Die letzten Tage in Ushuaia 😥

28.3 Mo Wie am gestrigen Tag beginnt der Tag mit einem schönen Sonnenaufgang. Nachdem ich gestern die ganzen Ankerbuchten durch die patagonischen Kanäle auf einer Karte eingezeichnet hatte, setzte ich mich jetzt daran die einzelnen Entfernungen zwischen den Ankerbuchten auszumessen und tabellarisch einzutragen. Gegen 14 Uhr hatte ich alle einzelne Entfernungen zwischen den von Katrin und Hans empfohlenen Ankerbuchten erfasst und aufgelistet. Es schien immer noch die Sonne vom Himmel, eigentlich sollte man am Nachmittag bei diesem schönen Tag etwas unternehmen, deshalb schlug ich meinem schweizer Freund vor, mit unseren Rädern zu dem außerhalb von Ushuaia liegendem Luxushotel „Los Cauquenes” zu radeln. Da die Grünanlage des Hotels direkt an das Ufer des Beagle-Kanal angrenzt, setzten wir uns dort gemütlich mit einem Getränk auf eine Bank und genossen, in der Sonne sitzend, den Ausblick der am entgegengesetzten Ufer des Beagle-Kanal hoch aufragendem Berge. Langsam wurde es ungemütlich, weil der Wind mit der Zeit immer mehr zunahm, deshalb zogen wir uns in die Räumlichkeiten des Hotels zurück, Res bestellte sich ein Cape Horn Bier, während ich einen Kakao mit Zitronenkuchen orderte. Kurz nach 17 Uhr schwangen wir uns auf unsere Räder und mit Rückenwind kamen wir schneller als gedacht wieder im Club Nautico an. Res lud mich auf der Mon Bijou zu Spaghetti mit seiner leckeren Soße ein. Nach einem guten Essen wechselte ich auf die Que Mas und zog mir, vor dem zu schlafen gehen, noch einen Film mit Hannelore Elsner rein.
29.3 Di Nach dem Frühstück ging ich zum Supermarkt, weil ich meine Vorräte für die Fahrt durch die chilenischen Kanäle weiter aufstocken wollte, ich konnte immer nur zwei Trinkwasserkanister schleppen, deshalb ging ich jetzt fast jedenTag zum Supermarkt. Auf dem Rückweg zur Marina traf ich den Taucher Martin vom Club Nautico, er nahm mir einen Trinkwasserkanister ab. Ich hatte mir überlegt, dass bei dem kalten Wasser hier, es besser wäre einen Trockentauchanzug zu haben, für den Notfall wenn ein Anker sich in den Felsen verfängt oder eine Leine sich im Propeller verfängt u.s.w., deswegen hatte ich Martin gefragt ob er nicht für mich einen gebrauchten Trocki für mich hätte, er wollte sich darum kümmern. Nach Mittag ging ich ins Städtchen um einige Sachen zu besorgen, ich brauchte noch eine neue Jeans und einige Schreibutensilien, meine Kulis und Permanentmarker hatten alle den Geist aufgegeben. Bei den Kulis und Markern bin ich fündig geworden, nur die passende Jeans hatte ich noch nicht gefunden. Für unseren Traditionscaipirinha kaufte ich noch Eiswürfel. Während Res gegen 18 Uhr auf die Que Mas kam und den Caipi anmischte, kam , als wenn er es gerochen hätte Gabriel vorbei und trank direkt einen Caipirinha mit. Gabriel hatte für heute Abend im Restaurant „Lola” einen Tisch um 21 Uhr für sich selber, Anna, Paola, die Mutter von Anna, und natürlich Res und mich, reserviert. Da das Restaurant ganz in der Nähe der Marina lag, konnte ich mit Res kurz vor 21 Uhr zu Fuß dort hin gehen. Die Kommunikation war an diesem Abend mal wieder sehr interessant, Res unterhielt sich hauptsächlich mit der Mutter von Anna in seinem für ihn typischen portuspanisch, während ich versuchte mit meinem gebrochenen Spanisch und auf Englisch zu kommunizieren. Trotz der Sprachschwierigkeiten war es eine unterhaltsame Runde. Nachdem wir alle unser abendliches Dinner mit einem Nachtisch abgerundet hatten, lieferte uns Gabriel um 23:30 Uhr an unserer Marina ab, eigentlich wollte Res noch alle überreden in einen Pub zu gehen, um seinen obligatorischen Absacker nach dem Essen zu trinken, doch da ausser uns nicht alle im Ruhestand waren und arbeiten mussten, viel der obligatorische Absacker zum Leidwesen von Res aus.
30.3 Mi Eigentlich hatte ich ja schon heute Morgen mit Tommi gerechnet, deshalb schaute ich ich direkt nach dem Aufstehen in die App „Flightradar24” um zu schauen wo der Flieger aus Buenos Aires im Augenblick war, er flog gerade unterhalb von Rio Grande vom Meer auf Tierra del Fuego und hatte noch eine halbe Stunde bis Ushuaia. Eine Stunde nachdem der Flieger gelandet war, ging ich zur Mon Bijou in der Annahme herüber um Tommi zu begrüßen, doch ich hatte falsch gedacht, Tommi war garnicht da und er kam auch nicht. Um eine Info zu bekommen wo Tommi sich so rumtreibt sendete Res ihm eine WhatsApp Nachricht. Während der Zeit wo wir auf die Antwort warteten, ging ich zum Supermarkt um weiter meine Vorräte aufzustocken. Als ich zurück war telefonierte ich mit Res um zu erfahren wo Tommi im Moment war, er war noch in Buenos Aires und versuchte sein Lenkgetriebe durch den Zoll zu bringen, was anscheinend gar nicht so leicht war. Er wird wohl erst heute Abend in Ushuaia erwartet. Wir hatten von Gabriel gehört, dass im Industriegebiet von Ushuaia es noch einen großen Supermarkt im Stile eines Hochregallagers gäbe, wo man eine gute Auswahl hätte und die Preise etwas niedriger als in den anderen Supermärkten wäre. Um uns selber davon zu überzeugen machte Res mit mir aus, dort um 14 Uhr mit dem Rad mal hinzuradeln um den Laden mal persönlich zu begutachten. Da bis 14 Uhr noch 2 Stunden Zeit war, wollte ich schnell noch die Füllstände meines Steuerbordmotors überprüfen und gleichzeitig ausgelaufenes Öl aus der Bilge des Motors mit einer Unterdruckpumpe saugen. Res assistierte mir bei der Saugaktion und nachdem ich alles wieder eingeräumt hatte radelten wir zum von Gabriel empfohlenen Supermarkt von dem wir angenehm überrascht wurden, er hatte eine gute Auswahl um die Grundausstattung an Lebensmittel zu bevorraten, uns gefiel besonders, dass dort eine separate Obst- und Gemüsabteilung war in der wir alles was wir brauchen kaufen können. Nach unserer Erkundung sind wir ins gegenüberliegende Shoppingcenter gegangen, dort leistete sich Res einen aus Alpakawolle gestrickten Pullunder und wir tranken zur Stärkung ein Coronabier bevor wir zurück zu unserer Marina radelten. Für’s Abendessen hatte Res für 20:30 Uhr einen Tisch im „El Mercado” reserviert, um 20:15 Uhr marschierten wir zu dem nahe der Marina liegenden Restaurant. Da Tommi um 21:30 Uhr in Ushuaia landete, wollten wir spätestens um 21:45 Uhr im Club Nautico zurück sein um ihn auf der Mon Bijou gebührend zu empfangen. Gegen 22:15 Uhr konnten wir ihn endlich gebührend empfangen, er hatte uns soviel zu erzählen, dass ich erst nach Mitternacht in meine Koje kam.
31.3 Do Zum Frühstück gab es dieses Mal Spiegelei auf mit Käse belegten Toast, danach holte ich im Supermarkt für die 2 monatige Tour nach Puerto Montt zwei Mal 3 Liter Malbec im Karton und noch zwei Trinkwasserflaschen. Auf Basis der Empfehlungen von Katrin und Hans hatte ich den bevorstehenden 2 monatigen Törn durch Patagonien vorbereitet und alle in Frage kommenden Ankerplätze in eine Karte eingetragen, natürlich hatte ich auch eine Kopie für meine schweizer Buben gemacht, die ich jetzt zu Ihnen auf der Mon Bijou gab. Stolz zeigte mir an diesem Morgen das obskure Objekt der Begierde, das neue Lenkgetriebe. Wir machten aus, dass ich nach Mittag Ihnen mithelfe die neue Gearbox zu montieren. Doch wie so oft, war alles nicht so einfach, das neue Lenkgetriebe hatte etwas andere Ausmessungen als die Alte und passte deshalb nicht an die dafür vorgesehene Montageplatte, was jetzt? Wir überlegten uns, die Gearbox durch Abstandshülsen aus V4A einfach mit 12 mm Abstand unter die Montageplatte zu montieren, doch woher bekommen wir die Abstandshülsen. Wenn einer uns dabei helfen konnte, dann war es Gabriel, der auch schon den Gasherd auf der Mon Bijou repariert hatte. Res rief ihn direkt an und schilderte Ihm das Problem, nach kurzer Zeit war Gabriel da um zu helfen, anscheinend war es nicht einfach in Ushuaia eine Werkstatt zu finden die solche Hülsen anfertigen konnte. Doch Gabriel hatte die Idee, anstelle der Abstandshülsen 2 übereinander zusammen geschweißte Gewindemuttern zu nehmen. Kurzerhand kaufte er zusammen mit Res die Edelstahlmuttern, schweißte Sie zusammen und bohrte das Gewinde mit einem Bohrer aus und fertig waren die benötigten Abstandshalter. Tommi, Rene und ich hatten es uns in der Zwischenzeit mit einem Bierchen in der Mon Bijou gemütlich gemacht und gewartet bis Res und Gabriel mit den fertigen Abstandshülsen gegen 18 Uhr zurück kamen. Zur Belohnung bekamen Gabriel und Res natürlich auch noch ein Bierchen. Um 19 Uhr mussten Rene und Gabriel nach Hause und wir aßen im Restaurant „Le Estancia” zu Abend. Während Res nach dem Essen im „Santos Cerveza” noch einen Absacker nahm, gingen Tommi und ich zurück in den Club Nautico. Wir verabredeten uns noch für nächsten morgen um 11 Uhr, um den nächsten Versuch zu starten, das Lenkgetriebe mit den gebastelten Abstandshülsen an die Montageplatte zu montieren.
1.4 Fr Am heutigen Morgen gab es zur Abwechslung ein Müsli zum Frühstück, kurze Zeit später meldete sich mein Darm und wollte entleert werden, durch meinen harten Stuhlgang, ich nehme wahrscheinlich zu wenig Flüssiges zu mir, verstopfte mal wieder die elektrische Toilette, shit und ich wollte in 15 Minuten nach Carrefour bei Western Union argentinische Pesos abholen. Mittlerweile wusste ich ja wie ich die Verstopfung ohne große Sauerei beseitigen kann, schnell holte ich das benötigte Werkzeug und schaffte es in 10 Minuten den Pott von seiner Verstopfung zu befreien. Um 9 Uhr öffnet Western Union, damit man nicht in einer langen Warteschlange steht ist es besser schon 10 Minuten vor neun dort anzutanzen, ich schaffte es noch 5 Minuten bevor der Supermarkt öffnete. Tommi und Res, die auch Geld holen wollten, standen auch schon da und warteten. Wir kamen als Erste unser Geld, Tommi und Res gingen danach im Carrefour einkaufen und ich radelte wieder zum Kat zurück. Mit Tommi und Res hatte ich besprochen, dass wir um 11:30 Uhr versuchen wollten die Gearbox in der Mon Bijou einzubauen. Während Res uns vom Deck alle Benötigte anreichte, quetschte ich mich zusammen mit Tommi tief im Heck der Mon Bijou unter die Steuersäule und wir versuchten mit den neu gebastelten Abstandshülsen das Lenkgetriebe unter die Steuersäule zu montieren, nach einigem Stöhnen und Geächze war die Gearbox montiert und nach einer kleinen Änderung an der Ruderlenkstange war es endlich soweit, die Mon Bijou hatte wieder eine intakte Ruderanlage. Zur Belohnung gab es selbstverständlich ein eiskaltes Bier, was wir uns aber auch ehrlich verdient hatten. Ich hatte immer wieder in Segelblogs über Patagonien gelesen, dass es gut wäre eine Holzsäge an einem Besenstil zu haben um das Kelp was am Anker hängen bleibt damit zu lösen, deswegen ging Tommi mit mir am Nachmittag in eine Ferreteria, eigentlich wollten wir ja Besenstile als Verlängerung holen, doch dann vielen uns Gardienenstangen aus Holz ins Auge, die fast doppelt so lang wie ein Besenstil waren, ideal als Verlängerungsstil für die Holzsäge. Um 18 Uhr mixte uns Res auf der Que Mas seinen berüchtigten Caipirinha, gleichzeitig schauten wir uns einen kleines Filmchen von der Antarktiktour an, die Tommi mit seiner Sherry Anfang Februar von Ushuaia aus gemacht hatte. Nach beeindruckenden Bildern von der Antarktis schlenderten wir ins „El Mercado” zum Abendessen. Da Morgen am 2 April in Argentinien der Malvinasday, wo die Argentinier den Gefallen des Falklandkrieg gedenken, war auf dem Rückweg vom Essen auf dem Plaza Islas Malvinas richtig was los. Leider ging es meiner Magen-Darmflora nicht besonders und so konnte ich nicht mit Res und Tommi bei den Feierlichkeiten auf dem Plaza Isla Malvinas bleiben und verzog mich mit einem wärmenden Kissen auf dem Bauch in meine Schiffskabine.
2.4 Sa Über Nacht hatte ich mich von meinen Magen- Darmbeschwerden ein wenig erholt, trotzdem gab es zum Frühstück nur Tee und Zwieback. Vormittags beschäftigte ich mich damit, die gestern gekaufte Holzsäge an die lange Gardinenstange aus Holz zu montieren. Res und Tommi waren Mittags noch nicht zu sehen, wahrscheinlich ist es gestern beim Mavinasday spät geworden und Sie schlafen sich aus. Mittags wärmte ich mir die Pizza auf, die vom Essen im El Mercado noch übrig war. Nach dem Mittagessen ging ich zur Mon Bijou rüber um zu sehen ob die beiden Schweizer noch leben. Ich traf aber nur Tommi an, Res hatte einen wichtigen Massagetermin in Ushuaia, ich blieb ein bisschen auf der Mon Bijou und quatschte mit Tommi über den gestrigen Abend und die argentinische Geschichte der Malvinas. Gegen 17 Uhr trudelte Res wieder ein, die Massage hatte ihn geschafft, ich blieb noch ein Viertelstündchen bevor ich wieder auf die Que Mas ging. Am Abend hatte uns Gabriel zu einem kleinen Fest mit Parilla auf das Partyschiff von AFASyN eingeladen. Seine Freundin Anna holte uns mit Gabriel’s Auto ab und wir fuhren zu der anderen Marina wo in einem alten an Land stehendem Schiff die Feier stieg. Es gab reichlich Fleisch und Leckereien zu essen. Die Argentinier spielten zusammen ein Kartenspiel mit dem Namen „Hachazo”, Sie hatten richtig Spaß dabei. Um Mitternacht bedankten wir uns bei Gabriel für die Einladung und spazierten zu unsere Marina zurück.
3.4. So An diesem Vormittag bekam ich einen Videocall von meinen Freunden, die meine Katze bei mir zu Hause betreuen. Sie teilten mir die unerfreuliche Nachricht mit, dass das Dach meiner Scheune eingefallen war, ganz überrascht war ich davon nicht, weil ich wusste, dass die Dachbalken schon ganz schön morsch waren. Daran ändern konnte ich von Ushuaia aus sowieso nichts, das muss jetzt erstmal so bleiben bis ich mal wieder nach Hause komme. Zum Mittagessen wärmte ich mir eine Pizza auf und danach ging ich mit Tommi und Res in die Einkaufsstrasse von Ushuaia, da Sonntag war hatten die Geschäfte alle geschlossen. Wir setzten uns in das Café „Tante Zara” um eine Kleinigkeit dort zu essen. Res hatte Tommi und mir empfohlen, dass wir uns unbedingt das Museum „Historia Fueguina” ansehen sollten, weshalb ich mit Tommi dort hin ging. unserer Museumsbesuch gestaltete sich kurzweilig, weil die Geschichte Patagoniens von den Ureinwohner bis heute, durch einzelne Themenfelder dargestellt wurde. Wir bekommen einen Kopfhörer wo uns in deutsch Erläuterungen zu den einzelnen Themen gegeben wurden. Von den indigenen Ureinwohnern, über die Entdecker Patagoniens der westlichen Welt, die erste Antarktikexpidition bis zur jetzigen Neuzeit war alles in dem Museum thematisiert. Nach 2 Stunden kamen wir ein bisschen schlauer wieder aus dem Museum heraus. Im Club Nautico wartete schon Res mit einigen Argentinier auf uns, wir hatten bei dem gestrigen Fest in AFASyN, alle zu einem Caipirinha auf der Que Mas eingeladen, später stießen auch noch der Schweizer Rene und der Marinero Urca dazu. Res mixte einen Caipirinha nach dem anderen, solange bis die Argentinier genug getrunken hatten und sich von uns verabschiedeten. Kurze Zeit später kamen auch noch der Brasilianer Paulo mit Frederic und seiner Freundin Sol vorbei, Paulo hatte wie versprochen seinen Cacacha mitgebracht, den wir natürlich alle probieren sollten. So langsam stieg die Stimmung und wir zogen auf die Mon Bijou um wo wir von Res und Tommi leckeren Quiche mit Rotwein serviert bekamen. Kurz vor Mitternacht verabschiedeten sich Sol, Frederic und Paulo, jetzt saß nur noch Rene mit uns zusammen auf der Mon Bijou. Plötzlich fing Res wieder mit seinem Absacker an und schlug uns vor, dass wir alle in die Bar „El Latino” gehen sollten. Da wir kein Taxi bekamen, mussten wir zu Fuss zum El Latino wandern, Rene hatte echte Schwierigkeiten seinen Körper in der Senkrechten zu halten und fiel ab und zu um, mit der Unterstützung von Res und mir, schaffte er es dann doch bis zu der Bar. Mittlerweile war es nach Mitternacht und im „El Latino” war bis auf die Musik nichts los. Ein paar Argentinier hockten um einen Tisch und an einem anderen Tisch schlief ein Argentinier seinem Stuhl tief und fest. Nach einem Bier entschlossen wir diese Kaschemme zu verlassen und den Abend, oder soll ich besser sagen den angebrochenen neuen Tag zu beenden.
4.4. Mo Es sind nur noch 2 Tage bis zu unserer Abreise von Ushuaia, deshalb machten wir um 10 Uhr an diesem Morgen für die Einreise nach Chile einen PCR-Test. Danach konfigurierte ich für Tommi und mich die App Web & Mail für unsere Satellitentelefone Iridium Go. Bevor wir unseren Großeinkauf für die einsamen Monate durch die patagonischen Kanäle machen, wollten Tommi und Res in der Stadt im Restaurant „Martinez” eine Kleinigkeit essen, Nachdem wir dort das Essen und die Getränke bestellt und wir nach über einer halben Stunde noch immer nichts serviert bekamen, hatten wir die Nase voll, verließen das Lokal und machten unseren Großeinkauf. Gabriel war so nett und holte uns mit dem ganzen Lebensmittelkram mit seinem PickUp ab und fuhr uns zum Club Nautico. Nachdem wir die ganzen Vorräte in allen möglichen Ecken unserer Schiffe verstaut hatten, war es an der Zeit unser Abendessen einzunehmen. diesmal suchten wir uns das Restaurant „Moustacchio” aus, was hochpreisig aber dafür auch sehr gut war. Nach zweieinhalb Stunden kulinarischen Genusses gingen wir zurück und begaben uns zur Nachtruhe.
5.4 Der letzte komplette Tag in Ushuaia und es ist noch viel zu tun. Die Liegeplatzgebühren hatten sich um mehr als Doppelte erhöht, angeblich wegen der Inflation, aber so schlimm kann die Inflation in Argentinien garnicht sein! Aber es nützte nichts, ich musste heute Morgen noch einmal Geld abholen, damit ich alles cash bezahlen konnte. In Carrefour kaufte ich noch die fehlenden Lebensmittel ein. Kaum war ich zurück im Club Nautico, ging es zusammen mit Res und Tommi weiter zum ausklarieren. Zuerst gingen wir zur Prefectura Ushuaia, dort mussten wir etliche Formulare ausfüllen, von hier aus wurden wir zur Immigration geschickt, wo wir den Ausreisestempel in unsere Pässe bekamen, jetzt ging es wieder zurück zur Prefectura, wo wir nur mit dem Ausreisestempel im Reisepass unsere Zarpe (Protokoll zur offiziellen Abfertigung bei den Hafenbehörden) für das auslaufen aus Ushuaia bekamen..Das war aber noch nicht alles, von der Prefectura ging es jetzt noch einmal weiter zum Zollamt, wo unsere Schiffe ausgetragen wurden, damit diese nicht in Argentinien besteuert werden. Gegen 14 Uhr hatten wir endlich alle Behördengänge hinter uns gebracht. Als Nächstes bezahlte ich im Club Nautico meine noch zu bezahlende Liegeplatzkosten. Da Tommi, Res und ich von den ganzen Behördengängen Hunger bekommen hatten gingen wir ins Restaurant „El Mercado” eine Kleinigkeit essen und danach in den Supermarkt um die noch fehlenden restlichen Nahrungsmittel einzukaufen. Weil meine Heizung auf der Que Mas ganz schön viel Diesel schluckte, musste ich noch einige Kanister mit der Hilfe von Gabriel, der mich zur Tankstelle fuhr, auffüllen lassen. Mein Klapprad, was mir hier in Ushuaia gute Dienste geleistet hatte, musste ich auch noch verstauen. Zu unserem Abschied hatte uns Rene an unserem letzten Abend auf seinem Schiff zum Käsefondue eingeladen, da er Probleme mit seiner Heizung hatte, wurde kurzerhand unser Abendessen auf meine Que Mas verlegt. Rene lud noch ganz spontan den Franzosen Juan zum Käsefondue ein. Es war ein würdiger Abschiedsabend von Ushuaia!

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