- Marina Pier 26
- Marina Supmar
- Stolze Mon Bijou Crew
- Die Werft MCP
Jetzt bin ich mit meinen beiden schweizer Freunden schon über einer Woche in Santos. Da wir letzte Woche kurz vor dem Wochenende gekommen sind, konnten wir uns in Ruhe hier eingewöhnen und ab Montag dann um alles Wichtige kümmern. Zuerst kamen natürlich wieder die Behördengänge dran, wir begannen mit der Marina do Brasil, danach ging es zur Policia Federal, wo wir nachfragten ob unsere Aufenthaltserlaubnis verlängert werden würde. Letztes Jahr, am Beginn der Coronapandemie war die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung kein Problem, doch in diesem Jahr, obwohl sich die Pandemiesituation kaum verändert hat, sieht das anders aus. Tommy und ich dürfen also nur 90 Tage in Brasilien bleiben, na dann können wir ja so langsam mal unsere Koffer packen und für drei Monate aus Brasilien ausreisen. Dann waren wir auch noch bei der Finanzbehörde, der Receita Federal, doch wegen Covid-19 ist hier kein Publikumsverkehr mehr erlaubt und man muss alles über E-Mail oder WhatsApp regeln. Bevor wir aus Brasilien ausreisen, wollten wir auf jeden Fall unsere Schiffe an Land kranen lassen. Obwohl in Santos der größte Hafen von Lateinamerika ist, stellte sich dieses Vorhaben als nicht so leicht heraus. Die Mon Bijou hätte zwar in der Marina wo wir angelegt hatten, gekrant werden können, doch wegen des zu kleinen Travellifts hätte das Genuastag demontiert werden müssen. Da dies ein Risikofaktor für die Stabilität des Mastes gewesen wäre, klapperten Res und Tommy mehrere Marinas in der Umgebung ab, bis Sie nach mehreren Tagen endlich in der Marina „Supmar” fündig wurden. Während inzwischen die Mon Bijou gekrant und an Land gesetzt worden ist, bin ich für meine Que Mas immer noch auf der Suche. Es gibt hier nur 2 Marinas die meine Que Mas aus dem Wasser heben können, von beiden Marinas warte ich noch auf das Angebot, jetzt ist erstmal Wochenende und ich hoffe das Anfang nächster Woche mir die Angebote zugesandt werden.
Mittlerweile ist Mittwoch und es hat sich in Bezug mein Schiff an Land setzen zu lassen einiges getan. Von den 2 Marinas von welchen ich Angebote bekommen sollte hatte am Anfang der Woche die Marina „Supmar” mit der großen Slipanlage abgesagt 😠, weil Sie keinen Slipanlagenschlitten für einen Katamaran haben. Also wird das für mich nichts in der gleichen Marina heraus zu kommen wo auch die Mon Bijou von Tommy und Res schon steht. Jetzt blieb nur noch die Werft „MCP” übrig, zum Glück bekam ich ein Angebot von „MCP”, Sie wollten sogar die Que Mas noch herausnehmen bevor ich nach Deutschland fliegen musste. Doch da war ein Problem, die Standkosten auf der Werft beliefen sich pro Tag auf 55€, allein dafür hätte man in meiner dreimonatigen Abwesenheit, nur für’s rumstehen, ich hätte ja in der Zeit nicht an meinem Katamaran arbeiten können, schon 4950€ auf den Tisch blättern müssen. Das war mir einfach zu viel, weshalb ich mich entschloß meine Que Mas in der Marina am Pier 26 im Wasser liegen zu lassen, hier musste ich knapp die Hälfte der Summe bezahlen die MCP für die 3 Monate haben wollte. Jetzt wo das alles geklärt war, konnte ich endlich die Flüge buchen. Am 10. Mai geht es ab nach Deutschland und am 10. August zurück nach Brasilien. Das Problem mit der Receita Federal klären wir am Freitag, ich werde euch berichten!



