Törn Darwin – Lombok 5. Tag

So langsam aber sicher passieren wir mit gehörigem Abstand die Südspitze von Roti Island und lassen Seemeile um Seemeile die Insel hinter uns, wir haben jetzt das Bergfest gehabt aber immer noch über 400 Seeemeilen vor uns. Schon lange sind wir nicht mehr einem Schiff begegnet, kein AIS-Signal nix, doch vor einer Stunde waren plötzlich drei AIS-Signale auf dem Chartplotter, zwei riesige Tanker und ein Fischerboot. Einer von den Riesentanker fuhr nur eine Seemeile hinter uns durch, er war in Richtung Kanada unterwegs. Gegen 17 Uhr frischte mal wieder der Wind auf, so konnten wir motorsegeln und eine Stunde später den Hilfsmotor ganz abstellen. Die erste Hälfte der Nacht blieb der Wind stabil und wir hatten eine gute Segelperformance bis zum Anfang der Hundswache von Chris, da fing wegen der Wellen und dem schwachen Wind wieder die Klapperei der Segel an. Also erneut Motor an und weiter in Richtung Lombok. Am Morgen waren es noch circa 300 sm bis zu unserem Ziel, das wir jetzt direkt anvisierten. Bei meiner Morgenwache hatte ich eine Begegnung mit einem indonesischen Fischerboot welches genau auf unserem Kurs rumfischte, geschickt wich ich dem Fischer mit 30 Grad Kurskorrektur aus und setzte danach wieder den korrekten Kurs in Richtung Lombok ab. Da es nicht so aussah als würde in naher Zukunft der Wind sich wieder blicken lassen, rollte ich den Code Zero ein und nahm das Hauptsegel vom Mast. Vielleicht können wir bei diesem Törn noch einmal die Segel setzen, wer weiß das schon?!

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