- Auf dem Snelling Beach
- Nord-West-Cape
- Admirals Arch
- Remarkable Rocks
Nach dem gestrigen Tag in Kingscote, schaute ich nach dem Aufstehen noch kurz am Flagstaff Hill vorbei und kaufte mir bei Island Beehive den Honig der ligurischen Bienen die es nur auf Kangaroo Island gibt. Von Kingscote ging es dann erstmal nach Norden zur Emu Bay, nach einem ausgiebigen Strandspaziergang hätte ich direkt über eine Gravelroad zum Snelling Beach fahren können, doch weil ich keinen Bock auf das Geschüttele hatte, nahm ich einen längeren Umweg über eine asphaltierte Straße in Kauf. Kurz bevor man den Snelling Beach erreicht, gab es von einer Bergkuppe einen phantastischen Blick auf die Küste am Snelling Beach. Mit dem Camper konnte ich tatsächlich bis auf den Strand fahren. Da es ein wundervoller Tag war, baute ich den Klappstuhl kurz vor den hereinrollenden Wellen am Strand auf, schnappte ein Bierchen und lies mir die Sonne auf den Pelz brennen, manno geht’s mir mal wieder Sch… 🤪. Nach dem ich genügend Sonne getankt hatte, ging meine Fahrt weiter zur Stokes Bay, wo ich mir schon einen Platz im Stokes Bay Campground gesichert hatte. Gesichert ist gut, auf jedem Campingplatz auf Kangaroo Island war Platz ohne Ende, weil die meisten Australienurlauber ihre Ferien wegen der hohen Spritpreise lieber zu Hause verbringen. Als ich den Strand von der Stokes Bay sah, war ich zuerst ziemlich enttäuscht, bis ich ein verstecktes Schild „Beach” an den Felsen entdeckte und dort einen kleinen Eingang zwischen den Felsen erkannte, von hier aus schlängelte man sich durch ein Felsenlabyrinth bis auf einmal vor einem ein beeindruckender Strand auftaucht, so entwickelte sich aus einer anfänglichen Enttäuschung eine unvorhersehbare Überraschung. 😳 Nach der Übernachtung an der Stokes Bay ging es schon um acht Uhr zum 82 km entfernten Cape Borda Lighthouse, welches an der nordwestlichen Ecke von Kangaroo Island liegt, Um diesen Leuchturm zu erreichen, musste man leider von den 82 km über 30 Kilometer über eine schreckliche Stoßdämpfer-Teststrecke (sehr hugelige Schotterstraße), total durchgeschüttelt kam ich am Cape Borda Lighthouse an und musste meine Knochen erstmal auf dem Clifftop Hike wieder in die Reihe bringen. Nach gründlicher Sichtung des Leuturmsgeländes, mitsamt Leuchtturmwärterfriedhof, gab ich mir auch noch den Harvey’s Return Hike, dieser Grade 4 Pfad führt über ein steil abfallendes Felsgelände in die Harvey’s Return Bay von wo die Lighthouse-Keeper ihre Vorräte seit dem 19. Jahrhundert mit einer Pferdewinde aus der steil abfallenden Bucht hochzogen. Schön verschwitzt ging die Fahrt nach dem Harvey’s Return Hike in den Flinder Chase Nationalpark (NP) und fuhr hier schnurstracks zum nächsten Leuchtturm am Cape Du Couedic, der diesmal an der südwestlichen Spitze von Kangaroo Island lag. Das Cape Du Couedic hat direkt drei Attraktionen zu bieten, den Leuchtturm, Langnasen-Pelzrobben die sich dort auf den Felsen räkeln und als absolutes Highlight den „Admirals Arch”, einem natürlich durch jahrtausendelanger Erosion entstandenem Felsbogen mit beeindruckenden Stalaktiten. Nur einige Kilometer weiter am nächsten Kap, erwartete mich schon das nächste Naturwunder, die Remarkable Rocks, eine spektakuläre Ansammlung von Granitfelsen, deren bizarre Formen über 500 Millionen Jahre durch Wind, Regen und Gischt entstanden sind, ehrlich sehr beeindruckend!! Mittlerweile hatten wir schon wieder nach 16 Uhr, jetzt musste ich mich aber sputen, damit ich noch vor dem Ende der Öffnungszeit im Discovery Caravanpark, der direkt am Flinders Chase NP lag, mich einchecken konnte. Nachdem das erledigt war, hatte ich ungefähr noch eineinhalb Stunden bis zum Sonnenuntergang, deshalb machte ich mich nochmal zur Day Visitor Area des Flinders Chase NP auf, um von dort aus den 5,3 km langen Platypus Waterholes Walk abzuradeln, dabei sah ich auf dem Weg zwar einen Echidna, aber ein Platybus gab sich in den Wasserlöchern nicht zu erkennen. Nach diesem mit Highlights gespickten Erlebnissen, ließ ich gemütlich im Van den Tag ausklingen. Den nächsten Tag hätte man ohne weiteres als Trail & Hike Tag bezeichnen können, um 8 Uhr in der Früh fuhr ich mit dem Van zum Sandy Creek Hike der mich über einen schmalen sandigen Pfad und später über ein breites Sandbett bis zum Strand führte wo sich eine schöne Brandung auftürmte, eigentlich ein idealer Surfstrand, wenn er nicht so schwer zu erreichen wäre. Nach einer Stunde war ich wieder zurück am Camper und steuerte direkt den nächsten Trail, dem 4,2 km Snake Lagoon Walk der über von Felssteinen bespickten Pfad bis zu einer felsigen Lagune führte und einem Strand endete. Auf diesem anspruchsvollen Trek war ich immerhin fast zwei Stunden unterwegs. Da ich vor der um 13 Uhr geführten Tour durch die Kelly Hill Caves noch ein wenig Zeit hatte, trank ich im Visitorcenter vom Flinders Chase NP einen Flat White (Milchkaffee) und kam danach überpünktlich an den Kelly Hill Caves an. Adam, unser sachkundiger und unterhaltsamer Guide führte die Teilnehmergruppe in eine atemberaubende Kalksteinhöhle, man fühlte sich auf einmal wie in einer Zeitmaschine um 150 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt. Zum Abschluss der Tour gab es am tiefsten Punkt der Höhle noch eine 15 minütige faszinierende Licht und Ton Show. Erst als ich aus der Höhle wieder ins Tageslicht trat, war ich wieder im hier und jetzt. Nach den Kelly Hill Caves hatte ich zum Ausklang des Tages zwei kleinere Walks im Flinders Chase NP in petto, den Heritage- und den Woodland Walk. Am Freitagmorgen verließ ich den mit Attraktionen gespickten Flinders Chase NP und machte mich auf zur 60 km entfernten Seal Bay, wo auf mich die letzte geführte Tour wartete, kurz vor der Seal Bay lag der lang gezogene Strand der Vivonne Bay, der als einer der schönsten Strände Australiens bezeichnet wird, das musste ich natürlich noch sehen bevor ich Morgen mit der Fähre nach dieser besonderen Woche Kangaroo Island wieder verlassen muss. 😢



