- Die Immigrationsbehörde
- Das Quarantäne-Team
- Auf geht’s nach Mataram
- Hindutempel „Pura Meru”
Von dem ersten Ankerplatz in Indonesien ging es für uns am nächsten Morgen im Slalom um die ganzen Fisch- und Muschelzucht Farmen bis wir nach fünf Seemeilen an der Lombok Marina ankamen, wo wir uns für Indonesien 🇮🇩 einklarieren mussten. Direkt nachdem die Que Mas sicher am Steg der Marina festgemacht war, ging ich mit allen Papieren zum Marineoffice um mich anzumelden. Die Dame im Office war sehr überrascht, dass wir einklarieren wollten, man müsste sich normalerweise vier Tage vorher bei der Marina für den Einklarierungsprozess anmelden, damit man einen Agenten/in, der die Einklarierung managt, zugewiesen bekommt. Doch wir hatten Glück, genau an unserem Ankunftstag waren gerade die Offizielen in der Marina um ein anderes Boot einzuklarieren und so konnten wir direkt mit einklariert werden. Doch langsam mit den jungen Pferdchen, so schnell und einfach war es doch nicht. Zum Glück organisierte und begleitetete den ganzen Einklarierungsprozess unsere reizende Agentin „Dira”. An diesem Tag war die Immigratiosbehörde, die unsere genehmigten Visa kontrollierten und die Quarantänemannschaft, die unsere Gesundheit und Medikamente kontrollierten in der Marina. Als Erstes kam das Quarantäne-Team auf die Que Mas, Sie fragten nach meinen Medikamenten und dem erste Hilfe Kit. Da ich meinen Badezimmerschrank voll mit Medikamenten hatte, die vom Haltbarkeitsdatum abgelaufen waren, präsentierte ich den Quarantäneoffizieren erstmal den Erste Hilfe Kasten, in dem auch einige abgelaufene Medikamente waren, die ich so schnell wie möglich austauschen sollte. Kurze Zeit später kam die Immigrationsbehörde an Bord, die unsere Pässe und unsere beantragten Visas kontrollierten. Am Nachmittag konnten wir dann unsere Pässe mit dem Einreisestempel Im Marinebüro wieder abholen. So, das war der erste Streich der Einklarierung, morgen kommt dann noch die Boarder Force und der Harbourmaster der das Papier ausstellt, dass ich offiziell mit meinem Katamaran in Indonesien 🇮🇩 frei rumcruisen darf. Als dann am nächsten Tag die Offiziere der Boarder Force alles gecheckt hatten und danach noch der Harbourmaster mir viele Fragen gestellt hatte, waren wir offiziell in Indonesien einklariert und ich konnte endlich die gehisste Quarantäneflagge wieder abnehmen 😁. Jetzt waren es noch vier Tage bis Chris die Segel streicht und zu seinem nächsten Schiff in Fidschi fliegt. Damit Chris wenigstens noch ein bisschen von Indonesien sieht, machten wir am Freitag, nach dem ganzen Einklarierungsprozess, einen Ausflug in die nächst größere Stadt Mataram. Am Freitagmorgen wurden wir von der Insel Gili Gede mit einem typischen indonesien Fischerboot abgeholt und ans Festland übergesetzt, wo schon unser Fahrer auf uns wartete. Weil ich dringend einen Unterstellplatz von Januar bis Mai in 2027 bräuchte, fuhren wir zuerst nach Lemba zur PT Marine wo ich einen Trockenliegeplatz für die Que Mas in diesem Zeitraum reservieren wollte. Nachdem das geklärt war, wollte ich mir eigentlich eine indonesische SIM-Karte für mein iPhone besorgen, doch daraus wurde leider nichts, weil ich das Telefon im Boot liegen gelassen hatte, und ich so die IMEI-Nummer vom Mobiltelefon nicht angeben konnte. Also fuhren wir direkt weiter zu der historischen Tempelanlage „ Mayura Water Palace” welche im Jahre 1744 errichtet wurde. Inmitten eines künstlich angelegten Teiches war der schwimmende Pavillon „Bale Kambang”. In unmittelbarer Nähe stand dort der hinduistische Tempel „Pura Meru” den wir uns genauer ansahen und unser Hobbyfotograf Chris fast jede Figur fotografierte. Nach der Besichtigung der Tempelanlage gingen wir, bevor es zur Lombok Marina zurück ging, luden wir unseren Fahrer in einem typisch indonesischen Restaurant zum Essen ein. Das Wochenende haben wir mit Arbeiten auf der Que Mas verbracht, ich versuchte auf der Navigationssoftware OpenCPN Karten von Indonesien zu implementieren und Chris reparierte mit Gelcoat alle abgeplatzten Stellen von der Waffelstruktur des Deckbelags. Am Montag, der Tag der Abreise von Chris, putzte er sorgfältig das Bad und seine Kabine sauber und musste seine sieben Sachen packen. Um 12:30 Uhr wurden wir von einem Boot nach Lombok übergesetzt und mit dem Fahrer Assi ging es zu dem 65 km entfernten Lombok Airport. Nach einer innigen Verabschiedung von Chris und einem großen Dankeschön 🙏, brauchten der Fahrer zurück bis zur Lombok Marina fast volle zwei Stunden, kurz vor dem Sonnenuntergang 🫠 war ich wieder an der Que Mas, kochte mir, jetzt wo Chris mich nicht mehr bekochen konnte, ja was wohl?! Genau, eine dicke Portion Spaghetti Pesto 🍝. Nach ereignisreichen 5 Monaten mit Chris segel ich nun wieder allein allein 🤨 durch Indonesien.



