In 6 Stunden nach Ilheus

Nachdem wir in Itacare noch bis Freitag einschließlich eine schöne Zeit an verschiedenen Stränden hatten und zum Abschied von Itacare in dem Restaurant „JILÓ” Nouvelle Cuisine gegessen hatten, sind wir am Samstag den 14. November um 13 Uhr die schwierige Ausfahrt von Itacare gegen 2,5 Knoten Strömung heraus motort. Als wir die Ausfahrt von Itacare  gemeistert und genügend Wasser unter unseren Kielen hatten, segelten wir mit 12 Knoten nordöstlichem Wind in Richtung Ilheus. Mit durchschnittlich 6 kn Fahrt über Grund erreichten wir nach 6 Stunden die Bucht von Ilheus. Gegen 19 Uhr ankerten wir bei völliger Dunkelheit und starkem Schwell vor dem Yachtclub von Ilheus. Eigentlich wollten wir an diesem Abend noch einen alten Freund von Res treffen, aber wegen dem starken Schwell war es fast unmöglich mit dem Dingi zum Yachtclub über zu setzen. Außerdem wollten wir auf unseren Schiffen bleiben um zu beobachten ob unsere Anker halten und unsere Schiffe nicht abdriften. An diesem Abend gab es kein gemeinsames Abendessen, um 21 Uhr rief ich Tommi noch einmal kurz an und fragte ob bei Ihnen alles okay wäre, danach versuchte ich in meiner Koje einzuschlafen.
Res hatte für den nächsten Morgen um 9:30 Uhr einen erneuten Treffpunkt im Yachtclub von Ilheus mit seinem Freund Pedro Paulo ausgemacht. Das Meer hatte sich ein wenig beruhigt und so konnten wir um 9 Uhr mit meinem Dingi zum Yachtclub übersetzen. Es war ein sehr freudiges Wiedersehen mit Pedro Paulo, er drückte Res seinen Autoschlüssel in die Hand und Res fuhr uns zu Ihm nach Hause, wo wir ein ausgezeichnetes Frühstück von seiner Frau serviert bekamen. Mittags fuhren wir mit Pedro Paulo und seinem Enkel João an den Südstrand von Ilheus, wo wir den nächsten Bekannten von Res trafen. Es war Heinz, ein Schweizer aus Basel der schon über 30 Jahre mit einer Brasilianerin in Brasilien zusammen lebte. Am Nachmittag ging es wieder zum Haus von Pedro Paulo, dort wurden wir mit frittierten Bolinhos, Empanadas und einem phantastischen Bolo (Kuchen) von seiner Frau verwöhnt. Jetzt mussten wir uns aber beeilen, denn wir wollten noch bei Tageslicht unsere Schiffe in der Bucht von Ilheus in einem vom Schwell nicht so tangiertem Bereich umankern. Kurz vor der Dämmerung war das Umankern erledigt und wir konnten zum gemütlichen Teil des Abends übergehen. Morgen werden wir dann hoffentlich gut das ganze Procedere mit der Policia Federal, Receita Federal und Marina do Brasil hinter uns bringen. Dann wissen wir auch, ob Tommi und ich bis zum Jahresende in Brasilien bleiben dürfen.

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