Da, wie ich ja schon gestern berichtet hatte, Starlink für jedes GB Offshore 6 US-Dollar abrechnet, setzte ich unseren Kurs nach Lombok so ab, dass wir relativ früh an die Küste kommen, also innerhalb der 12 sm-Zone fahren können, sodass ich bei Starlink den Schalter für Ocean Data auf off stellen konnte und wir in den Genuss von unlimited Data kommen können. Aber bis wir die Küste erreichen dauerte es noch einige Seemeilen. Bei der Nachtwache von Chris wurde ich von einem eindringlichen Piepton geweckt, die Navigation machte Probleme und verlor immer ihre AIS-Signale, kurzerhand schickte ich Chris ans Steuer und schaltete die ganze Navigation aus und stellte den Umschalter für die beiden Autopiloten um und startete die Navigation neu, nach dieser Aktion funktionierte wieder alles einwandfrei und ich konnte mich wieder in die Koje schmeißen und noch zwei Stündchen schlafen. Als ich für meine Frühwache aufstand, fragte mich Chris, ob ich gut geschlafen hätte, es wäre eineinhalb Stunden zu spät für seine Wachablösung, der Grund war, das wir inzwischen mein iPhone die indonesische Zeitzone übernommen hatte und so mein Wecker um eineinhalb Stunden verspätet geklingelt hatte, auf was man so alles achten muss!!? Bei meiner Wachübernahme waren wir inzwischen schon an der Küstenlinie von Lombok angekommen und so konnte ich die teueren Offshoredaten abschalten. Jetzt mussten wir noch etwa 70 sm fahren bis wir die Bucht in Lombok erreichen, wo wir ankern wollten um von dort am nächsten Tag zur Lombok Marina zu fahren wo ich schon einen Liegeplatz reserviert hatte. Während der Fahrt kam über das Internet endlich das PDF von meinem bewilligtem eVisa für Indonesien 🇮🇩, jetzt dürfte eigentlich bei unserer Einklarierung für Indonesien nix mehr schiefgehen??! Den ganzen Tag motorten wir die 70 sm an der Küste entlang, dabei passierten wir einige riesige Bojen die da mitten im Meer standen, sahen springende Grindwale, einer winkte uns sogar mit seiner Schwanzflosse zu und kamen an einem kleinen Felsen vorbei der mit seiner Spitze mitten aus dem Wasser ragte. (Guckst Du Titelbild). Kurz vor unserer auserwählten „Tanjung Beberan” mussten wir die Lombok Strait passieren, hier hatte mich Chris vor der starken Strömung gewarnt, doch wir hatten Glück, wir hatten nur einen Knoten Gegenströmung und so ankerten wir um 16:15 Uhr auf 21 Meter tiefen Grund. So, das war der Törn Darwin – Lombok, bis auf das wenige segeln hat es doch garnicht weh getan. 😜
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