Törn Darwin – Lombok 1. Tag

Am Dienstag den 29. September verabschiedeten wir uns um kurz vor 10 Uhr von den Boarder Force Offizieren die uns von Australien ausklariert hatten und fuhren aus der Cullen Bay in Richtung Indonesien in den Beagle Gulf. Anfangs fuhren wir mit Motor und der Strömung mit uns zwischen 8 und 9 Knoten, leider hielt das nicht lange an. Nach drei Stunden kippte die Strömung im Beagle Gulf, trotz 5 kn Motorfahrt durchs Wasser fuhren wir nur noch 3,5 kn über Grund. Da man bei der Wettervorhersage von Predict Wind gut erkennen konnte, dass der Wind sich weiter nördlich von unserer direkten Fahrroute befindet, richteten wir die Fahrtrichtung mit einem Kurs von etwa 315 Grad in der Hoffnung aus, dass wir irgendwann in das von Predict Wind vorhergesagte Windfeld kommen. Nach 12 stündiger Motorbootfahrt kündigte sich langsam der Wind an. So um 23 Uhr konnten wir zur Motorunterstützung die Genua an den Wind setzen und 2 Stunden später war es dann soweit, der dünnere Code Zero wurde von uns ausgefurlt, jetzt konnte der Motor endlich abgeschaltet und gesegelt werden, herrlich! Mit halben Wind machte die Que Mas mit dem Groß und dem leichten Code Zero gut 6 kn Fahrt. Als ich in den frühen Morgenstunden nach den Segeln schaute, fiel mir auf, dass das Unterliek des Code Zero ziemlich tief auf der Reling hing, zuerst vermutete ich, dass das Spifall in der Klemme etwas durchgerutscht war, doch als ich hoch an den Mast schaute, konnte man das Malheur gut erkennen, der Segelkopf des leichten Code Zero war schon wieder abgerissen, so ein Mist 😤, der Törn nach Indonesien fängt ja schon gut an 🤯!Schnell weckte ich Chris, es gelang uns einigermaßen den gerissenen Code Zero zu bergen und den schweren Code Zero zu setzen. Jetzt müssen wir aber aufpassen, das ist nach dem gerissenen Genaker und dem zerfetzten dünnen Code Zero das letzte intakte Leichtwindsegel. Aber es gibt auch etwas erfreuliches zu berichten, als es am Morgen hell wurde, fiel mir auf, dass zwei kleine Seevögel, anscheinend junge Austernfischer, auf der Reling Platz genommen hatten um sich auf der Que Mas ein wenig auszuruhen. Doch lange waren die kleinen Haustiere nicht an Bord, nach kurzer Ausruhphase verabschiedeten sich die beiden kleinen Schwarzfahrer und zogen wieder weiter.

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