- Trockenfall vor Huelmo
- Fernsicht vom Steg
- Marina Costa de Huelmo
- Es Weihnachtet schon sehr
Seitdem wir den Leihwagen verlängert haben, steht er hier an der Marina Huelmo nur herum, weil wir an der Que Mas soviel zu tun haben. Am Wochenende hatten wir schonmal das neue Trampolin auf das alte kaputte Netz gelegt und provisorisch befestigt. Danach konnten wir das alte Trampolin dann lösen und unter dem Neuen wegziehen. In den beiden folgenden Tagen habe ich den Kettenzähler montiert, am ersten Tag habe ich mit Fränki die benötigten Kabel durch die Kabelrohre gezogen und alles verkabelt, dann wurde getestet ob der Kettenzähler auch die Meter der Kette zählt, er tat es natürlich nicht, warum sollte auch mal was auf Anhieb klappen? Es stellte sich heraus das der Sensor in der Ankerwinch die Grätsche gemacht hatte und kaputt war. Zum Glück war bei dem Kettenzählerdisplay ein neuer Sensor dabei, den ich am nächsten Tag in die Ankerwinde einbauen konnte und siehe da, nach fast einem ganzen Tag zusätzlicher Arbeit funktionierte alles und die Meter der Ankerkette wurden gezählt 🙃. Zur Feier des Tages gab es Abends mal nicht Spaghetti Pesto, sondern Bratkartoffel mit deutschen Bratwürstchen und dazu noch ein Bier, so ein richtiges Männermenü, hmm lecker! Den nächsten Tag konnten wir endlich mal wieder den Leihpolo in Bewegung setzen und fuhren nach Puerto Montt. Damit ich besser die Bilgen trocken legen konnte, hatte ich nämlich einen kleinen Wassersauger in Puerto Montt bestellen lassen, den wir jetzt abholen konnten, außerdem wollte Fränki auch seine Weihnachtspakete für zu Hause aufgeben, damit diese zu Weihnachten noch rechtzeitig in Deutschland ankommen. Der Wassersauger war tatsächlich angekommen, der nette Chef einer Geräteverleihfirma hatte Ihn über’s Internet bei Mercadolibre bestellt, das ist hier in Südamerika so was ähnliches wie Ebay in Europa. Weniger erfolgreich lief die Paketaufgabe von Fränki ab, für 2 kleine Pakete wollte man über 100 Euro haben, das war meinem Brüderchen dann doch zu teuer. Jetzt werden die Pakete eben an Weihnachten live über die Videofunktion von WhatsApp ausgepackt. Den nächsten Tag, inzwischen hatten wir schon wieder Mittwoch den 14. Dezember, der Heiligabend rückt immer näher, mussten wir auf dem Kat alles für die große Trockenfallaktion für die Reparatur der beiden Saildrives vorbereiten. Da ja die Ankerkette noch beim Galvanisieren war, mussten wir mit einem 15 kg Bruceanker und einer Bleiankerleine improvisieren. Die Tonnen mit den 100 Meter langen Leinen wurden unter den Tischen hergeholt um den Kat beim trockenfallen von hinten zu sichern. Am Donnerstagmorgen um acht Uhr, kurz nach Tidenhöchststand ging es dann los, im Rückwärtsgang fuhr ich die Que Mas auf den Strand bis die Ruder Grundberührung hatten, während Frank die Landleinen an Land befestigte hielt ich den Kat mit dem Rückwärtsgang in Position, nach etwa 15 Minuten hatte der Kat so aufgesetzt, das er fest lag und ich die Motoren ausschalten konnte. In den nächsten 6 Stunden, mehr Zeit blieb uns leider nicht, wechselte ich die Simmeringe am Saildrive auf der Backbordseite und Fränki befreite in der Zeit das komplette Unterwasserschiff von Muscheln und anderem Getier. Gegen 15 Uhr war das Wasser wieder da und unsere erste Tagesaktion beendet. Am nächsten Morgen wurden wir von der nächsten steigenden Flut geweckt, weil die Kielsohlen beim aufschwimmen auf dem steinigen Untergrund ganz schön knirschten. Als der Katamaran dann aufschwamm wurde er vom Wind immer weiter auf den Strand gedrückt, weil der Anker nicht hielt. Es blieb uns nichts anderes übrig als mit Motorkraft in die Landleinen zu straffen und in dieser Position auszuharren bis die Ebbe einsetzt und die Que Mas dann erneut trocken fällt. Nach geschlagenen drei Stunden stand der Kat wieder und ich konnte nach dem Frühstück am zweiten Saildrive die Simmeringe austauschen. Mein Bruder schliff in der Zeit, an den Stellen wo sich besonders viele Muscheln angesetzt hatten, das Coppercoat am Unterwasserschiff an. Mit der nächsten Flut ging es am Abend zurück in die Marina auf unseren alten Liegeplatz. Jetzt hatten wir aber unser erstes Anlegebier nach unserer Ankunft in Chile wirklich verdient! 👍🏼



