Törn Darwin – Lombok 6. Tag

Nachdem ich wieder mal alle Segel am Morgen geborgen hatte, kümmerte ich mich um den Abwasch des Essgeschirs vom Vorabend, muss ja auch gemacht werden. Apropo spülen, die Silikonnaht hinter den beiden Spülbecken in der Küchenzeile war total verschimmelt, weil mich das schon länger nervte, wollte ich dagegen etwas unternehmen, kurzerhand schnappte ich mir ein Cuttermesser und ging der verschimmelten Silikonnaht an den Kragen. Da Chris der perfekte Silikonnahtleger überhaupt ist, teilte ich ihm bei seinem morgendlichen Müsli mit, dass er bitte hinter dem den Spülbecken eine frische Silikonnaht ziehen müsste. Wie Ihr seht, es gibt immer was zu tun! Der windstille Tag verlief ohne besondere Vorkommnisse, erst gegen Abend meldete sich der Wind dezent mit 11 bis 12 Knoten zurück, sodass wir zur Abwechslung die Tücher wieder an die Sonne holen konnten. Zum Abendessen gab es Hamburger mit Airfry-Pommes und als Nachtisch einen wundervollen Sonnenuntergang (siehe Titelbild). Bei meiner anschließenden Abendwache streikte plötzlich der Motor an Steuerbord, es scheint so als wäre die Spritzufuhr verstopft, das kennen wir ja, mal wieder Dreck in der Dieselzuleitung, da muss ich wohl morgen früh im Hellen mal dran schrauben. Damit wir mit 5 kn Eiter fahren konnten, schaltete ich erstmal den Backbordmotor ein. Wofür hat man denn zwei Motoren?! Um 23 Uhr löste mich Chris von meiner Abendwache ab und ich konnte endlich in meine Koje schlafen gehen. Nach einem erholsamen Schlaf klingelte kurz vor 4 Uhr mein Wecker ⏰ für die Wachablösung. Um Punkt 4 Uhr schickte ich Chris in die Heia, kochte mir einen heißen Tee und fing an diesen Beitrag zu schreiben. Jetzt sind es noch knapp 200 sm bis zur Lombok Marina, das müssten wir eigentlich locker in zwei Tagen geschafft haben.

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