Törn Darwin – Lombok 4.Tag

Das war ja mal wieder sehr optimistisch von mir gedacht mit dem Segel setzen am Freitag Morgen, zwar kratzte der Wind mal kurz an der 11 Knoten Marke aber kurze Zeit später hauchte er sein Leben auch schon wieder aus, sodass die Segel nur noch herumklapperten und nicht mehr stabil im Wind standen. Also mal wieder die Segel in den Sack und auf reinen Motorantrieb umschalten. Während des Tages beschäftigten wir uns mit dem verlegen eines Ablaufschlauches von der Bilgenpumpe des Überlaufsbecken für den Spülkanister des Wassermachers in den Pumpensumpf der Steuerbordbilge. Gemeinsam mit Chris gelang es uns den Schlauch vom Pumpensumpf unter mein Bett und anschließend durch eine Seitenwand bis zu einem Loch unter dem Spülbecken in der Küchenzeile zu verlegen, das ganze war so schweißtreibend, dass ich mir wie in Wasser gebadet vorkam. Nachdem alles installiert war, gab es die Probe auf’s Exempel. Wir füllten das Überlaufbecken solange mit Wasser bis die Bilgenpumpe des Überlaufbecken anfing das Wasser in den Pumpensumpf der Steuerbordbilge zu pumpen, kurze Zeit später beförderte dann die Pumpensumpfpumpe das überschüssige Wasser raus ins Meer. Na das hat doch mal prima geklappt, so hatte ich mir das vorgestellt! Inzwischen war die Que Mas immer weiter Richtung Roti Island motort und als wir etwa einen Abstand von 50 Seemeilen hatten, meldete sich kurz vor Sonnenuntergang der Wind an und wehte stetig über der 10 Knotenmarke, bevor Chris zu Bett ging, durften wir mal wieder die Segel rausholen und machten diesmal nur unter Segel einen Speed von über 6 Knoten. Mal sehen wie lange uns dieses Mal der Wind treu bleibt. Das war ja mal so klar wie Kloßbrühe, nach 6 Stunden schönem Segelwind brach die ganze Chose wieder zusammen, der Wind ging auf 6 bis 7 kn zurück und Chris musste in seiner Hundswache wieder einen Motor zur Hilfe nehmen. Danach hatte ich in meiner Morgenwache einen wunderschönen Sonnenaufgang, den ich euch natürlich in diesem Beitrag als Titelbild präsentieren werde.

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