- Außenbordertest
- Es lebe VIVID Sydney
- Gebäudeprojektion
- Sydney die Lichterstadt
Mittlerweile sind die meisten Arbeiten an der Que Mas gemacht, in den letzten zwei Wochen hatten wir einen neuen Kettenzähler montiert, Chris hat aus dem vier Meter langem Kabelkanal, den ich Ende letzten Jahres aufwendig mit Jo in der Nähe von Brisbane besorgt hatte (kuckst Du hier), eine Regenauffangrinne konstruiert und vorne am Dach mit Silikon befestigt. Damit die Wantenspanner gängig bleiben, hatten wir diese entspannt und mit Molykote abgeschmiert. Die meiste Zeit beanspruchte allerdings die Instandsetzung des Steuerbordmotors, an dem musste nämlich der Simmering an der vorderen Kurbelwellenscheibe gewechselt werden, auch war der obere Simmering vom Saildrive an diesem Motor undicht und musste aufwendig ausgetauscht werden. Aber die meiste Arbeit machte mir an dem Steuerbordmotor die Instandsetzung der Kupplung des Saildrive die nicht mehr richtig griff und dadurch keinen Antrieb mehr auf den Faltpropeller an Steuerbord geben konnte. Endlich nach fast einer Woche konnte ich an dem instandgesetzten Motor zum Abschluss alle Filter tauschen, frisches Getriebe- und Motoröl einfüllen und war auch damit fertig. Weil der Backbordmotor ziemlich verrostet und vergammelt aussah, hatte sich Chris diesen Motor zur Entrostung und Aufhübschung vorgeknöpft. Viele Kleinteile mussten von dem Motor abmontiert und zum Sandstrahlen gebracht und neu lackiert werden. Da der Motor nicht ausgebaut war, entpuppten sich die Lackierarbeiten als äußerst aufwendig und zeitintensiv. Außerdem tauchen immer wieder irgendwelche zusätzlichen Probleme auf, die uns zusätzliche Arbeit machen. Zum Beispiel hatte ich den 15 PS starken Außenborder an den OC-Tender montiert, doch beim testen des Motors fiel uns auf, dass der Vergaser undicht war und Benzin ins Wasser tropfte. Jetzt mussten wir wieder aufwendig den Mercury Außenborder vom Dinghy abbauen, der Vergaser ausgebaut und neu abgedichtet werden. Eigentlich wollten wir nach diesem Wochenende den Anker der Que Mas in der Elvina Bay lichten und nach Sydney Harbour übersetzen, doch daraus wird wohl nix, weil der sogenannte Arbeitsendspurt sich wie Kaugummi in die Länge zieht. Zwischen unseren Instandsetzungsarbeiten sind wir ab und zu mit dem Bus nach Sydney gefahren wo vom 22. Mai bis zum 13. Juni, wie schon im vorherigen Bericht kurz angeschnitten, das Lichterspektakel Vivid Sydney stattfindet. Dieses Festival findet jedes Jahr in Sydney statt und ist das führende Multi-Kunstfestival in der südlichen Hemisphäre und Australiens größte Veranstaltung dieser Art. Hier geht es um Lichtspektakel, Musik und kulinarische Erlebnisse, seit 2009 verwandelt dieses Festival Sydney in eine wunderliche Welt des Lichts mit innovativen Lichtinstallationen, Kunstskulpturen und Großprojektionen. Dieses Festival war die ideale Abwechslung von unseren Arbeiten an der Que Mas, hier konnten wir mit Lasershows, Feuerwerk und den verschiedenen Lichtinstallationen mal in andere Sphären abtauchen. Nächste Woche soll dann endlich der Lazybag für das Groß vom Segelmacher fertig repariert sein, damit wir endlich mal von Pittwater absegeln können. Übrigens habe ich nach meiner medizinischen Untersuchung am 27. Mai noch immer kein Bescheid darüber bekommen, ob mein Visitorvisa genehmigt wird, ihr müsst euch also noch ein wenig gedulden.




Hey Tom, ja das war eine spezielle Fahrt mit dem 4-m-Kabelkanal, der um gut 2 Meter hinten aus dem Kofferraum unseres gemieteten Kleinwagens rauslugte. Die Hoffnung, dass auf dem langen Rückweg von über 120km keiner Hinter uns auf den heraushängenden Kabelkanal reinfährt, ging perfekt auf. Wir brachten ihn heil bis an Bord der Que Mas. Dass es Voll-Idioten gibt, die einem von hinten das Auto streifen, haben wir ja noch live erlebt. Bin gespannt, wieviel Regenwasser du mit diesem Teil auffangen kannst. Wünsche dir und Chris weiterhin nur das Beste.
Herzliche Grüsse aus der wieder warmen, sonnigen Schweiz
Jo & auch von Ines
Hi lieber Jo,
immer wieder schön von euch zu hören, Chris hat unseren mühsam verfrachteten Kabelkanal zu einer phantastischen Regenrinne umgebaut. Die Regenrinne fängt ordentlich das Regenwasser vom Dach der Que Mas auf. Nur schade das mich Chris davon überzeugt hat, das Regenwasser wegen der chemischen Belastung und den Mikroorganismen nicht ungefiltert in den Tank zu leiten. Es könnten sich zu viele Bakterien und Parasiten durch Regenwasser im Wassertank bilden, guckst Du hier
https://www.earthtrail.de/regenwasser-trinken !! Also nur im allerhöchsten Notfall das Regenwasser trinken. Die Konsequenz ist, dass ich auf keinen Fall das Regenwasser aus unserem Kabelkanal in den Tank laufen lasse. Aber ein Trost habe ich, als Regenrinne für das Katamarandach funktioniert der Kabelkanal phantastisch 🙂.
Hier ist es mittlerweile ein wenig kälter und ungemütlicher geworden aber immer noch viel besser als bei uns im Winter.
Ganz liebe Grüße an euch noch immer aus Pittwater
Tom
Lieber Tom, wir sind immer an deinen spannenden Berichten interessiert. Dass das Regenwasser nicht ohne Aufbereitung trinkbar ist leuchtet ein. Es kann aber als Brauchwasser für den Abwasch, zum Duschen oder für die Deckreinigung genutzt werden. Ist ja auch wichtig, wenn man auf längeren Törns ist. Du könntest ja einen Tank speziell für das Regenwasser nutzen😃 Wann planst du die Weiterreise die Küste hoch und dann gegen Indonesien?
Herzliche Grüsse
Jo