- Blick von der Teatree Bay
- Hier seht ihr Großmäuler!
- Great Sandy Straits Marina
- Die Walregion Hervey Bay
Nach drei Tagen in Bongaree hatte der Wind sich so beruhigt, dass es am Donnerstagmorgen kurz vor Sieben losging. Man musste schon genau auf die Tiefe achten um unbeschadet um die südliche Seite von Bridie Island zu kommen. Anfangs hatten wir kaum Wind und mussten anfangs die erste Hälfte des Tonnenstrichs der Großschifffahrt der bis nach Brisbane Harbour führt, raus motoren, doch nach und nach nahm die Windstärke zu und so konnten wir nachdem Groß und Code Zero gesetzt waren, die Motoren abstellen und endlich segeln. Zügig ging es die Küste hoch an Caloundra Head und der Sunshine Küste vorbei wo Whale Watching Boote nach Walen Ausschau hielten und tatsächlich ganz in der Nähe der Boote tauchte plötzlich ein Wal an der Oberfläche auf. Jetzt waren es nur noch 15 sm bis zu unserem nächsten Ankerplatz Teatree Bay, da wir mit gutem Speed unterwegs waren, versenkten wir schon um 15:30 Uhr den Anker der Que Mas in sandigem Untergrund. Hier in der Teatree Bay lag die Que Mas für den nächsten Tag am Anker, was uns die Gelegenheit verschaffte, den nahe gelegenen Ort Nossa Heads genauer anzusehen und noch am Supermarkt vorbei zu schauen. Am Abend gingen wir früh zu Bett, weil uns ein schwerer Törn bis nach Hervey Bay bevorstand. Wir mussten unsere Startzeit auf die Tide anpassen, denn die Durchfahrt durch die gefährliche Wide Bay Bar in die Sandy Strait bei Fraser Island, sollte circa eineinhalb bis zwei Stunden vor Hochwasser erfolgen, damit die brechenden Wellen bei der Einfahrt nicht zu hoch werden. In der Nacht von Freitag auf Samstag verließen wir die Teatree Bay und segelten downwind mit 6 bis 7 kn in Richtung der Einfahrt der Wide Bay Bar vor Fraser Island. Da um 10 Uhr das Hochwasser an der Bar war, müssten wir gegen 8 Uhr morgens die berüchtigte Sandbank erreichen. Man sollte nach Möglichkeit die Sandbank durchfahren wenn der Wind aus Süd- bis Süd Ost nicht stärker als 20 Knoten weht und die Wellen unter 1,5 Meter sind, aber genau an dieser Grenze befanden wir uns, der Wind wehte mit 20 Knoten und die Wellen waren 1,7 Meter hoch. Für die Durchfahrt hatten wir ein großes Plus auf unserer Seite, die virtuellen Bojen! Sicher fragt ihr euch jetzt, was sind denn eigentlich virtuelle Bojen?!? Ich werde versuchen es euch zu erklären, da die Sandbänke sich durch Stürme und die starke Strömungen in der Wide Bay Bar laufend verändern gibt es dort keine fest installierten Bojen und man musste bis zum Jahr 2022 nur mit sogenannten Sektorenfeuer die Bar durchfahren, doch seit dem Jahr 2009 gibt es die virtuellen Bojen in der Schifffahrt und im Jahr 2022 hat man Sie auch in der Wide Bay Bar eingeführt, die als AIS Signale auf der Karte im Plotter auftauchen und so virtuelle Markierungen für die elektronische Navigation darstellen. Diese virtuellen Bojen leiteten uns jetzt den Weg durch die Sandbänke. Kurz vor der Einfahrt der Wide Bay Bar mussten wir sicherheitshalber das Groß bergen und fuhren mit einem mulmigen Gefühl unter Motor in Richtung Einfahrt der Wide Bay Bar, nachdem wir die virtuellen Einfahrtsbojen der Bar passiert hatten, kamen wir in die Waschküche der 4,5 sm langen Wide Bay Bar. Die Que Mas wurde in den Wellen die ganze Zeit durch die querschlagenden Wellen immer wieder hin und her gerissen, sodass ich laufend den Kurs korrigieren musste. Um unbeschadet über die Sandbänke zu kommen, hielt ich mich stur an die virtuellen Bojen, nach einer guten halben Stunde hatte die tapfere Que Mas auch diese Durchfahrt geschafft und schipperte jetzt in dem ruhigen Fahrwasser der Great Sandy Straits in Richtung Hervey Bay weiter. Die Fahrt durch die Great Sandy Straits zwischen dem Festland und Fraser Island war auch nicht ohne, hier musste man einige Flachstellen ziemlich genau bei Hochwasser passieren damit man genügend Tiefe unter dem Kiel hatte, um nicht auf Grund zu laufen. Nach sieben Stunden Fahrt durch die Great Sandy Straits erreichten wir gegen 15 Uhr wohlbehalten die Great Sandy Straits Marina bei Hervey Bay, wo das einfahren auf unseren Liegeplatz bei dem starken Wind mein ganzes Fahrkönnen abverlangte. Den Liegeplatz habe ich jetzt erstmal bis zum kommenden Dienstag gebucht, ob es danach für uns weitergeht hängt ganz vom Wetter ab, schau’n wir mal, würde unser Franzl sagen.



