Das nächste Highlight – Kangoroo Island

Wieder kam ich kurz vor dem dunkel werden zum Caravapark in Hahndorf zurück und legte mich nach einer erfrischenden Dusche geradezu in die Pofe. Das morgige Ziel ist Cape Jervis, wo ich am Samstag die Fähre nach Kangoroo Island gebucht habe, doch davor wollte ich unbedingt noch nach „Old Tailem Town”, in diesem Freilichtmuseum hat man eine komplette Stadt genauso aufgebaut, wie damals die Siedler um 1900 gewohnt und gelebt hatten. Man fühlte sich dort praktisch um 125 Jahre in die Vergangenheit zurückgebeamt. Bis ins kleinste Detail ist alles so eingerichtet, wie es früher mal war. Es war alles so interessant und authentisch, dass ich dort über 3 Stunden den kompletten Vormittag verbracht hatte. Vor meiner abendlichen Ankunft auf dem Caravanpark bei Cape Jervis, machte ich schnell noch einen Zwischenstopp in Victor Harbor um meine Getränke und Nahrung vor der Überfahrt nach Kangoroo Island noch einmal aufzustocken. Am Samstagmorgen um 10 Uhr setzte die Fähre den Van mit mir von Cape Jervis nach Penneshaw über. Jetzt war ich also auf Kangoroo Island, wo ich zuerst mal den Frenchmans Rock ansteuerte, hier hatten die Franzosen ein Andenken an den französischen Entdecker Nicolas Baudin errichtet, der im Jahre 1803 angelandet war. Einige hundert Meter weiter gab es den Wallaby Walk, der allerdings schon ziemlich zugewachsen war und nicht mehr gepflegt wurde, ich hatte Mühe den kompletten Verlauf des Weges zu finden. Nach meinem Wallaby Walk, wo ich nur ganz kurz ein Wallaby vorbeihuschen sah, schaute ich bei der Touristeninformation vorbei um mehr Informationen über die Insel zu bekommen. Die Dame am Schalter empfahl mir bei diesem schönen Wetter, es war ein herrlicher Sonnentag, unbedingt die Kangoroo Island Ocean Safari mitzumachen, wozu ich mich letztendlich überreden ließ. Ich hatte aber noch über eine knappe Stunde Zeit bis zum Beginn dieser Bootstour. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken wollte ich im Baudin Conversation Park den Ironstone Hill Hike „mal eben” mit dem Rad abradeln. Leider hatte ich mich mit der Zeit total verschätzt, bis zu der Startzeit von der Bootstour wurde es knapper und knapper, eigentlich sollte ich 15 Minuten vor der Abfahrt um 15 Uhr am Steg sein, aber da war ich noch mitten im Wald und dachte mir „das schaffst Du niemals”. Trotzdem legte ich den Riemen auf die Orgel und versuchte so schnell wie möglich zum Parkplatz zurück zu kommen. Damit ich keine Zeit verlor, hatte ich das Rad, anstatt zusammen zu klappen, einfach im Wald an einen Baum angeschlossen, sprintete zum Van und hatte jetzt noch acht Minuten für die drei Kilometer bis zum Bootsanleger. Zwei Minuten vor 15 Uhr rauschte ich auf den Steg und hatte es tatsächlich noch geschafft! 😌 Leider war die Bootstour nicht unbedingt ein Highlight, man konnte aus der Entfernung ein paar Robben beobachten und die versprochenen Delphine hatten sich auch nicht blicken lassen. Na ja, was soll’s, hätte mich nur geärgert wenn ich die 55 AUD für die Bootstour in den Sand gesetzt hätte. Nach der Bootstour holte ich mein zurückgelassenes Klapprad aus dem Wald und fuhr dann zur Antechamber Bay wo ich einen Stellplatz im Nationalpark gebucht hatte. Hier kam ich schon wieder mit netten Campingnachbarn ins Gespräch, die mir sogar erlaubten ihr Starlink zu benutzen. Dieser Campingplatz war nur 13 km vom Cape Willoughby Lighthouse entfernt wo ich am fplgenden Tag um 10 Uhr eine Führung mitmachen wollte. Am nächsten Morgen kurz nach 8 Uhr radelte ich in Richtung Leuchtturm los, diesmal hatte ich genug Puffer eingebaut, sodass ich auf jeden Fall rechtzeitig zur Führung an dem Leuchtturm ankam. Die Führung dauerte mit besteigen des Leuchtturms etwa eine Stunde, sodass ich so gegen 12 Uhr wieder zurück am Campervan war und zu meinem nächsten vorgebuchten Ziel dem American River Campground fahren konnte. Nachdem ich mich auf dem Campingplatz häuslich eingerichtet hatte, wurde die Gegend mal wieder mit dem Rad erkundet und dabei der 7 km langen American River Trail abgefahren, der kurz vor dem Örtchen Muston beim Independence Point endet. Am nächsten Morgen joggte ich nochmal den Trail und machte mich nach einer erfrischenden Dusche auf die Socken nach Kingscote, der Hauptstadt der Insel. Da ich im Caravanpark in Kingscote schon vor 12 Uhr Mittags ankam, konnte ich in aller Ruhe meine Wäsche waschen und das Chemieklo entleeren, bevor ich mit meinem Klapprad über den Kingscote Town Walk, der exakt am Campingplatz endete, in die Stadt zum Reeves Point fuhr. Dieser Ort ist deshalb so historisch, weil hier auf Kangoroo Island 1836 die erste europäsche Siedlung in South Australia gegründet wurde. Nur einige Meter vom Reeves Point entfernt, schaute ich mir das Museum im Hope Cottage von Kingscote an, das Hope Cottage war damals um 1857 eines der ersten drei Häuser von Kingscote. Von dort radelte ich noch ans Ende von dem langen Anlegesteg in Kingscote wo hier bis 1989 von Glenelg aus, Passagierfähren angelegt hatten. Kurz vor Sonnenuntergang war ich wieder zurück auf dem Caravanpark.

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