Von Cairns über Lizard- bis Stanley Island

Am Dienstag den 8. September bin ich mit meinem Crewmitglied Chris und meiner Que Mas die voll mit Lebensmitteln und Sprit gebunkert war, früh von Cairns aus hoch bis in die äußerste Nordspitze von Australien gestartet. Unser erster Halt nach Cairns kam nach 56 sm, hinter dem Cape Tribulation hatten wir einen einigermaßen ruhigen Ankerplatz mit ein wenig Schwell, außerdem hatten wir bei Ebbe nicht mehr viel Wasser unter dem Kiel. Für schlechte Wetterbedingungen wäre dieser Ankerplatz unbrauchbar gewesen. Schon um 7 Uhr fuhren wir die weiter die Ostküste hoch, wo wir uns wiederum nach 56 sm hinter ein Kap legten. Diesmal war es Cape Bedford. Inzwischen war der Wind über 20 Knoten aufgefrischt, jetzt hatten wir zwar keinen Schwell aber die Windwelle machte auch den Ankerplatz etwas ungemütlich. Am nächsten Tag hatten wir nur einen kurzen Törn von 38 sm bis nach Lizard Island. Da der Wind noch stärker wurde setzten wir noch vor dem absegeln vom Ankerplatz das erste Reff ins Großsegel. Bei 20 bis 25 kn Wind hoben wir gegen 8 Uhr unseren Anker und segelten mit 7 kn los in Richtung Lizard Island. Durch den Wind hatte sich die Wellenhöhe mit 1,5 Meter und einer Frequenz von 5 Sekunden ganz schön aufgeschaukelt und schüttelte uns ordentlich durch. Nach fünfeinhalb Stunden hatten wir die Insel erreicht und ankerten umgeben von Riffs und vielen anderen Booten in der weitläufigen Watson Bay von Lizard Island. Während der Fahrt nach Lizard Island war mir aufgefallen, dass der Raymarine Plotter keine AIS Signale mehr anzeigte, natürlich musste ich nachdem der Anker gefallen war, direkt der Sache auf den Grund gehen. Es stellte sich heraus, dass der AIS Empfänger wegen einer schlechten Verbindung keine 12 Volt mehr bekam und somit ausfiel. Weil ich schon mal dabei war, baute ich mein Steuerpult so um, dass ich noch eine Autopilotbedieneinheit für den Ersatzautopiloten einbauen konnte. Ich war gerade fertig geworden, das tischte Chris auch schon ein Gemüsecurry mit Reis zum Abendessen auf. Ja dann mal guten Appetit. Den nächsten Tag blieben wir noch auf Lizard Island und marschierten Vormittags auf den Mount Cook. Der Berg hieß so, weil Kapitän Cook auf den Berg kletterte um sich die umliegenden Riffs genauer anzusehen. Von dort oben konnte man schöne Fotos von unserem Anlkerplatz in der Watson Bay machen. Als wir wieder unten am Strand angekommen waren, ging es weiter auf den Track am Flugfeld vorbei zur Lagune von Lizard Island. Nach 2,5 km erreichten wir die Lagune mit einem wunderschönen Sandstrand, nur schade, dass man wegen der Salzwasserkrokodile nicht ins kristallklare Wasser gehen konnte. Für die Gäste des sündhaft teuren Lizard Island Resort stand zur Erfrischung auf dem Weg zur Lagune eine Kühlbox mit Getränken am Wegesrand, hieraus erlaubten wir uns zu unserer Erfrischung jeweils ein Getränk zu schnorren. Nach der Getränkepause ging es zurück zum Strandund von dort mit dem Dinghy zur Que Mas. Das Luxus Resort öffnete an zwei Tagen die Pforten ihrer Marlin Bar für Segler. Wir hatten Glück, denn genau an diesem Tag war die Bar am Abend geöffnet. Auf dem Weg zur Bar kamen wir an einem Katamaran mit deutscher Flagge vorbei, wo gerade die Crew Probleme mit ihrem Dinghy hatte, eine Leine hatte sich um den Propeller des Außenbordmotors gewickelt. Chris konnte die Leine entfernen und so sind wir mit beiden Dinghys zur Marlin Bar, wo wir zusammen mit Andrea und Bente zusammen einige Getränke und Pizza 🍕 verköstigten und unser Seglerlatein unters Volk brachten. In der Dämmerung verabschiedeten wir uns von den Hamburgern und fuhren im zickzack um die Riffs herum zurück zur Que Mas. Da Morgen ordentlich Wind angekündigt war, immer über 20 Knoten, wollten wir versuchen zur über 80sm entfernten Flinders Island zu segeln. Am Samstagmorgen war die Abfahrt um 7 Uhr von der Watson Bay, der Wind war wie erwartet knackig, mit sieben Knoten segelten wir vor dem Wind unserem Ziel Flinders Island entgegen, wir kamen so zügig voran, dass ich mich kurz vor unserem Ziel dazu entschloss, zu der etwas geschützteren Stokes Bay auf der Nachbarinsel Stanley Island zu segeln, wo sich knapp vor dem Sonnenuntergang unser Eisen auf vier Meter Tiefe eingrub. Nach einem Gourmetessen von Chris, es gab Fenchelwürstchen mit Erdäpfel an Speckbohnen, wurde früh die Bettkarte gelocht, denn Morgen geht es schon wieder um 6 Uhr los.

Dieser Beitrag wurde unter Unkategorisiert veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert