten wir den Ankerplatz hinter der Landzunge von Cape Bowling Green, da hier die Wassertiefe nur zwei Meter betrug, musste ich höllisch aufpassen, dass genug Wasser unter meinem Kielen war. Da der Tiefenmesser wegen dem modrigen Ankergrund nicht mehr anzeigte, konnte man sich nur an den Tiefenangaben der Karte orientieren. Bei Wind von 25 bis 28 Knoten war das ankern eine echte Herausforderung, der erste Ankerversuch scheiterte weil der Anker bei 30 Meter Kette in dem weichen Schlamm durch den starken Winddruck keinen Halt fand und slippte, jetzt kamen wir gefährlich in die Zone wo die Wassertiefe auf der Karte auf unter ein Meter angegeben war. Schnell holten wir den Anker wieder hoch und brachten die Que Mas in einen sicheren Tiefenbereich bevor wir mit dem zweiten Ankerversuch begannen. Diesmal ließ ich über 80 Meter Kette raus, damit der Anker bei dem starken Wind sich in den schlammigen Untergrund eingraben konnte. Nach bangen warten zeigte die Logge endlich den Stillstand der Que Mas auf dem Wasser. Die Nacht war durch die kräftige Windwelle etwas unruhig aber auszuhalten. Am nächsten Morgen holten wir uns beim aufholen der Ankerkette den ganzen Schlamm in die Kettenlaufschiene und den Ankerkasten, was für eine Sauerrei! Bis nach Magnetic Island, unserem nächsten Ziel, waren es jetzt nur 33 sm, mit dem guten Wind versenkten wir schon um 13:30 Uhr den Anker in der Horseshoe Bay. Jetzt hatten wir noch genügend Zeit hier auf Magnetic Island eine kleine Wanderung zu unternehmen. Nach einem Käffchen in einem Café an der Horseshoe Bay, spazierten wir einen Track über einen Hügel zum Strand der Balding Bay und machten noch einen kurzen Spaziergang durch den verträumten Schmetterlingswald der Horseshoe Bay bevor wir mit dem Beiboot wieder zurück zum Kat fuhren. Vor dem Start am nächsten Morgen befreiten wir mit Hilfe der Deckwaschpumpe die Kette und die Ankerschiene von dem Schlamm, den wir uns am Cape Bowling Green reingezogen hatten. Von Magnetic Island segelten wir an der Ostseite der Great Palm Island Group vorbei und passierten die Durchfahrt zwischen Pelorus Island und Orpheus Island. Jetzt hatten wir nur noch 5 sm bis zum Hinchinbrook Channel der sich zwischen Hinchinbrook Island und dem Festland durch ein atemberaubendes Mangrovengebiet hindurch schlängelt. Von der Durchfahrt und dem Ankerplatz in dieser traumhaften Natur erfahrt ihr dann in meinem nächsten Bericht.

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